Jetzt ruft gar die Bühne in San Diego: Eva Norel aus Gstadt nach „The Voice Senior“ Finale

Zur Entspannungnach dem anstrengenden Finale liest Eva Norel aus Gstadt gerne – oder macht Yoga. Schöne

Auch wenn die 67-jährige Gstadterin am Ende nicht den Siegerpokal im Finale der Show „The Voice Senior“ errungen hat: Untätig wird sie nicht. Auftritte in Ising, am Tegernsee und soagr in San Diego stehen an. Außerdem plant sie für nächsten Sommer ein Voice-Ehemaligentreffen mitsamt Coaches.

von Alexandra Schöne

Gstadt – „Langsam komme ich wieder runter“, lacht Eva Norel. „Das war pures Adrenalin, eine völlig andere Liga als ich es sonst gewohnt bin.“ Die 67-Jährige ist seit einiger Zeit wieder in ihrer Heimat in Gstadt. Wie im Traum erscheint ihr im Rückblick ihr Trip nach Berlin zum Finale.

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Anstrengend seien die Tage oben im Norden gewesen. Am Tag vor der Finalshow sei sie 17 Stunden auf den Beinen gewesen, erzählt die Gstadterin. Um 4.30 Uhr sei sie aufgestanden, dann mit dem Shuttle zu einem Hotel in Spandau gefahren, anschließend stundenlanger Dreh im dortigen Wellnessbereich für den Fernseh-Teaser. Danach zum Studio, in die Maske, hinein in das Kleid und ab zur ersten Generalprobe, gleich im Anschluss zum Fotoshooting. Das war Norels Tagesablauf.

„Ich bin vor dem Auftritt tausend Tode gestorben“

Abends sei sie regelrecht ins Hotelzimmer „gefallen“. „Ich habe den ganzen Tag kaum gegessen, mir sind wirklich die Kräfte entschwunden“, meint sie. Und auch vor ihrem Auftritt am nächsten Tag war sie immer noch geplättet, so die 67-Jährige. Dazu hätten auch die Aufregung und Anspannung beigetragen. „Ich bin vor meinem Einsatz tausend Tode gestorben“, erinnert sie sich. „Aber sobald ich das Mikro in der Hand hatte und zu singen anfing, ging es wieder.“

Am nächsten Tag ist Eva Norel mit dem Zug wieder in Richtung Heimat gestartet. „Mein Mann war in Berlin dabei. Wir sind abends in Prien angekommen und dann mit dem Taxi nach Gstadt gefahren. Zuhause habe ich noch schnell Spaghetti Bolognese gemacht, das hatte ich schon vorbereitet und eingefroren. Ich bin dann aber bald ins Bett gefallen an diesem Tag, da war ich doch sehr erschöpft.“

Fast 150 WhatsApp Nachrichten nach Finale bekommen

Voher habe sie aber auch nochmal ins Internet geschaut, denn dort war die Resonanz bezüglich ihres Auftrittes gewaltig. „Die Leute waren überwiegend sehr positiv. Viele haben es gar nicht verstanden, dass ich nicht in die Ententscheidung gekommen bin, das war wirklich lieb. Ich war aber einfach nur glücklich und dankbar, es so weit geschafft zu haben“, betont Norel. In den Tagen nach dem Finale explodierte ihr Handy regelrecht. „Im Zug auf der Heimreise habe ich schon fast 150 WhatsApp-Nachrichten bekommen.“ Bei der Beantwortung der ganzen Nachrichten und der Betreuung ihrer Social-Media-Kanäle habe ihr die Tochter einer Freundin geholfen. Anrufe habe sie aber auch einige erhalten – nicht von engen Freunden und Bekannten. „Die haben nur Nachrichten geschrieben, denn sie wussten, dass ich erst einmal Ruhe und Zeit für mich brauche.“

Zur Entspannung in den Tagen nach dem Finale habe die Sängerin Yoga und tagsüber auch mal ein Nickerchen gemacht. „Ich hatte einiges an Schlaf nachzuholen“, meint Norel.

Mit ihrer Kollegin Monika Smets, die am Ende den Siegerpokal holte, lachte Norel in Drehpausen viel. Norel

Auftritte in Ising, San Diego und am Tegernsee

Viel Pause gönnt sie sich jedoch nicht. An Weihnachten stand sie auf Gut Ising wieder auf der Bühne und an Silvester wird sie am Tegernsee singen. Und auch im Januar sowie im Februar stehen Auftritte in der Region an und sogar einer im kalifornischen San Diego in den USA, wo Norel Kontakte hat. Doch das liegt noch in der Zukunft.

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Im Moment fühle sich die 67-Jährige wohl und versuche, „wieder in die Normalität zurückzukehren“. „Dass war schon alles sehr verrückt, wie eine Zeitreise“, schmunzelt die Gstadterin. Verrückt sei auch, dass sie jetzt sogar öfters auf der Straßer erkannt werde, und das nicht nur bei sich daheim in Gstadt. „Vier Leute haben mich schon am Tegernsee angesprochen und auch beim Einkaufen in einem Prien Supermarkt einige“, berichtet die Gstadterin. Unmittelbar nach dem Finale habe sie sich jedoch ein wenig zurückgezogen, sei nicht viel unter die Leute gegangen und habe einfach die Ruhe genossen.

Voice-Treffen in Prien mit Michael Patrick Kelly

Mit den anderen Teilnehmern der Castingshow ist Norel auch noch häufig in Kontakt, auch mit denen, die die Show schon früh verlassen hatten. Vor allem mit Dennis LeGree sei sie dick befreundet. „Dennis ist so ein unglaublich wertvoller Mensch. Wir haben uns immer gegenseitig ganz ehrliche Komplimente gegeben, waren die besten Freunde oben in Berlin“. schwärmt Norel.

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Nächstes Jahr im Sommer wolle sie eine Open-Air-Party in Prien veranstalten und alle ehemaligen „The Voice Senior“ Teilnehmer sowie die Crew und die Coaches dazuholen. „Ich habe eine Einladung ausgesprochen und einige haben schon zugesagt. Michael Patrick Kelly will auch kommen.“

Sehnsucht nach Urlaub hat Eva Norel nach dem ganzen Trubel trotzdem nicht. „Ich wohne ja eh schon dort, wo andere Urlaub machen. Wir haben die Berge direkt vor der Nase. Hier in Gstadt ist es so schön, da bin ich sehr dankbar, dass ich dort leben darf.“.

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