Kinderhaus in Gstadt platzt aus allen Nähten: Erweiterung soll über zwei Millionen kosten

Auf der Grundlage dieser Planung des Architekturbüros Daniel Wagner aus Rosenheim soll das Kinderhaus St.Johannes in Gstadt erweitert werden. Der Eingangsbereich soll überplant und unterkellert werden.
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Auf der Grundlage dieser Planung des Architekturbüros Daniel Wagner aus Rosenheim soll das Kinderhaus St.Johannes in Gstadt erweitert werden. Der Eingangsbereich soll überplant und unterkellert werden.
  • Dirk Breitfuß
    vonDirk Breitfuß
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  • Hans Thümmler
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Das Kinderhaus St. Johannes in Gstadt hat keinen Platz mehr für weitere Kinder. Eine Gruppe ist schon im umgebauten Turnraum im Keller untergebracht. Jetzt werden die Pläne für eine Erweiterung langsam konkret. Mitte nächsten Jahres soll es kosgehen und über zwei Millionen Euro kosten.

Breitbrunn – Die Erweiterung des Kinderhauses St. Johannes in Gstadt, in dem Mädchen und Buben aus den drei Gemeinden Breitbrunn, Gstadt und Chiemsee betreut werden, ist auf einen guten Weg. Die gemeinsame Verwaltungsgemeinschaft (VG) der Kommunen muss die Einrichtung ausbauen, weil die Zahl der Kinder gestiegen ist. Wegen der Raumnot musste die VG schon eine Kindergartengruppe vorübergehend im Turnraum im Keller unterbringen. Der Raum wurde dafür extra umgestaltet.

„Spärliches“ Interesse der Planungsbüros

Die VG, als Sachaufwandsträger, auch für Baumaßnahmen zuständig, hatte sich schon in mehreren Gemeinschaftsversammlungen und Besprechungen mit einer notwendigen Erweiterung befasst.

Auch beim zweiten Anlauf seien die Rückmeldungen auf die Ausschreibung der Planung durch die VG sehr spärlich gewesen, berichtete Breitbrunns Bürgermeister und VG-Vorsitzender Anton Baumgartner. Aber die VG konnte das Architekturbüro Wagner in Rosenheim gewinnen. Nach einem persönlichen Gespräch habe die Vergabe der Planungsleistung in der nichtöffentlichen Sitzung erfolgen können, so Baumgartner.

In einer weiteren Gemeinschaftsversammlung konnten die Verantwortlichen nun den Vertretern der drei Gemeinden bereits zwei neue Entwurfsskizzen des Planungsbüros für eine Erweiterung vorstellen.

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Kern ist eine Überplanung des Eingangsbereichs mit Unterkellerung sowie der Einbau eines Aufzuges im Hauptgebäude. In der ersten Machbarkeitsstudie des anderen Planungsbüros war noch eine Aufstockung favorisiert worden. Jetzt werden die Weihen in Richtung einer vollständigen Unterkellerung gestellt. Mit einer abgestuften Atrium-Anlage des Geländes soll gesichert werden, dass die Fenster im Untergeschoss Tageslicht bekommen.

Die Versammlung entschied sich für eine Variante, die nach einer aktuellen Grobschätzung 2,1 Millionen Euro kosten und einen Flächengewinn von rund 480 Quadratmetern bringen würde. Nach bisherigen Überlegungen könnten dann sieben Gruppen betreut werden, eine mehr als jetzt. Zu den fünf Gruppen in regulären Räumen ist vor längerer Zeit schon die sechste hinzugekommen, die im umgebauten Turnraum betreut wird.

Die neuen Planung soll nun weiter ausgearbeitet werden. Die VG kann zwar mit Fördermitteln als staatliche Beteiligung an deren Kosten rechnen, deren Höhe kann aber bisher nicht abgeschätzt werden.

Baumgartner: Vorgespräche positiv verlaufen

Baumgartner teilte noch mit, dass in der Zwischenzeit bereits Abstimmungsgespräche mit der Kindergartenleitung, dem kirchlichen Träger sowie dem Brandschutzgutachter und der Bauabteilung des Landratsamtes Rosenheim geführt worden seien. Die Gesprächsergebnisse seien durchwegs positiv, so dass die Grundplanung vertieft werden könne, berichtete der Vorsitzende.

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Die Gemeinschaftsversammlung stimmte der geplanten Vorgehensweise einhellig zu und kam überein, dass das Planungsbüro das Konzept in einer besonderen Sitzung detailliert vorstellen soll.

Baubeginn wird für Mitte 2021 anvisiert

Nach der geplanten Erweiterung des Kinderhauses könnten bis zu sieben Gruppen untergebracht werden und damit die Kinderbetreuung für die drei Gemeinden sichergestellt werden, soweit die Hochrechnungen der Kinderzahlen für die nächsten Jahre diese Beurteilung zulassen.

Die Nutzung des umgebauten Turnraums im Keller hat das Landratsamt bisher bis zum 31. August 2021 verlängert. Die VG peilt den Baubeginn für die Erweiterung für Mitte 2021 an. In einer weiteren Versammlung sollen zeitnah die Eckdaten endgültig festgelegt werden, damit Planungsbüro und Verwaltung auch die Unterlagen für einen Förderantrag zusammenstellen können, kündigte Kämmerer Wagner an.

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