Erstmal eine neue Arbeitsgruppe

Junge Leute in Traunstein warten seit zwölf Jahren auf ein neues Jugendzentrum

Blick auf den Skaterplatz für Jugendliche im Gewerbepark „Kaserne“ in Traunstein. Im ungestörten Umfeld könnte hier nach einer aktuellen Machbarkeitsstudie der Stadt ein neues Jugendzentrum in Ständerbauweise entstehen.
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Blick auf den Skaterplatz für Jugendliche im Gewerbepark „Kaserne“ in Traunstein. Im ungestörten Umfeld könnte hier nach einer aktuellen Machbarkeitsstudie der Stadt ein neues Jugendzentrum in Ständerbauweise entstehen.
  • vonAxel Effner
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Wie geht es in Traunstein mit einer attraktiven Einrichtung für Jugendliche weiter? Die von einem Architekturbüro erarbeitete Machbarkeitsstudie sollte klären, ob die Skaterfläche im Gewerbepark „Kaserne“ mit einem aufgeständerten Jugendzentrum überbaut werden könnte.

Traunstein – Einstimmig entschied der Ausschuss für Familie, Bildung und Soziales in seiner jüngsten Sitzung, dass es im Januar ein Arbeitstreffen mit Vertretern des Ausschusses, der Verwaltung und des Jugendbeirats geben soll. Zudem wird eine weitere Studie für das stadteigene frühere Jagdhaus am Sailerkellerberg erarbeitet.

Derzeitige Situation laut OB „nicht zufreidenstellend“

Prinzipiell sei laut der vorgelegten Studie eine Überbauung des Skaterplatzes möglich, informierte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU). Alternativen seien rar, und die derzeitige provisorische Situation im Rathausumfeld mit rund 200 Quadratmetern Fläche sei „nicht zufriedenstellend“. Deshalb habe man eine bauliche Lösung am Skaterplatz untersucht. Die generelle Frage sei: „Wie richten wir die Jugendarbeit aus?“

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Jugendtreff im Kulturzentrum

Jugendreferent Thomas Stadler (Bündnis 90/Grüne) meinte dazu: „Es gibt immer weniger Lokale zum Weggehen; Räume für Bands, Theaterproben oder Partys werden gesucht.“ Familienreferentin Isabell Thaler (CSU) sprach sich für die Einbindung des Jugendbeirats der Stadt aus.

Andrea Maier (CSU) sieht den Skaterplatz zu weit vom Ortszentrum entfernt. Zielführender seien Umbau oder Renovierung des ehemaligen Jagdhauses am Sailerkellerberg. Das Grundstück liege zentral und gehöre der Stadt. Ebenso sieht es Simon Schreiber (CSU).

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Für „mehr Wertschätzung für Jugendliche in der Stadt“ sprach sich Monika Stockinger (SPD/Die Linke) aus, während ihr Fraktionskollege Dennis Holl anregte, dass Ausschussmitglieder in einer Steuerungsgruppe mit Vertretern der Verwaltung, des Jugendbeirats und der Jugendarbeit bis Mai Vorschläge ausarbeiten könnten.

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Mehrheit für neues Jugendzentrum

Georg Osenstätter (Initiative Traunstein) ist auch für die Prüfung anderer möglicher Standorte. Er fragte nach den Kosten einer Machbarkeitsstudie für die Neunutzung des Hauses am Sailerkellerberg. Kämmerer Reinhard Dendorfer sieht diese im „unteren vierstelligen Bereich“.

Ulrike Hoernes (Traunsteiner Liste) sieht Traunstein als Schulstadt in der Pflicht. Schüler in einem „schnell erreichbaren Jugendtreff“ könnten Angebote in der Mittagspause wahrnehmen. Ideal wäre auch eine Bahnhofs-Anbindung.

Seit zwölf Jahren gescheitert an der Raumfrage

Kulturreferentin Ursula Lay (UW) erinnerte an die seit zwölf Jahren laufende Diskussion über ein Jugendzentrum, „die immer an der Raumfrage scheiterte“.

Hümmer hielt den „Wunsch nach einer konzeptionellen Herangehensweise“ mit Prüfung des alten Forsthauses für verständlich und „kostenmäßig überschaubar“. Skeptisch sei er nur bezüglich einer geeigneten Nutzung. Stadler und Schreiber schlugen einen „Grundkonsens und eine möglichst zügige Lösung bis Januar“ vor. Dem stimmte das Gremium zu. eff

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