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Junge Bürger reden mit

Kinder-Gemeinderat: Das wünschen sich die Buben und Mädchen für Bernau

Blick von oben auf den Sitzungssaal: Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (Dritte von links) und Jugendreferentin Katrin Hofherr (Fünfte von rechts) gemeinsam mit den Teilnehmern des Kinder-Gemeinderats.
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Blick von oben auf den Sitzungssaal: Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (Dritte von links) und Jugendreferentin Katrin Hofherr (Fünfte von rechts) gemeinsam mit den Teilnehmern des Kinder-Gemeinderats.
  • VonElisabeth Kirchner
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Einen Einblick in die Arbeit des Gemeinderates hatten elf Buben und Mädchen beim Kinder-Gemeinderat in Bernau. Doch vor allem ging es darum, auch ihre Vorschläge und Bedürfnisse aufzunehmen.

Bernau – „Ihr habt das Wort.“ Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber und Katrin Hofherr, Gemeinderätin und Jugendreferentin, zeigten sich ganz Ohr für die Anliegen der jungen Bürger in der Gemeindeam Chiemsee. Während eines Kinder-Gemeinderates brachten elf Buben und Mädchen zwischen sieben und elf Jahren ihre Anliegen für Bernau vor.

Früher habe der Unterricht je Klasse in nur einem Klassenzimmer stattgefunden. Heute gebe es differenzierteren, also mehrgruppigen Unterricht wie beispielsweise Mathematik, sodass man künftig auch mehr Räume benötige, erklärte Irene Biebl-Daiber. Während für diesen Punkt keine Abstimmung nötig war, gab es bei anderen Themen der Tagesordnung viele Wortmeldungen und Abstimmungsbedarf.

Ausgaben im Voraus planen

Auch bei der Frage, ob die Pumptrack-Strecke für Mountainbikes erweitert und asphaltiert werden soll. „Eine super Idee“, wie der zehnjährige Felix fand. Hingegen hakten Antonia (elf) und Monika (acht) bei den Kosten nach. Denn jene 100.000 Euro, die es dafür brauche, könne man auch gut für die Schulsanierung und -erweiterung nutzen, gab Bürgermeisterin Biebl-Daiber zu bedenken.

Sie wies darauf hin, dass man hierfür auch Fördermittel beantragen könne. Zumal der Kämmerer der Gemeinde alle Gelder im Blick haben und die Ausgaben schon ein Jahr im Voraus planen müsse. Dennoch: Mit 10:1 Stimmen befürworteten die „jungen Gemeinderäte“ schließlich die Erweiterung und Asphaltierung des Pumptracks.

Neue Farbe für den Jugendtreff

Sechs Farbvorschläge gab es auf der anderen Seite für einen neuen Anstrich des Jugendtreffs. Aus diesen kristallisierte sich schlussendlich „nicht ganz weiß, mit einer Seite in Regenbogenfarben“ heraus. Bernaus Jugendreferentin Katrin Hofherr versprach, den Wunsch weiterzuleiten. Ebenso den fast einstimmig gefassten Beschluss, dass es keine Spielekonsole im Jugendtreff brauche. „Da will man sich doch austauschen“, meinten Felix und Bene (beide zehn) unisono.

Lesen Sie auch: Wie der Kurpark einmal aussehen könnte: Das wünschen sich Bernaus Bürger

„Tempo 30 im Eichet“ und eine Fußgängerampel an der Schule waren Punkte, bei dem die Buben und Mädchen einstimmig Handlungsbedarf sahen. Antonia (elf) fügte noch an, dass es für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gut wäre, Hecken und Sträucher zu schneiden: „Bei uns in der Hochplattenstraße ist das echt ein Problem.“

Den Ideen der Buben und Mädchen lauschen Sitzungsleiterin Irene Biebl-Daiber (rechts) und Jugendreferentin Karin Hofherr.

Werbung für das neue Bücherregal im „Kinderhaus im Eichet“ machte Jugendreferentin Katrin Hofherr. Und stieß damit ein anderes Thema an. Denn die elfjährige Eva sprach sich für eine Modernisierung der Bücherei aus: „Da kann man noch aufpeppen.“

Trinkwasserbrunnen am Kurpark

Beim Ramadama am 17. September ist das große Aufräumen in Bernau angesetzt. Dort soll es für alle teilnehmenden Kinder ein kleines Dankeschön geben, so der einstimmig gefasste Beschluss des Kinder-Gemeinderates.

Mehr Bäume auf der Wiese am Strandbad und am Spielplatz im Kurpark forderte Bastian (acht), einen Trinkwasserbrunnen am Kurpark wünschte Louise (elf) und Monika (acht) einen Barfußweg im Kurpark. Die elfjährige Antonia hatte gleich mehrere Anregungen für das Strandbad: ausleihbare Surfbretter, eine neue Plastik-Krähe, um die Gänse am Strandbad zu vertreiben, und jeweils einen Weg für Radler und für Fußgänger.

Auch wenn der Kinder-Gemeinderat nur beratenden Charakter hat, sollen die Vorschläge, Ideen und Anregungen in die reale Gemeindepolitik einfließen. Jugendreferentin Hofherr betonte in ihrem Schlusswort, dass alle Teilnehmer erneut voraussichtlich am Buß- und Bettag erneut in diesem Gremium zusammenkämen. Dann gelte wieder: „Ihr habt das Wort.“

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