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Jährlich kommen hunderte Pilger

Kirche Maria Klobenstein in Schleching: Durch den gespaltenen Fels für Eheglück

Die Wallfahrtskirche Maria Klobenstein mit der kleinen Lourdes Kapelle und links dem hohen Klobenstein. Wunderlich
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Die Wallfahrtskirche Maria Klobenstein mit der kleinen Lourdes Kapelle und links dem hohen Klobenstein. Wunderlich
  • VonSybilla Wunderlich
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Das Kirchen-Ensemble Maria Klobenstein ist ein Ort, zu dem schon seit über drei Jahrhunderten Menschen pilgern. Bereits die Lage hoch über der in der Schlucht rauschenden Ache begeistert hier an der deutsch-österreichischen Grenze zwischen dem Bergsteigerdorf Schleching auf bayerischer und Kössen auf Tiroler Seite.

Schleching – Über viele Generationen wird die Legende über die Entstehung erzählt: Ein altes Mütterlein wurde auf dem Heimweg von einem schweren Gewitter überrascht. Zu dem Donnergrollen durch die tiefe Schlucht mischte sich das Poltern eines Felsen, der von oben auf die alte Frau zu stürzen drohte. In ihrer Not rief diese die Mutter Gottes Maria und, wie durch ein Wunder, spaltete sich der Fels und kam vor ihr zum Stehen. Ein Zeugnis davon ist der zehn Meter hohe Klobenstein, der heute noch neben der Kirche steht.

Zu der Kirche, die auch Mariahilf genannt wird, führen viele Wallfahrten. Jedes Jahr findet eine Wallfahrt aus allen Richtungen von Tiroler und bayerischer Seite zur Maria Klobenstein Kirche statt. Seit über zwanzig Jahren organisiert der Obmann des Tiroler Kameradschaftsbundes, Martin Gründler, den langen Zug mit den Fahnenabordnungen von Kössen aus. Schon von Weitem werden die Pilger beim Beten des Rosenkranzes an den fünfzehn Kreuzwegstationen gehört.

Die Menschen kommen mit Bitten an die Mutter Gottes, sie suchen Trost und Antworten und in den stattfindenden Messen wird meist der Mutter Maria gehuldigt. Der Altar trägt die Figur einer Gnadenmadonna.

Die Lourdes-Kapelle mit der sprudelnden Quelle.

Etwas unterhalb der Kirche wurde im Jahr 1886 eine kleine Lourdes-Kapelle in den Fels gebaut. Hier sprudelt Wasser aus einem Brunnen. Dem Wasser wird besondere Heilkraft für Augenleiden nachgesagt.

Der Klobenstein, ein gespaltener Stein neben der Kirche, inspirierte den Volksglauben zu verschiedenen Annahmen. So sollen besonders Brautpaare versuchen, den Spalt im Stein zu durchqueren. Gelingt es, ohne ihn zu berühren, soll die Ehe bis an das Lebensende halten. Ein weiterer Volksglaube erzählt, dass das Abstreifen von Krankheiten oder Problemen ebenfalls durch das Hindurchgehen des geklobenen Steins in Verbindung mit Gebeten an die Mutter Gottes funktioniert.

Auch touristisch ist die Maria Klobenstein Kirche ein interessantes Ziel, denn sie liegt am beliebten Schmugglerweg, der im vergangenen Jahr mit einer weiteren Brücke über die Ache, dem Sichtbarmachen von Gletschertöpfen und zwei Aussichtsplattformen erweitert wurde.

Votivtafeln erzählen von Heilungen

Viele Votivtafeln auf dem Weg zur Wallfahrtskirche erinnern an wundersame Heilungen und die Rettung aus tiefster Not. Auf einer aus dem Jahr 1824 stammenden Tafel wird vom Schlechinger Bauern Thomas Pletschacher erzählt. Er soll mit einem Pferdeschlitten, der schwer mit Getreide beladen war, aus einer engen Kurve geflogen und zur Ache heruntergestürzt sein. Er flehte zur Klobensteiner Muttergottes an und entkam wie durch ein Wunder glücklich dem Unglück.

Auch in jüngster Zeit wird von solchen wundersamen Fügungen erzählt. Im Sommer ist die kurvenreiche Strecke zwischen Schleching und Kössen oberhalb der Wallfahrtskirche bei Motorradfahrern sehr beliebt und immer wieder passieren schwere Unfälle aufgrund von zu hoher Geschwindigkeit, die aber oft unerklärlich glimpflich ablaufen.

Pfarrer Toferer weist auf die wichtige Hilfe der Friedenskönigin hin

Die Statue der „Maria Königin des Friedens“ in einer Wandnische.

Vor dem historischen Hintergrund des Ersten Weltkrieges wurde in einer Wandnische 1917 ein Gnadenbild mit einer Statue als „Maria Königin des Friedens“ angebracht. Eine blau gewandete sitzende Madonna mit weißem Schleier und dem auf dem Schoß sitzenden Jesuskind mit Ölzweig. Hergestellt wurde die Statue von der Kunstanstalt Adolf Vogl in Hall. Der jetzige amtierende Pfarrer Rupert Toferer betont in den Gottesdiensten gern, die auch heute so wichtige Hilfe der Friedenskönigin Maria.

Zum Abschluss kann Brotzeit im unterhalb der Kirche liegenden Gasthaus Klobenstein gemacht werden.

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