Kassenlage in Übersee ist noch immer entspannt

Insgesamt hat die Gemeinde Übersee in diesem Jahr etwa 605000 Euro weniger zur Verfügung.
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Insgesamt hat die Gemeinde Übersee in diesem Jahr etwa 605000 Euro weniger zur Verfügung.

Deutliche weniger Gewerbesteuer: Noch kann die Gemeinde Ertragsausfälle wegen Corona durch Einsparungen kompensieren oder bestimmte Posten ins kommende Haushaltsjahr verschieben...............................................................................................................................................................

Von Bärbel vom Dorp

Übersee – Noch keinen akuten Handlungsbedarf beim Haushalt wegen der wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise hat Kämmerer Klaus Huber in der jüngsten Sitzung des Überseer Gemeinderates festgestellt. Aktuelle Mindereinnahmen könnten durch Einsparungen bei anderen Positionen des Haushalts ausgeglichen werden.

Einbruch bei Gewerbesteuer und Kurbeitrag

Bereits zum zweiten Mal seit Beginn der Corona-Krise stand der Überseer Haushalt auf dem Prüfstand. Wie schon vor sechs Wochen besteht nach den Worten vom Kämmerer auch jetzt kein Grund zu ernsthaften Sorgen. Zwar gehe man unter anderem von Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer von 700 000 Euro und 65 000 Euro beim Kurbeitrag aus, „aber der Rest hat sich entspannt und sogar ins Positive gedreht“.

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Mehreinnahmen seien bis zum Jahresende beispielsweise sogar bei der Grundsteuer B (10 000 Euro), bei der Zweitwohnungssteuer (30 000 Euro) und beim Fremdenverkehrsbeitrag (50 000 Euro) zu erwarten. Bei der Gewerbesteuerumlage müssen rund 70 000 Euro weniger gezahlt werden. Unterm Strich müsse man laut Huber mit Ertragsausfällen von 605 000 Euro rechnen, die aber duInsgesamtrch Einsparungen und Verschiebungen aufgefangen werden könnten.

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Wegen der Auswirkungen von Corona auf den Haushalt hatte die Fraktion GfÜ eine Budgetplanung für die Jahre bis 2022 beantragt. „Wir sollten einfach wissen, wohin die Reise gehen wird“, begrün-dete Stefan Haneberg (GfÜ) den Antrag. Ebenso wie Hans Schönberger (FBL) erklärte auch Margarete Winnichner (Grüne), dass man überlegen sollte, welche Planungen man streichen oder verschieben könne.

Kein Überblick über die künftige Entwicklung

Bürgermeister Eberhard Bauerdick (GfÜ) und Kämmerer Huber hielten angesichts der Unwägbarkeiten der Corona-Entwicklung genaue Aussagen für die Jahre bis 2022 für unmöglich. „Wir sind zwar immer am Ball, haben zur Zeit aber keinen sicheren Überblick über die kommende wirtschaftliche Entwicklung“, so der Bürgermeister.

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Anton Stefanutti (Grüne) bewertete den GfÜ-Antrag als Gesprächsgrundlage für den Gemeinderat. Nach dem einstimmigen Beschluss des Gremiums soll künftig der Finanzausschuss zusammen mit dem Kämmerer die jeweils aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten von 2020 bis 2022 als Grundlage erarbeiten.

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