Kinderhaus Gstadt ist größte Investition

Um fast 21,91 Prozent höher als im Vorjahr fällt der Verwaltungshaushalt der VG mit 1,9 Millionen Euro aus. Beschlossen wurde auch über die Investitionen bis 2022. thümmler
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Um fast 21,91 Prozent höher als im Vorjahr fällt der Verwaltungshaushalt der VG mit 1,9 Millionen Euro aus. Beschlossen wurde auch über die Investitionen bis 2022. thümmler

Breitbrunn – Die Vertreter der drei Mitgliedsgemeinden genehmigten in der jüngsten Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Breitbrunn einstimmig die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für das Jahr 2019 sowie das Investitionsprogramm bis 2022.

Mit fast zwei Millionen Euro umfasst er die Verwaltung der Mitgliedsgemeinden Breitbrunn, Gstadt und Chiemsee sowie den Sachaufwand für die Grundschule Breitbrunn-Gstadt und das gemeinsame Kinderhaus St. Johannes in Gstadt.

VG-Kämmerer und Geschäftsführer Thomas Wagner erläuterte die wichtigsten Passagen des Haushaltsplanes, der 21,91 Prozent höher ausfällt als im Vorjahr. Der Verwaltungshaushalt mit den laufenden Ein- und Ausgaben beträgt insgesamt rund 1,9 Millionen Euro, und der Vermögenshaushalt, mit dem die Investitionen abgewickelt werden, 159 000 Euro.

Es gibt drei Einzelpläne für die Verwaltung, die Grundschule und das Kinderhaus St. Johannes mit Kindergarten, Kita und Hort. Die Verwaltungsumlage von 684 000 Euro ist um 74 600 Euro höher als im Vorjahr. Für jeden der 2991 Einwohner müssen die drei Gemeinden 228,69 Euro an die VG abgeben (Vorjahr 203,40 Euro). Wesentliche Maßnahmen für 2019 sind neue Büros für das Sekretariat, die Bauamtstechnik und Ersatzbeschaffungen der Verwaltung.

Bei der Grundschule ist der ungedeckte Bedarf für die 76 Schüler (neun mehr als im Vorjahr) mit 153 900 Euro ausgewiesen, fast 340 Euro weniger als im Vorjahr. Pro Schüler zahlen die Gemeinden 2025 Euro. Als wichtige Ausgaben für die Schule soll die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden. Fördermittel des Staates seien dafür in Aussicht gestellt, so Wagner. Ferner soll der Werkraum im Kellergeschoss umgebaut und die Schule an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Beim Kinderhaus St. Johannes ist der ungedeckte Bedarf für die Unterbringung in Kindergarten, Kita und Hort mit 412 800 Euro am höchsten. Für jedes der 78 Kinder müssen 5 292,31 beigesteuert werden (Vorjahr 4127 Euro). So hat beispielsweise die Gemeinde Chiemsee nur drei Kinder, zahlt aber 21 169 Euro als Umlage. Die wichtigsten Investitionen sind Finanzmittel für die Planung einer möglichen Erweiterung des Kinderhauses aufgrund der steigenden Kinderzahlen und Schallschutzmaßnahmen.

Für die Finanzierung des Haushalts stehen noch 16 185 Euro Haushaltsausgabenreste aus den Vorjahren und 130 444 Euro aus dem Überschuss des Vorjahres zur Verfügung. An Rücklagen hat die VG noch 17 442 Euro im Haushalt ausgewiesen. An Schulden aufgrund des diesjährigen Abgangs von 48 000 Euro am Ende des Haushaltsjahres, für den Bau des Kindergartens noch 27 000 Euro und für die Erweiterung der Grundschule 124 438 Euro.

Beschlossen wurde auch das Investitionsprogramm bis zum Jahr 2022. Die größte Investition ist mit insgesamt 920 000 Euro in fünf Jahren für die Erweiterung des Hauses für Kinder in Gstadt vorgesehen.

Der Haushalt 2019 sei „ganz normal, ohne besondere Auffälligkeiten“, so Vorsitzender Anton Baumgartner. Sein Dank galt Kämmerer Wagner für die sorgsame Aufstellung des Haushaltsplanes.

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