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Neuer Song „Full Moon“ erschienen

Junger Künstler aus Prien will durchstarten: Musikalisch schweben mit Chris Rappel

Christian Rappel in seiner Wohnung beim Ausprobieren neuer Melodien.
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Christian Rappel in seiner Wohnung beim Ausprobieren neuer Melodien.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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In seiner Schulzeit am Ludwig Thoma Gymnasium in Prien stand er mit seinen Freunden in der Band „Red Indicators“ auf der Bühne. Nach seinem Studium widmet sich Chris Rappel nun seiner Musikkarriere. Sein neuer Song samt Video ist vielleicht nicht das, was man von einem ehemaligen „Indie-Rocker“ erwartet.

Prien – Im Jahr 2016 spielte Chris Rappel mit drei seiner Kumpels vom Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) noch in der Indie-Rock-Band „Red Indicators“ und griff bei den Proben im Priener Pfarrheim schwungvoll in die Gitarrenseiten. Ein Betriebswirtschaftslehre-Studium und sechs Jahre später wohnt der inzwischen 25-Jährige in München und verwirklicht sich musikalisch unter dem Künstlernnamen „Saguru“. Die Töne sind wesentlich ruhiger und beseelter geworden, das aktuelle Lied „Full Moon“ ist seit Kurzem online ausgekoppelt. Die OVB Heimatzeitungen haben sich mit ihm über sein musikalisches Projekt unterhalten.

Solo einen eigenen, neuen Stil gefunden

Die Wege der Jungs der Priener Band trennten sich mit Studienbeginn. „Danach habe ich meinen eigenen Sound gefunden“, erzählt Rappel rückblickend. Sein Stil sei atmosphärisch, schwermütig, melancholisch. Noch etwas sei ihm damals klar geworden: „Ich wusste, dass ich mehr Zeit in die Musik investieren will und dass es das ist, was ich im Leben machen möchte.“

Seine Lieder seien handgemacht und mit elektronischen Soundeffekten unterlegt. Rappel bezeichnet sich selbst als „Singer/Songwriter“. Er spielt Gitarre und singt in englischer Sprache, weil er sie melodiöser findet, wie er sagt. Bei seinen Auftritten unterstützt ihn manchmal ein zweiter Gitarrist. Welcher, das ist verschieden.

Wert eines Künstlers steigt im Internet mit der Zahl der „Klicks“

Seit 13 Jahren schreibt der Musiker Lieder, wie er weiter erzählt. „Ich spiele vor mich hin und dann bildet sich ein Soundkonstrukt“, so Rappel. „Und so kristallisiert sich über Tage und Wochen der Song heraus.“

In seiner Musik verarbeite er seine Gefühle: „Da packe ich rein, was ich erlebt habe.“ Als Solist könne er eins zu eins umsetzen, was er im Kopf habe.

Viele seiner Lieder sind unter seinem Künstlernamen Saguru auf dem Videokanal Youtube zu finden, darunter Live-Versionen von Konzertauftritten in Bad Aibling oder vom Schliersee. Der Name Saguru hat übrigens keinen besonderen Hintergrund, wie Rappl erklärt. Er setzte ihn aus „... he‘s a guru“ zusammen, was in einem Lied seines musikalischen Vorbilds „Nick Cave & the bad seeds“ vorkomme.

Je öfter ein Video angesehen wird, also je mehr „Klicks“ es verzeichnet, umso höher steigt der „Wert“ des Künstlers im Netz, wie Rappel erklärt. Die Zahl der Klicks seien eine Art Kennzahl nach außen. Das gelte genauso bei Internet-Streamingdiensten, zum Beispiel Spotify.

Hoffnung auf Unterstützung von Fans aus der Heimat Prien

„Deshalb würde ich mich sehr aus Unterstützung aus meiner Heimat freuen“, so der 25-Jährige. Hohe Klickzahlen verselbstständigen den Erfolg eines Liedes: „Dann wird man in Playlists vorgeschlagen“, so Rappel. Das wiederum treibt in der Regel die Zugriffszahlen und damit den Bekanntheitsgrad eines Künstlers weiter in die Höhe. „Ich habe schonmal das Glück gehabt, in so eine Playlist gerutscht zu sein“, sagt Rappel. Am meisten habe ihn gefreut, dass vor eineinhalb Jahren eines seiner Lieder bei der Fernsehsendung „Kitchen impossible“ im Hintergrund lief.

Für sein Lied „Full Moon“ drehte er in zwei Tagen zusammen mit einer Firma ein Video. Chris Rappel alias Saguru streift darin nachts durchs Gelände. Er folgt einem hell leuchtenden Kometen am Himmel und findet am Ende den Aufprallort – in Szene gesetzt mit gleißenden Licht- und 3D-Effekten. Die Stimmung ist wie das Lied, ein wenig mysthisch, detailverliebt und mit Kunstgriffen unterstrichen, etwa Zeitlupensequenzen.

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Die Ruderbootszenen entstanden auf dem Hintersee in der Ramsau, der Wohnwagen stand in Grabenstätt und der Ruhpoldinger Märchenwald gab den idealen weiteren Rahmen für den Dreh.

„Das Flair wirkt verlassen, einsam, wie am Rande der Welt“, erklärt Rappel und nennt das Video stolz „spektakulär“. Er sagt: „Ich bin schon gespannt, wie es ankommt.“ Bis Dezember will er im monatlichen Rhythmus weitere Lieder im Internet veröffentlichen. „Für mich ist wichtig, dass die Freude an meiner Musik rüberkommt“, betont er im Gespräch. Er folge seinem Herzen.

Gefühlszustand in die Lieder gelegt

In den Liedern verarbeite er auch seine aktuelle Lebenssituation: „Die Zeit nach der Jugend, Ausziehen von daheim, auf eigenen Beinen stehen und noch nicht ganz angekommen sein, in diesem neuen Leben. Vielleicht ein bisschen auf der Suche.“ Dazu passt der Titel mehrer neuer Stücke, die im Dezember erscheinen: In Limbo – das heißt übersetzt „in der Schwebe sein“ – und genau in diesen Gefühlszustand des Schwebens will er seine Zuhörer mitnehmen.

Das sagt sein Freund und Musikerkollege Chris Pham

Chris Pham spielte zu Schulzeiten einst mit Chris Rappel in der Priener Band „Red Indicators“. Er sagt gegenüber den OVB Heimatzeitungen zu dessen musikalischem Schaffen: „Durch seine einzigartige Stimme und seinen sanften Gesang braucht es nicht mehr, als die Gitarre dazu, um seinen Song voll klingen zu lassen.“ Durch das jahrelange Songwriting habe er seinen eigenen Sound gefunden.

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