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Hoffnung bei Priener Kulturschaffenden

Kino darf wieder jede Reihe besetzen, Bauerntheater will bald wieder proben

„Der Geisterbräu“ war das Jubiläumsstück des Priener Bauerntheaters. Mir der Komödie feierte es seinen 100. Geburtstag. Die letzte Aufführung ist schon über zwei Jahre her. Seitdem legt Corona das Laientheater lahm.
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„Der Geisterbräu“ war das Jubiläumsstück des Priener Bauerntheaters. Mir der Komödie feierte es seinen 100. Geburtstag. Die letzte Aufführung ist schon über zwei Jahre her. Seitdem legt Corona das Laientheater lahm.
  • Dirk Breitfuß
    VonDirk Breitfuß
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Die Kulturszene übt sich in vorsichtigem Optimismus. Die Staatsregierung hat die Auslastungsgrenze von Sälen und Theatern auf bis zu 50 Prozent verdoppelt. Das Priener Kino darf wieder jede Reihe besetzen und das Bauerntheater will bald wieder proben.

Prien –„Alles bloß Theater“: Dieses Stück sollte am zweiten Weihnachtstag 2021 in Prien Premiere haben. Ab September hatte das Ensemble des Priener Bauerntheaters dafür geprobt. Im November warfen Vereinsvorsitzender Franz Fritz und seine Truppe das Handtuch. Die damaligen Vorgaben, unter anderem tägliche PCR-Tests für die damals Ungeimpften unter den Darstellern, seien nicht mehr umsetzbar gewesen, erklärt Fitz im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.

Bald Proben für „Alles bloß Theater“

Das Priener Bauerntheater spielt üblicherweise im Chiemsee Saal. Er fasst mit Theaterbestuhlung bis zu 238 Zuschauer. Nach dem jüngsten Beschluss der Staatsregierung dürften also pro Vorstellung 119 Karten verkauft werden. Fritz will demnächst mit der Prien Marketing GmbH (PriMa) Kontakt aufnehmen, um mögliche Aufführungstermine abzuklären. Der Vorsitzende möchte zudem zeitnah das Ensemble wieder versammeln und die Probenarbeit für „Alles bloß Theater“ wieder aufnehmen. „Wir sind heiß drauf“, so Fritz.

Zum letzten Mal stand das Laienensemble Anfang Januar 2020 auf den Brettern, die manchen die Welt bedeuten – vor über zwei Jahren. „Der Geisterbräu“, das Jubiläumsstück zum 100-jährigen Bestehen des Bauerntheaters“, war das bisher letzte Stück, dass gezeigt wurde.

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Als die Staatsregierung dieser Tage die Auslastungsgrenze von 25 auf 50 Prozent verdoppelte, haben Martina und Mike Engel gleich das Kleingedruckte gelesen. Denn in ihren Kinosälen haben Cineasten zwar sehr viel Beinfreiheit, die Reihen sind aber keine 1,50 Meter auseinander und durften lange Zeit nicht alle belegt werden.

Das ist nun wieder möglich, freute sich Mike Engel beim Telefoninterview. Das heißt, dass im größeren der beiden Säle jetzt bis zu 60, im kleineren maximal 35 Sessel belegt werden dürfen. Zwischen Familiengruppen müssten auch nicht mehr zwei, sondern nur noch ein Platz freibleiben, erklärt der Inhaber. Seine Frau hat für das bevorstehende Wochenende gleich das Onlinebuchungsportal entsprechend umprogrammiert.

Die Engels wollen nun beobachten, wie sich die neuen Regeln auswirken und dann entscheiden, ob sie auch wieder unter der Woche aufmachen. Ein Kriterium wird auch der Erfolg der neuen Filme sein. Mike Engel setzt vor allem auf die deutsche Komödie „Wunderschön“, die in etwa zwei Wochen in Prien anlaufen werde. Sie ist unter anderem mit Karoline Herfurth, Nora Tschirner, Martina Gedeck und dem Riederinger Maximilian Brückner sehr prominent besetzt.

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Seit einigen Wochen hatte Mike´s Kino nur an den Wochenenden eingeschränkt geöffnet, vorher war Corona-bedingt zeitweise komplett zu. Jetzt gehen die Betreiber einen Schritt in Richtung Normalität. Popcorn, Tacos und Getränke gibt es auch, die FF?2-Masken müssen Besucher allerdings durchgehend tragen. Wer Popcorn oder Tacos isst, darf sie dafür natürlich abnehmen. Es gibt also einen sehr praktischen Grund, zu naschen.

Mehraufwand für PriMa bei Personal

Die Prien Marketing GmbH (PriMa) hat durch die Verdoppelung der Kapazitäten auf 50 Prozent Auslastung nun auch deutlich mehr Spielraum für die Durchführung ihrer Veranstaltungen mit prominenten Kabarettisten. Laut Geschäftsführerin Andrea Hübner können jetzt zusätzliche Kartenkontingente angeboten werden.

Hübner zufolge haben die wechselnden Corona-Vorgaben keinen großen Einfluss auf die grundsätzliche Planung der PriMa. Für die Belegung der Säle werde „positiv und hoffend“ geplant, das heißt, bei Anfragen werden Veranstaltungen erstmal gebucht, zum Beispiel die großen Abschlussfeiern der örtlichen Schulen im Sommer.

Für die Durchführung brauche die PriMa wegen der Auflagen wie Impfnachweis-Kontrollen und Desinfektion aller Stühle ein bis zwei Mitarbeiter mehr als üblich.

Die erste Veranstaltung in Prien, der die Kapazitätsausweitung auf 50 Prozent durch die Staatsregierung zugute kommt, ist das Gastspiel von Michael Altinger am Donnerstag, 3. Februar, um 19.30 Uhr, Es wird Hübner zufolge wegen der Nachfrage vom Chiemsee Saal in den viel größeren König Ludwig Saal verlegt, der jetzt mit bis zu 294 Plätzen bestuhlt werden darf.

Karten gibt es also noch reichlich im Ticketbüro im Haus des Gastes, Telefon 0 80 51/96 56 60.

Zusätzliche Kontingente stehen dort nun auch für die Auftritte von Günter Grünwald am Freitag, 25. März, und Django Asül am Donnerstag, 7. April, zur Verfügung.