Jugendförderung des Segelclubs Breitbrunn/Gstadt neu konzipiert

Das Regattafeld der jungen Opti-Segler mit Bootsbegleitung auf dem Chiemsee.
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Das Regattafeld der jungen Opti-Segler mit Bootsbegleitung auf dem Chiemsee.

„Die Corona-Pandemie ist auch am Segelclub Breitbrunn/Gstadt (SCBC) nicht spurlos vorbeigegangen“, berichtet Zweiter Vorsitzender Benjamin Richter.

„Die Corona-Pause wurde allerdings effektiv genutzt, um ein neues Konzept zur künftigen Jugendarbeit zu erarbeiten“, so der engagierte Segler weiter. Im Wesentlichen wurde sie in drei Bereiche aufgeteilt, deren Fäden letztendlich beim Jugendleiter zusammenlaufen und von ihm koordiniert werden. Dem SCBC war das Thema Jugendförderung für den Fortbestand schon immer ein wichtiger Baustein. Damit das so bleibt, habe man sich überlegt, wie anfallende Trainings, Kurse und Regatta-Betreuungen noch effizienter organisiert werden können.

Das Amt des Jugendwarts war seit geraumer Zeit vakant, denn das Aufgabenfeld ist sehr umfangreich und somit alles andere als leicht, es zu besetzen, erklärt Richter. Bis dato wurde es kommissarisch von der Vereinsleitung übernommen. Das größte Anliegen war und ist es, dass die Vereinsarbeit allen Freude macht. „Nur wer Spaß daran hat, ist wirklich gut darin“, resümiert der Zweite Vorsitzende. Aus diesem Grund musste die Jugendarbeit auf mehrere Schultern verteilt sowie klare Strukturen und Zuständigkeiten geschaffen werden.

Mit der neuen Struktur wachsen nicht nur das Team und der Zusammenhalt, sondern es reduzieren sich die Aufgaben für jede einzelne Position, hofft das Vorstandsmitglied. So bleibt das Ehrenamt und die Aufgabe der Jugendförderung weiter attraktiv. Bis vor Kurzem musste der Jugendwart alles alleine organisieren. Als Ansprechpartner für alle Trainer, Eltern, Kinder, Klassenvereinigungen und als Reviervertreter war es eine große Belastung, die für eine einzelne Person über eine Freizeit-Beschäftigung weit hinausging.

Deshalb werde künftig eine klare und abgrenzbare Aufgabenteilung stattfinden, welche die Jugendarbeit in die drei Hauptfelder aufteilt: Ausbildung (Kurse, Scheine und Jugendwochen), Breitensport (Schnuppersegeln und Mittwochs-Trainings) sowie Leistungssport (Trainings- und Regatta-Betreuung). „Jedes dieser Aufgabenfelder wird nun von einer oder mehreren Personen betreut, die dann Ansprechpartner für alle Eltern und Kinder sind, ihr jeweiliges Themengebiet koordinieren und die Trainings planen“, zeigt Richter an Hand eines Schemas auf. Über allen steht der Jugendwart, der diese drei Bereiche koordiniert und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Mit dieser neuen Konzeption konnten wir trotz Corona-Pandemie so richtig durchzustarten“, schwärmt Richter.

Über 100 Kinderwerden betreut

Zusätzlich freut es die Vorstandschaft, dass die Dachverbände – Deutscher (DSV) und Bayerischer Seglerverband (BSV) – sich dafür eingesetzt haben, dass Segeln zu den Individualsportarten zählt. So wurde das Segeln unter den Bedingungen, dass alle Veranstaltungen reine Outdoor-Veranstaltungen sind sowie Abstand halten und Tragen von Masken an Land, schon früh erlaubt. Mittlerweile ist der Club in der Lage, über 100 Kinder und Jugendliche zu betreuen. Für die Trainingsgruppen sollte nach freien Plätzen individuell angefragt werden. wak

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