Josephine Baker im imaginären Interview

Die Band „LifveChords“ mit Sebastian Ludwig, Michael Lackner, Rayka Emmé, Giuseppe Watzlawick, Nikolaus Stigloher und Friedrich Stimmer (von links) stellte die Lebensgeschichte Josephine Bakers vor. Müller

Grabenstätt –. Der legendären Bühnenkünstlerin Josephine Baker, die eine der aufregendsten Frauen des 20.

Jahrhunderts war, wurde ein Konzertabend in der Theater-Strickerei von der Bad Aiblinger Band „LifveChords“ gewidmet. Band-Frontfrau, Sängerin, Autorin und Erzählerin Rayka Emmé führte im Rahmen des Literaturfestivals „Leseglück“ ein imaginäres Interview mit der 1975 verstorbenen US-amerikanisch-französischen Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin und entlockte ihr viele Geheimnisse aus ihrem vielseitigen und aufregenden Leben.

Zwischen den Erzählungen über ihr Leben sang Emmé Bakers Lieblingslieder und eigens für sie komponierte Stücke, begleitet von ihren Bandkollegen Nikolaus Stigloher am Kontrabass, Sebastian Ludwig an der Gitarre und der Posaune, Giuseppe Watzlawick, an den Percussion-Instrumenten und dem Saxofon und den neuen Bandmitgliedern Michael Lackner, ebenfalls Gitarrist, und Friedrich Stimmer, der Pianist der Band.

Die Multimediashow erlaubte weitere Einblicke ins Leben Bakers, die 1906 in ärmlichen Verhältnissen in St. Louis, Missouri, auf die Welt gekommen war, schon mit sieben Jahren als Haushaltshilfe arbeiten musste und mit 13 mit einem viel älteren Mann verheiratet wurde.

Als 19-jährige, hochtalentierte Frau verließ sie die USA, um der Armut und Rassendiskriminierung zu entfliehen und ihr Glück in Europa zu suchen. Sie wurde zum ersten schwarzen Superstar, bejubelt, aber auch begafft wie ein Tier. Gewöhnlich trug Baker auf der Bühne kaum mehr als Federn, legendär waren ihre Auftritte im Bananenröckchen. mmü

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