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CSU zieht ihren Antrag zurück

Kein Fest für „gebeutelte Anwohner“ in der Weidacher Straße in Prien

Die Sanierung der Weidacher Straße kostete Anwohner und Autofahrer einige Nerven, dennoch war sie dringend notwendig.
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Die Sanierung der Weidacher Straße kostete Anwohner und Autofahrer einige Nerven, dennoch war sie dringend notwendig.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Monatelang mussten die Anwohner der Weidacher Straße heuer Lärm, Schutz und einen langen Umweg für die Fahrt in den Ort in Kauf nehmen. Die CSU-Fraktion hatte beantragt, als Dankeschön ein Ortsteilfest zu organisieren. Die Verwaltung riet aus mehrerlei Gründen ab.

Prien – Die Marktgemeinde Prien wird die Anwohner der Weidachstraße in Westernach nach Abschluss der langen Baumaßnahme heuer nicht zu einer Brotzeit einladen. Die CSU zog in der jüngsten Sitzung den Antrag zurück, nachdem die Rathausverwaltung ihre Skepsis geäußert hatte.

Geschäftsleiter Andreas Hell war auf den in der Juli-Sitzung von der CSU gestellten Antrag eingegangen. Hell erklärte, dass die Marktgemeinde jedes Jahr eine Reihe von kleineren und größeren Straßenbaumaßnahmen durchführe. Es liege in der Natur der Sache, dass es zu unvorhersehbaren Schwierigkeiten, Unannehmlichkeiten und Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer komme.

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„Das lässt sich nicht messen“, so Hell. Wenngleich er zugab: „Die Anwohner in der Weidachstraße waren arg gebeutelt.“ Fast drei Monate lang war die beliebte Straße Richtung Rimsting und östliches Chiemseeufer ab der Prienbrücke heuer ab Mitte März monatelang voll gesperrt. Die Westernacher mussten, um in die Priener Ortsmitte zu gelangen, einen zeitraubenden Umweg von mehreren Kilometern in Kauf nehmen. Die CSU sprach in ihrem Antrag eine „erhebliche Bauverzögerung weit über das allgemeinverträgliche Maß “ an. Die Weidachstraße sei eine Gemeindestraße mit überörtlicher Bedeutung und keine reine Anwohnerstraße. „Die Bewohner haben hier durch die erheblichen Belastungen ein Sonderopfer für die Allgemeinheit erbracht“, argumentiert die CSU in ihrem Antrag. Sie sollten mit einem Ortsteilfest eine Anerkennung erfahren.

Unmittelbare Anwohner seien oft bei ihrer Zufahrt eingeschränkt, im Gegenzug müssten Anlieger anderer Straßen Ausweich- und Umleitungsverkehr in Kauf nehmen, führte Hell grundsätzlich zu Straßenbauarbeiten in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats dazu aus. Am Ende stehe aber immer ein fertiges Straßenbauprojekt, das die Situation verbessere.

Gefahr der Ungerechtigkeit

Hells Kenntnis nach habe es bisher noch nie ein Straßenfest nach einer solchen Maßnahme gegeben. Er bezeichnete es nach Meinung der Verwaltung als schwierig, aus der Vielzahl an Maßnahmen eine auszuwählen und dort erstmals ein solches Fest zu machen.

Hell befürchtete Unmut oder zumindest Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Vorwürfe wegen Ungleichbehandlung könnten nicht widerlegt werden. Nicht zuletzt sei die Entwicklung bezüglich Corona-Maßnahmen derzeit nicht absehbar. Größere Feierlichkeiten seien schwierig abzuwickeln.

CSU-Fraktionsvorsitzende Annette Resch erklärte auf diese Ausführungen hin: „Uns ging es um eine nette Geste.“ Sie sagte, es sei vielleicht tatsächlich nicht ganz gerecht, die Anwohner an der Weidachstraße einzuladen, wo im Grunde der ganze Ort betroffen war. Sie sei bereit, den Antrag zurückzuziehen. Die CSU habe sich überlegt, eventuell nächstes Jahr selbst eine Brotzeit zu spendieren. „Vielleicht findet sich ja eine andere Fraktion für eine andere Baumaßnahme“, schloss sie.

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