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Ehemaliger Bundesverteidigungsminister im Gespräch

Karl Theodor zu Guttenberg spricht in Prien über Misstrauen in der Politik und seine Doktorarbeit

Die heimische CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig mit Karl Theodor zu Guttenberg am Chiemsee.
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Die heimische CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig mit Karl Theodor zu Guttenberg am Chiemsee.

Was macht die Politik aus Menschen? Diese Frage diskutierte der frühere Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) am Donnerstagabend (2. September 2021) in der Halle der Chiemsee Schifffahrt mit der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig (CSU).

Prien – Guttenberg war im Jahr 2011 politisch über Plagiatsvorwürfe seiner Doktorarbeit gestolpert, lebte zehn Jahre in den USA, und ist seit vergangenem Jahr wieder in Deutschland. Was in den vergangenen zehn Jahren passiert ist, darüber sprach Ludwig mit ihm. Heraus kam laut Mitteilung der Rosenheimer Kreisgeschäftsstelle der CSU ein tiefer Einblick.

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Ludwig wird zitiert: „Mich hat die Politik vorsichtig und misstrauisch gemacht.“ Auf der anderen Seite habe sie viel gelernt und erlebt, was mit einer „gewissen Nervigkeit“ erreicht werden könne. Sie habe sich jedoch nicht vorgestellt, dass manches so lange dauere. „Ich habe nach der Politik viel länger als gedacht gebraucht, mich von diesem Misstrauen wieder zu trennen“, sagte laut CSU-Bericht Guttenberg. Nach seinem Rücktritt habe es die zehn Jahre in den USA gedauert, um Distanz zu schaffen. Zu Guttenberg hat seine eigene Firma und engagiert sich laut CSU in Stiftungen für Bedürftige auf aller Welt. „Und ich habe meine Doktorarbeit geschrieben. Das brauchte ich für mich selbst.“

Vorwürfe belasten Ludwig

Politik macht Menschen dünnhäutiger, darin waren sich zu Guttenberg und Ludwig einig. „Shitstorms“ oder eine SMS von Parteichef Markus Söder mit dem Inhalt „Musste das jetzt sein?“ könne sie wegstecken, so die heimische Wahlkreisabgeordnete. Aber der heftige Streit etwa um den Brennernordzulauf belastet sie oft. „Wenn man mir vorwirft, ich würde zu wenig auf meine Heimat achten oder Mord an der Landschaft begehen, dann trifft mich das wirklich. Ich denke mir immer: Ich kämpfe doch so, ich liebe meine Heimat. Da wusste ich oft nicht, wie ich damit umgehen soll.“

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