Katholische Landvolkbewegung im Achental weiter aktiv

Grassau – Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) im Achental zählt nur noch wenige Mitglieder, doch sie ist sehr aktiv.

In der Jahreshauptversammlung im Pfarrheim in Grassau hielt sie Rückschau und blickte ins Jahr 2017.

Umrahmt von den schönen Klängen des Grabenstätter Männerchors feierte man zunächst gemeinsam den Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Landvolkpfarrer Peter Bergmaier verdeutlichte, dass ein einfaches Teelicht schon etwas Licht spende, leuchteten aber mehrere Kerzen auf, dann erhellten sie den Raum schnell. Diese Beobachtung bezog er auf die Gemeinschaft und ermunterte die Gottesdienstbesucher, sich zusammenzuschließen. Alleine etwas bewirken zu wollen führe manchmal zur Demotivation, gemeinsam aber erreiche man viel. Mit den Worten „freut euch und jubelt, euer Lohn im Himmel wird groß sein“ aus der Bergpredigt schloss er die Ansprache.

Die KLB Achental gleicht einer großen Familie. Und so begann die Jahreshauptversammlung mit einem gemeinsamen Essen und guten Gesprächen. Nach einem Lied des Männerchors erinnerte Vorsitzender Konrad Nagele an die vorangegangene Jahreshauptversammlung, in der die Mitglieder die Vorstandschaft bestätigt hatten. Landvolkpfarrer Konrad Kronast gab sein Amt als geistlicher Beirat an Pfarrer Peter Bergmaier weiter.

Bergmesse auf der Rachlalm kam sehr gut an

Zur Tradition wurden auch die „Achentaler Gespräche“. Thematisiert wurde dabei die Ehe in früheren und in heutigen Zeiten. Mit Diakon Johannes Notter konnte ein Kreuzweg angeboten werden, an Christi Himmelfahrt war eine Maiandacht in der Mietenkamer Filialkirche. Über sehr großen Zuspruch durfte sich die KLB bei der Bergmesse auf der Rachlalm freuen. Viele Familien, aber auch Wanderer und Radler folgten dem Aufruf. Umrahmt wurde die Messe vom Rottauer Singkreis und der Rottauer Bläsergruppe.

Das Jahresprogramm beginnt am Mittwoch, 8. März, mit den „Achentaler Gesprächen“. „Der digitale Dauerstress“ wird um 19.30 Uhr im Pfarrheim Grassau von Suchttherapeut Benjamin Grünbichler thematisiert.

Ein bewegtes Landvolkjahr stehe bevor, sagte Kreisvorsitzende Andrea Pfaff, denn zu feiern seien „600 Jahre Bruder Klaus“ (Nikolaus von Flüe). Einigen Veranstaltungen, darunter eine Wallfahrt, seien geplant. Auch Diözesanvorsitzender Johann Mayer ging kurz auf dieses Jubiläum ein und informierte, dass eine Ausstellung über Bruder Klaus auch im Landkreis Traunstein zu sehen sein wird.

Ein weiterer Höhepunkt des harmonischen Abends war die Vorstellung des Politikers und „Ökonoms“ Georg Eisenberger (1863-1945), genannt „Hutzenauer“ aus Ruhpolding. Gustl Lex zeichnete ein sehr präzises Bild. Auf Bairisch stellte Lex diesen bayerischen Politiker dar, der nicht nur Gemeinderat und Bürgermeister, sondern auch Parlamentarier und Reichstagsabgeordneter war. Zudem war der Hutzenauer ein religiöser und aufrechter Mensch, der den Bauernstand als Vorsitzender des bayerischen Bauernbundes vertrat. tb

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