Gemeinderat Grassau diskutiert

Neubau für 3,2 Millionen Euro in Rottau: Keine Abstriche beim Feuerwehrhaus

Das Haupthaus mit zwei Etagen sowie Dachgeschoss und die Fahrzeughalle mit zwei Abstellplätzen und einem Waschplatz werden unterkellert. Eder
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Das Haupthaus mit zwei Etagen sowie Dachgeschoss und die Fahrzeughalle mit zwei Abstellplätzen und einem Waschplatz werden unterkellert. Eder
  • vonTamara Eder
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Über das neue Feuerwehrhaus in Rottau diskutierten die Grassauer Marktgemeinderäte in ihrer Sitzung. Geplant wird mit Kosten von 3,2 Millionen Euro.

Grassau – Ein Gebäude mit Fahrzeughalle wird errichtet – gegenüberliegend die Parkplätze. Nach Schätzung des Architekturbüros kostet der Neubau mit Außenanlagen 3,2 Millionen Euro. In der Fahrzeughalle sind zwei Abstellplätze sowie ein Waschplatz. Das Haupthaus besteht aus zwei Etagen plus Dachgeschoss mit Aufzug. Alles wird unterkellert.

Feuerwehr hat einige Sönderwünsche für die Planung

Ins Untergeschoss des Haupthauses kommen Technik, Duschen und eine Lagerfläche, ins Erdgeschoss der Stabsraum und die Führungszentrale, Lagerräume sowie Toiletten. Im ersten Obergeschoss sind eine Küche sowie ein Schulungsraum vorgesehen. In das zweite Obergeschoss kommen das Kommandantenbüro und ein Jugendraum. Laut Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) dürfe durch Einsparungen die Funktionalität nicht leiden. Gemäß Kommandant Karl Huber wurden die DIN-Vorschriften berücksichtigt.

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Kattari erwähnte Einsparmöglichkeiten. Würde bei den Treppenstufen auf Fliesen verzichtet, brächte dies 15.000 Euro, jedoch wäre es schwerer zu reinigen. Kunststofffenster wären billiger als Holzfenster. Die Wehr wünscht sich einen tieferen Keller, um 2,70 Meter Raumhöhe zu ermöglichen. Ein Lagerraum wäre so mit einem Hubwagen zu befahren. Die Erhöhung der Kellerdecke brächte 45.000 Euro Mehrkosten. Ferner ist ein fest installierter Kompressor gewünscht.

Ein funktionelles Feuerwehrhaus - aber keine Abstriche machen

Ein Innenwaschplatz kostet 20.000 Euro. Der Aufzug müsse mindestens 2,50 Meter tief sein – 35.000 Euro stehen im Raum. Werden Freiflächen nur gekiest, könnten 335.000 Euro eingespart werden. Thomas Göls (CSU) erklärte, dass für die Zukunft gebaut werde. Somit sollen die Gebäude funktionell sein. Tom Hagl (CSU) würde keine Abstriche machen, die sich in fünf Jahren als Fehler herausstellen.

Manfred Huber (AE) war dafür, die Ausstattung so anzunehmen – aber mit Kunststofffenstern. Mehdi Akbari (UGL) wünscht, nichts zu vergessen, was in fünf Jahren benötigt wird. Wie Göls erklärte, wachsen die Aufgaben der Feuerwehr ständig. Den Vorhof nur aufzukiesen sei nach Werner Haslinger (CSU) ungünstig, da Schmutz in die Halle gelangt. Der Rathauschef informierte, dass die Finanzlage den Bau zulasse und die Kosten in die Haushalte 2021 und 2022 eingestellt werden.

Der Marktgemeinderat stimmte einstimmig dem Umfang der technischen Ausstattung, ohne Abstriche, zu. Einzige Änderung war, wartungsarmen Kunststofffenstern den Vorzug zu geben.

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