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GELEBTE ÖKUMENE

Kirchen stehen glaubens-fest zusammen

Das Logo für das „glaubens-fest“ kombiniert die Farben der Kirchen (gelb = katholisch, blau = neuapostolisch und lila = evangelisch) zu einer Art Regenbogen.
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Das Logo für das „glaubens-fest“ kombiniert die Farben der Kirchen (gelb = katholisch, blau = neuapostolisch und lila = evangelisch) zu einer Art Regenbogen.

Doppeldeutig ist das Motto für einen großen Kirchentag am Sonntag, 9. Juli, in Prien – und das ist auch so gewollt: Der Titel „glaubens-fest“ ist Programm und Botschaft zugleich. Zum ersten Mal arbeiten die drei christlichen Gemeinden Priens zusammen.

Prien – Ökumene, also Zusammenarbeit christlicher Konfessionen, ist in Prien zwischen Katholiken und Protestanten seit Jahrzehnten Alltag. Zum Beispiel betreiben Caritas und Diakonie, die Wohlfahrtsverbände beider Kirchen, seit über 30 Jahren zusammen die „Ökumenische Sozialstation“. Im Jahr 2017, in dem sich die Reformation, also der Thesenanschlag durch Martin Luther zum 500. Mal jährt, ist der ökumenische Bogen in Prien noch weiter gespannt worden.

Seit der katholische Pfarrer Klaus Hofstetter vor etwa drei Jahren in die Marktgemeinde kam, gibt es neben dem bewährten Austausch mit der evangelischen Gemeinde auch immer mehr Projekte, in die zusätzlich die neuapostolische Gemeinde mit einbezogen wird. Erst am 21. Mai wurde dies lautstark deutlich beim ersten ökumenischen Chorkonzert in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (wir berichteten).

Nun gehen die drei Gemeinden den nächsten großen ökumenischen Schritt. Am Sonntag, 9. Juli, feiern sie ein großes „glaubens-fest“ auf dem Marktplatz, wenn das Wetter passt, sonst im König-Ludwig-Saal.

Es soll ein Tag der Begegnung, des Austauschs und der Stärkung im Glauben werden. „Glaube ist nicht etwas, was sich hinter Kirchenmauern verschanzt“, erklärte der evangelische Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth beim gemeinsamen Pressegespräch den großen öffentlichen Rahmen, und seine beiden Kollegen, der katholische Pfarrer Klaus Hofstetter und der neuapostolische Gemeindevorsteher Andreas Sargant nickten zur Bekräftigung.

Fast 20 ökumenische Veranstaltungen finden heuer in Prien statt, so viele wie wahrscheinlich noch nie. Anlass ist nicht nur das Reformationsjubiläum, sondern auch die immer engere Ökumene. Die wird auch an höherer Stelle aufmerksam beobachtet. Weil Hofstetter den ökumenischen Gottesdienst zum Auftakt für das „glaubens-fest“ bei der Erzdiözese beantragen musste, um sich den Ausfall der katholischen Sonntagsmesse genehmigen zu lassen, hat er das Schwarz auf Weiß. „Es freut mich, dass sich das ökumenische Miteinander in Prien so gut entwickelt“, schrieb ihm der Generalvikar, als er sein Einverständnis erklärte.

In der politischen Gemeinde wird der Schulterschluss im christlichen Glauben nach Kräften unterstützt. Der Markt Prien tritt beim „glaubens-fest“ deshalb als Mitveranstalter auf. „Der gemeinsame Wertekanon soll weiter etwas bewegen“, sagte stellvertretend für die Gemeindespitze Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster.

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst soll das „glaubens-fest“ unterhaltsam und informativ werden. Auf dem Marktplatz und in der Schulstraße, die extra für den Verkehr gesperrt wird, werden sich kirchliche, soziale Gruppen und Organisationen vorstellen. In mehreren Interviewrunden über den Nachmittag verteilt werden „Leute vorgestellt, die auf ihre Weise bewusst ihren Glauben leben, aber nicht in vorderster Reihe stehen“, kündigte Hofstetter an.

Blaskapelle, Chöre, Trachtenverein, Wirte-Elf und andere haben ihr Mitwirken bereits zugesagt. Für die Jugend öffnet eine Lounge-Bar an der Taufkapelle, an der alkoholfreie Getränke ausgeschenkt werden.

Eine zentrale Rolle beim „glaubens-fest“ wird auch ein großes Holzkreuz aus drei Balken (entsprechend der Zahl der christlichen Gemeinden) spielen, das eigens angefertigt wird.

Einen roten Faden für den Tag werden die vier zentralen Themen liefern, die in der ökumenischen Zusammenarbeit in Prien jüngst entwickelt worden sind: „Innere Räume öffnen“, „Gemeinsam aufbrechen“, Berge versetzen“ und „Neue Wege gehen“.

In schwerer Zeit zusammenstehen

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