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KOMMUNALER HAUSHALT

Keine Pro-Kopf-Verschuldung in Gstadt in 2020

Die zehn wichtigsten Einnahmequellen des Gstadter Verwaltungshaushalts. Gstadt
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Die zehn wichtigsten Einnahmequellen des Gstadter Verwaltungshaushalts. Gstadt
  • VonKarl Wastl
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Gstadts Kämmerer Thomas Wagner zeigt sich zufrieden mit Jahresrechnung 2020. Diese bringt unter anderem mehr Einnahmen aus der Gewerbesteuer ans Tageslicht.

Gstadt – Die Jahresrechnung 2020 stand für den Gstadter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auf dem Programm.

Mit den Summen aus dem Verwaltungshaushalt (3,77 Millionen Euro) und Vermögenshaushalt (928.800 Euro) nannte Kämmerer Thomas Wagner vorneweg die wichtigsten Kennzahlen. Die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt betrug in etwa 340.000 Euro. Kann die Kommune einen Überschuss im Verwaltungshaushalt erwirtschaften, so wird der dem Vermögenshaushalt zugeführt.

1,56 Millionen Euro für Gemeindekasse

Wenn möglich, fließen diese Überschüsse den allgemeinen Rücklagen zu – 2020 betrug die Zuführung rund 522.800 Euro.

619.600 Euro erhielt Gstadt anteilig an den Zuweisungen aus dem Finanzausgleich an der Einkommens- und Lohnsteuer.

Erfreulich gestalteten sich zum Beispiel der Corona-Situation zum Trotz die Gewerbesteuereinnahmen: Bei einem Hebesatz von 320 steht bei diesem Posten unterm Strich die Summe von 1,56 Millionen Euro, womit sich der Kämmerer zufrieden zeigte.

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Auch Gebühren unterschiedlicher Art bedeuten Einnahmen für eine Kommune. So spülten die Abgaben fürs Abwasser etwa 184.500 Euro in die Gemeindekasse. Der Segelhafen konnte mit einem Löwenanteil an Liegeplatzgebühren gut 66.100 Euro erwirtschaften. Durch Zahlungen des Landkreises und der Nachbargemeinde Breitbrunn für den Wertstoffhof kann Gstadt 42.700 Euro für sich verbuchen. Auf der anderen Seite tätigte die Gemeinde Investitionen. Kämmerer Wagner sprach davon die wichtigsten an: „Für die Abwasserbeseitigung sowie die Ortskanäle mit Anschluss an die Chiemseering-Kanalisation mussten wir rund 183.600 Euro in die Hand nehmen.“ In die Ortsbeleuchtung wurden rund 35.000 Euro investiert.

Einige sogenannte Ausgabereste konnten in das Haushaltsjahr 2021 übertragen werden: für die Anschaffung eines Feuerwehr-Fahrzeugs waren dies 85.900 Euro, für geplanten Straßengrunderwerb 39.900 Euro, für allgemeinen Grunderwerb 150.000 Euro, für Straßenbau 93.600 Euro, für die Ortskanalisation 83.200 Euro und die Wasserversorgung 93.000 Euro. Für diverse Anschaffungen für den Bauhof kamen dazu noch 50.000 Euro.

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Kein neues Darlehen aufgenommen

Eine von mehreren überplanmäßigen Ausgaben des Haushaltsjahres war die Gewerbesteuerumlage in Höhe von 32 500 Euro. Sie werden von den Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer abgedeckt. Überplanmäßige Ausgaben im Vermögenshaushalt sind nach Wagners Berechnungen keine entstanden. Erfreulich war auch das Thema „Verbindlichkeiten“. Da zum Jahresende 2019 keine Darlehensaufnahme stattfand, hat die Gemeinde somit auch keine Pro-Kopf-Verschuldung. Der Stand der echten Rücklagen lag zum 31. Dezember 2020 bei 3,2 Millionen Euro.

Das Ergebnis der Jahresrechnung wurde vom Gstadter Gemeinderat ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen. Das Plenum stimmte auch der Bildung von den gebildeten Haushaltsresten einhellig zu.

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