JUBILARIN TRIFFT SICH IN ETAPPEN MIT ANGEHÖRIGEN

„Jetzt geht’s auf die 200 zu“ – Gertrud Hardt aus Prien feiert ihren 100. Geburtstag

Auf ein Jahrhundert blickt Gertrud Hardt (Mitte) zurück. Ihrer Enkelin (rechts) Silke Pöhlsen und deren Ehemann Christoph Pöhlsen besuchten sie an ihrem Jubeltag.
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Auf ein Jahrhundert blickt Gertrud Hardt (Mitte) zurück. Ihrer Enkelin (rechts) Silke Pöhlsen und deren Ehemann Christoph Pöhlsen besuchten sie an ihrem Jubeltag.

Ihren 100. Geburtstag hat Gertrud Hardt im kleinen Kreis in der Kursana Residenz Prien gefeiert. Sie blickt auf ein ereignisreiches Leben zurück.

Prien – „Jetzt geht’s auf die 200 zu“, sagte Hardt, als sie mit mehreren kleinen Feiern ihren 100. Geburtstag beging. Den Auftakt machte ein Mittagessen mit ihrer Enkelin und deren Ehemann, Silke und Christoph Pöhlsen, aus Frankfurt am Main. Ein paar Stunden später feierte sie mit ihrer Nichte Sibylle Groß-Schill aus Prien und deren Ehemann Dr. Stephan Schill bei Kaffee und Kuchen. Und ein Geburtstagsständchen der Kursana-Mitarbeiter mit Direktor Stephan Lützel durfte nicht fehlen sowie ein Gläschen Sekt am folgenden Tag mit anderen Bewohnern.

Die überwiegende Zeit ihres Lebens verbrachte Hardt in Ludwigshafen am Rhein. Dorthin zog sie mit 15 Jahren, nachdem sie als Gertrud Groß am 18. Januar 1921 in Deidesheim an der Weinstraße zur Welt gekommen war. Der Umzug erfolgte aus beruflichen Gründen ihres Vaters. Er arbeitet als Schlosser. Noch im selben Jahr, 1936, machte sie ihren Volksschulabschluss.

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Sie schloss ein Berufsbildungsjahr als Bürokauffrau ab. Anschließend bekam sie eine Anstellung bei BASF. Einige Jahre später lernte sie ihren Mann, den Bahnbeamten Max Hardt kennen. Beide heirateten, als Gertrud Hardt 25 Jahre alt war, und bekamen im April 1947 Sohn Norbert.

Ab 1955 musste sie ihren Sohn alleine großziehen, denn ihr Mann starb mit nur 35 Jahren an einem Kriegsleiden. Ihrem Arbeitgeber blieb Hardt 40 Jahre treu. Ab 1981 unterstützte sie dann ihren Bruder tatkräftig, da dieser seine Frau verloren hatte und mit drei Kindern als selbständiger Diplom-Kaufmann mit eigenem Büro auf sich gestellt war.

Hardt versorgte auch die Familie ihres Bruders

Hardt zog zu ihrem Bruder und kümmerte sich auch um seine Kinder und den gemeinsamen Haushalt. Dieser wohnte ebenfalls in Ludwigshafen.

Erst mit 90 Jahren zog Hardt in die Kursana Residenz Prien, obwohl sie sich bis dahin noch selbst versorgte und bis heute selbstständig ist. Oft vermisst sie ihre alte Heimat, doch in Prien kann sie in der Nähe ihrer Nichte Sybille sein. Zu ihr und den beiden anderen Kindern ihres Bruders hat sie eine sehr enge Beziehung. Das gilt auch für die Kinder ihrer Nichte, die sie liebevoll „Oma“ nennen.

100-Jährige kegelt gerne

Ihre Fitness und Selbstständigkeit verdankt sie auch ihrer Sportlichkeit. Im Jugendalter spielte sie Hockey in einer Mädchen-Mannschaft, später war sie beim Kegeln aktiv. Ein Hobby, das sie in der Kursana Residenz beim wöchentlichen Kegeln fortführen konnte.

Sobald die Corona-Situation das Kegeln wieder zulässt, will sie wieder mit von der Partie sein. Und bald ihr nächstes Jubiläum feiern: Im April lebt sie 10 Jahre in der Residenz.

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