LESERBRIEF AN DIE REDAKTION

Es ist kaum zu glauben

Zu unserem Bericht „Widerstand gegen Pläne im Rathaus“ im Lokalteil:. Es ist kaum zu glauben: Da liegt ein hübsches Haus jahrzehntelang im Dornröschenschlaf und sieht aus, als wolle es als Schandfleck von Prien in die Geschichte eingehen, und endlich fasst der Gemeinderat einen Entschluss über Haus und Grundstück.

Aber schon wird zum heftigen Widerstande aufgerufen, doch mit welchen Argumenten? Zum Beispiel, dass die Flüchtlinge, die dort wohnen sollen, besser über mehrere Häuser verteilt werden sollten? Es ist sehr leicht, eine Unterschrift zu leisten, aber wo sind diese „mehreren Häuser“ zu finden? Werden sie vielleicht von denjenigen zur Verfügung gestellt, die das Bürgerbegehren anstreben? Nach einem halben Jahr intensiver Bemühungen, nur für einen einzigen (anerkannten und berufstätigen) Asylbewerber eine Unterkunft zu finden, können wir über so viel Gutgläubigkeit nur lachen. Und Containerunterkünfte sollen im Gegensatz zum Gemeinderatsbeschluss „menschenwürdig“ sein? Oder christlich?

Wiltrud Schuster Prien

Kommentare