Für die Bundestagswahl 2021

Joachim Bernshausen ist der neue Direktkandidat der AfD für Traunstein und Berchtesgaden

Bei der Aufstellungsversammlung traten Hansjörg Müller (links) und Joachim Bernshausen gegeneinander an.
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Bei der Aufstellungsversammlung traten Hansjörg Müller (links) und Joachim Bernshausen gegeneinander an.

Wahlkreis Traunstein und Berchtesgadener Land stimmt ab: Die Aufstellungsversammlung der AfD zur Wahl des Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2021 der Kreisverbände Berchtesgadener Land und Traunstein hat stattgefunden.

Traunstein – Zur Wahl stellten sich der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Müller sowie der Kreisrat und Vorsitzende der AfD im Kreisverband Traunstein, Joachim Bernshausen. Nachdem sich im ersten Wahlgang keiner der beiden Kandidaten durchsetzen konnte, entschied Bernshausen die Stichwahl für sich.

In seiner Vorstellungsrede schilderte Bernshausen „Fehlentwicklungen der parlamentarischen Demokratie“, die durch „ein Regieren von oben nach unten“ gekennzeichnet seien. Wie er sagte, könne man dem Demokratieanspruch nur gerecht werden, „wenn die Willensbildung wieder umgekehrt“ werde und von unten nach oben verlaufen würde. Dies sei nur durch Volksabstimmungen nach Schweizer Modell auf Bundesebene möglich.

Ruf der AfD soll sich bessern

Hierbei übten Bürger eine Kontrollfunktion über das politische Handeln aus. Dies werde von politischen Entscheidungsträgern auch so empfunden, ergänzte er. Diese Forderung sei im Parteiprogramm an oberster Stelle genannt, bisher jedoch „noch nicht intensiv genug in den Vordergrund der Arbeit gerückt“ worden.

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Des Weiteren hob er als Schlüssel für einen Erfolg seiner Partei die Verbesserung ihres Rufs hervor. Hier seien die Mitglieder sowie die Funktions- und Mandatsträger gefordert.

Im Hinblick auf die EU und den Euro stellte er die Maxime „Problemlösung durch mehr Integration“ in Frage. Dies verschärfe bestehende Herausforderungen und füge neue hinzu, argumentierte er. Eine Reform der EU und eine Rückführung des Euro auf die Grundlagen des Maastrichter Vertrages seien notwendig, so Bernshausen weiter.

Hansjörg Müller, der auch stellvertretender Landesvorsitzender ist, ging auf die Herausforderungen im Landesverband ein, die durch die Erkrankung der Landesvorsitzenden Corinna Miazga entstanden seien – sie hatte im November ihre Krebserkrankung bekannt gemacht und sich zurück gezogen. Müller hob die Bedeutung basisdemokratischer Elemente in der Politik hervor und warb für die Vernetzung der Querdenkerbewegung mit der AfD.

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