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Interview

Kampenwand-Schule Prien: „Testverweigerer bei uns kein Thema“

Bestens ausgerüstet in puncto Digitalisierung ist die Kampenwand-Schule Prien: Für jede Klasse des Sonderpädagogischen Zentrums stehen ausreichend Tablets zur Verfügung, freut sich Schulleiter Christoph Ascher.
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Bestens ausgerüstet in puncto Digitalisierung ist die Kampenwand-Schule Prien: Für jede Klasse des Sonderpädagogischen Zentrums stehen ausreichend Tablets zur Verfügung, freut sich Schulleiter Christoph Ascher.
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
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Prien – Seit Schuljahresbeginn gilt auch in der Kampenwand-Schule Prien wieder Präsenzunterricht. Wie die Schule vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie aufgestellt ist, erfuhr die Chiemgau-Zeitung im Interview mit Schulleiter Christoph Ascher.

Welche Corona bedingten Erfahrung nehmen Sie aus den zurückliegenden Monaten mit ins neue Schuljahr?

Christoph Ascher: Wir konnten uns in dieser Zeit sehr gut aufstellen hinsichtlich der Hygiene-Rahmenbedingungen, die uns vorgegeben wurden. Wir haben gegenüber anderen Schulen den Vorteil der kleineren Klassen. So können wir die Abstände zwischen den Schülern leichter wahren.

Wie viele Schüler sind es pro Klasse?

Ascher: Im Schnitt zwölf bis 14 Kinder, das entspricht etwa der Hälfte der Klassenstärke anderer Schulen. Aufgrund unserer Räumlichkeiten haben wir in den Klassenzimmern auch Mobiliar ausräumen können, um für die geforderten Abstände Platz zu gewinnen. So waren wir schnell wieder in Präsenzunterricht gegen Ende des Schuljahres. Auf dieses Konzept bauen wir im neuen Schuljahr auf. Durch die zusätzlichen Testungen – jetzt drei pro Woche – und die gelockerten Außenbedingungen laufen auch die Pausen wieder normal ab…

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…und der Unterricht?

Ascher: Auch die Unterrichtszeiten werden jetzt wieder gemeinsam gestaltet. Wir mussten im vergangenen Jahr gestaffelt unterrichten. Dadurch fielen für die Unterstufenlehrer enorm viele Zusatzstunden an. Was sie den Kindern zuliebe natürlich auch gern gemacht haben.

Wie sieht’s denn im Kollegium in puncto Impfen aus?

Ascher: Offiziell darf ich dazu keine Abfrage bei den Kollegen machen, bekomme es aber unter der Hand mit: Ein Großteil der Lehrer ist geimpft, und durch einen Hinweis meinerseits werden sie wie die Schüler auch drei Mal pro Woche getestet und bestätigen dies mit ihrer Unterschrift.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Eltern gemacht? Gibt es Testverweigerer unter ihnen?

Ascher: Nein, wir haben gute Aufklärungsarbeit gemacht. Ich habe viele Telefonate mit besorgten Eltern geführt und konnte ihnen die Ängste nehmen. Das ist für unser Förderzentrum heuer kein Thema mehr…

…weil Sie bedingt durch das Wesen der Förderschule mehr Nähe zu den Eltern haben? Andere Schulen haben da mehr Probleme…

Ascher: Bei uns läuft alles nur über Beziehungsarbeit mit Eltern und Schülern – deshalb sind wir näher dran.

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Der wiederholte Distanzunterricht hat an anderen Schulen durchaus für Lernrückständen bei einigen Schülern gesorgt. Wie betroffen ist Ihre Schule?

Ascher: Wir sind davon bislang weniger betroffen gewesen, weil wir aufgrund der kleineren Klassenstärken früher wieder im Präsenzunterricht waren. Unser großer Vorteil gegenüber anderen Schulen: Wir sind das einzige Förderzentrum weit und breit, das für alle Klassen Ganztagsschule bietet. Dadurch konnten wir Lernrückstände schnell wieder aufholen…

…mit besonderen Angeboten? Oder mussten die Lehrer mit Extra-Unterricht ran?

Ascher: Wir mussten keine besonderen Angebote machen, weil wir mit unserem externen Kooperationspartner, der Diakonie, eng zusammenarbeiten. Da können wir zusätzliches Personal in Anspruch nehmen zum Beispiel für Schwimmunterricht, Klettern, musische oder künstlerische Angebote. Dadurch werden die Sonderpädagogen und Lehrer zugunsten ihres Förderunterrichts zum Beispiel in Mathematik oder Deutsch entlastet.

Jetzt ein wenig Statistik: Wieviele Schülerinnen und Schüler gehen hier heuer ein und aus?

Ascher: Im Stammhaus haben wir 106 junge Menschen. In unserer Außenstelle in den Schön-Kliniken an der Seestraße unterrichten Sonderpädagogen, Gymnasial- und Realschullehrer 84 Schülerinnen in sechs Klassen. Kernfächer sind Mathe, Deutsch und Fremdsprachen. Wenn die jungen Patientinnen wieder an ihre Stammschule zurückkehren, sind sie in der Lage, dort erfolgreich am Unterricht anzuknüpfen.

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