Keine g‘mahde Wiesn: Gemeinderat Marquartstein berät über das Mähen von Wanderwegen

An einem Wanderweg in Marquartstein wachsen vor der Pflegemaßnahme verschiedenste Pflanzen am Wegesrand.
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An einem Wanderweg in Marquartstein wachsen vor der Pflegemaßnahme verschiedenste Pflanzen am Wegesrand.

Wie gelingt die Pflege von Wanderwegen, ohne die Natur zu beeinträchtigen? Dazu hat der Gemeiderat Marquartstein jüngst getagt und sich mit Blumen und Eidechsen beschäftigt.

von Manfred Peter

Marquartstein – In der Vergangenheit hat es laut der Äußerungen von Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) hinsichtlich des Zustandes der Wanderwege und der erforderlichen Pflegemaßnahmen immer wieder Beschwerden gegeben. Je nach Interessenlage reichte diese von der Frage, wann der Weg wieder ausgemäht werde bis zum genauen Gegenteil, wie denn der Weg ausgemäht werden konnte, wo gerade die Blumen in Blüte stehen würden.

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Daraufhin haben die Mitarbeiter vom Bauhof und aus der Verwaltung ein Pflegekonzept erarbeitet, das in Zukunft als Richtschnur für die Gemeinde und die Öffentlichkeit dienen soll.

Grundsätzlicher Einsatz zweimal pro Jahr

In dem Pflegekonzept, das nun dem Gemeinderat in der Sitzung vorgestellt wurde, ist festgehalten, dass grundsätzlich zwei Mal pro Jahr gemäht, beziehungsweise gemulcht werden soll. Die erste Mahd findet nicht vor Ende Juni statt und die zweite Mahd soll Ende September bis Anfang Oktober durchgeführt werden. Dabei werde beachtet, dass diese Pflegearbeiten ohne großen Eingriff in die naturnahe Umgebung gemacht würden, wobei gleichzeitig der Arbeitsaufwand in einem vertretbaren Maß gehalten werde, so der Bürgermeister weiter.

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Bei schmalen Wanderwegen soll nach starken Wachstumsperioden ein weiter Arbeitsgang in der Zwischenzeit möglich sein. In dem Papier ist auch anhand einer Liste festgelegt, welche Geräte zur Mahd und Pflege bei welchen Wegen eingesetzt werden.

Fadenmäher statt Mulcher?

Gemeinderat Klaus Hell (BfM) regte an, bei besonders sensiblen Bereichen generell auf den Mulcher zu verzichten und auf den Fadenmäher zu setzen, damit die Tierwelt wie die Eidechsen nicht geschädigt würden. Woraufhin Aigner meinte, dass die Fachkompetenz der Bauhofmitarbeiter nicht infrage gestellt werden solle. Man solle hier mehr auf die Arbeitserfahrung der Mitarbeiter vertrauen, so Aigner. Der Bürgermeister meinte, dass die Liste der Wege und Bearbeitungsvorschläge mit den Bauhofmitarbeitern noch beraten werden könne.

Nach der Mahd sieht derselbe Wanderweg sehr kahl aus, ist aber dann im Winter als Loipenstrecke nutzbar.peter

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