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Dominik Spiegel spielt Bassgitarre

Jugend Musiziert: Traunsteiner rockt mit den Red Hot Chili Peppers sensationell zum 2. Preis

Dominik Spiegel hat mit seinem E-Bass den zweiten Platz beim Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ erreicht.
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Dominik Spiegel hat mit seinem E-Bass den zweiten Platz beim Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ erreicht.

Jugend Musiziert, da denkt man wohl eher an Bach oder Beethoven als an Muse und die Red Hot Chili Peppers. Nicht so Dominik Spiegel aus Traunstein. Er holte einen sensationellen 2. Platz im Bundeswettbewerb.

Traunstein – Dominik Spiegel aus Traunstein hat den zweiten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erreicht. Diesen sensationellen Erfolg erreichte er mit drei Liedern, die er auf seiner Bassgitarre spielte. Der Schüler lernt bei Alfred Schillmeier an der Musikschule Traunstein und natürlich gratulieren auch die Musikschullehrer Dominik Spiegel herzlich zu diesem Erfolg.

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Der Weg zum Bundeswettbewerb war für den 13-jährige Traunsteiner geprägt von der Corona-Pandemie. Sein Lehrer Alfred Schillmeier brachte Dominik im Herbst vergangenen Jahres auf die Idee, sich mit seinem E-Bass an „Jugend musiziert“ zu beteiligen.

Muse und die Red Hot Chili Peppers

Dominik spielt gerne in einer Band, er tritt gerne vor Publikum auf – allerdings konnte er bedingt durch Corona auf keiner Bühne stehen, keine anderen Teilnehmer treffen, sich keine anderen Wettbewerbsbeiträge anhören. Er erlebte vieles nicht, was diesen Wettbewerb ausmacht.

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Gemeinsam legten Alfred Schillmeier und sein Schüler das Programm fest: Zuerst spielte Dominik die anspruchsvolle Bassline von „Hysteria“ der Band Muse als Solostück, anschließend „Psycho“, ebenfalls von Muse, und schließlich „Dani California“ von den Red Hot Chili Peppers. Bei diesen beiden Stücken wurde er von Marco Berndl, ebenfalls Gitarrenschüler bei Alfred Schillmeier, auf der E-Gitarre begleitet.

Wohnzimmer wird zum Studio

Täglich übte der junge Traunsteiner diese drei Stücke auf seinem E-Bass. Das Wohnzimmer der Familie wurde zum Probenraum und später auch zum Aufnahmestudio. „Die Proben waren sehr anstrengend, haben aber auch Spaß gemacht. Ich musste sehr viel üben.“

Die erste Stufe des Wettbewerbs bildet der Regionalwettbewerb in Traunstein, der aufgrund der Pandemie abgesagt wurde. Alle Teilnehmer landeten automatisch im Landeswettbewerb Bayern und konnten ihre Wettbewerbsbeiträge als Videos einreichen.

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Da die Musikschule geschlossen war und Dominik Spiegel dort nicht gemeinsam mit Marco üben konnte, nahm Marco seine Gitarrenparts zu Hause auf und mailte sie Dominik als Sounddateien.

Die Familie schaffte sich sogar eigens professionelle Technik an, um den Auftritt des Sohnes in guter Qualität aufzeichnen zu können. Das Wohnzimmer verwandelte sich in ein Aufnahmestudio, die beiden Sofas wurden in die eine Ecke geschoben, ein Wohnzimmerregal in die andere Ecke. „Ich war sehr nervös, als wir zum ersten Mal für den Landeswettbewerb aufnehmen wollten. Ich habe mir vorgestellt, dass ich vor Publikum stehe, aber vor mir war nur eine Kamera und mein Vater, der aufgenommen hat.“

Lieber vor Publikum

Dominik spielte seine Stücke dreimal hochkonzentriert ein, jeweils knapp 15 Minuten, und reichte die beste Version ein. „Vor der Kamera zu spielen war für mich ok. Ich kam gut damit zurecht, aber lieber hätte ich vor Publikum gespielt.“ Die Bekanntgabe des Ergebnisses war unspektakulär. Ein paar Tage nach Abgabeschluss wurden die Ergebnisse auf der „Jugend Musiziert“-Webseite veröffentlicht. Dominik Spiegel gewann einen ersten Preis und qualifizierte sich für den Bundeswettbewerb.

Der Wunsch: Burger essen

Hochmotiviert nahm der junge Traunsteiner die Probenarbeit wieder auf. Der Bundeswettbewerb sollte live in Bremen stattfinden, wurde aber schließlich ebenfalls als Videowettbewerb durchgeführt. Das viele Üben hat sich ausgezahlt. Im Rahmen eines Live-Streams erfuhr Dominik das Ergebnis: Die Moderatorin verkündete, dass Dominik einen zweiten Preis gewonnen hat.

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Dominiks Freude über sein tolles Ergebnis war natürlich riesig. Zur Feier wünschte er sich, mit der ganzen Familie richtige Burger essen zu gehen. Jetzt will er sich weiter verbessern. „Beim nächsten ‚Jugend Musiziert‘-Wettbewerb möchte ich auf jeden Fall wieder dabei sein und vor Publikum spielen“, sagt Dominik.

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