Jeder fünfte Abiturient am Chiemgau-Gymnasium in Traunstein schnitt mit „Sehr gut“ ab

Die Einser-Abiturienten am ChG (von links): Daniela Huber, Linus Pleyer, Clara Buggisch, und Annalena Rengis. Rechts hinten Schulleiter Klaus Kiesl.
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Die Einser-Abiturienten am ChG (von links): Daniela Huber, Linus Pleyer, Clara Buggisch, und Annalena Rengis. Rechts hinten Schulleiter Klaus Kiesl.

Mit der Überreichung der Zeugnisse durch Schulleiter Klaus Kiesl war es für 131 Schülerinnen und Schüler am Chiemgau-Gymnasium (ChG) amtlich: Sie haben die Abiturprüfung erfolgreich bestanden. Vier von ihnen erreichten die Traumnote 1,0: Clara Buggisch, Daniela Huber, Linus Pleyer und Annalena Rengis.

Von Monika Konnert

Traunstein – Insgesamt war das Abiturergebnis am ChG sehr erfreulich. Etwa zwei Drittel der Abiturienten hatten einen Notenschnitt bis zu 2,5, rund zwanzig Prozent konnten sich über ein „sehr gut“ freuen, eine Note von 1,5 oder besser.

Urkunde und Präsent statt Empfang

Eine Urkunde und ein kleines Präsent von Landrat Siegfried Walch ersetzten in Corona-Zeiten die sonst übliche Einladung Walchs zu einem Empfang.

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Dass die Zeiten anderes sind als sonst, zeigte sich auch in der Ausrichtung dieser Entlassfeier unter Einhaltung strenger Hygieneauflagen. Die Zeugnisübergabe und Verabschiedung fand deshalb in sechs Schichten statt, entsprechend den sechs Klassen. In der Schulaula durften nur jeweils höchstens 23 Schüler, begleitet von ihren Eltern Platz nehmen. Die Schüler hatten sich in einer Umfrage mit großer Mehrheit für eine Feier unter diesen Voraussetzungen entschieden.

„Ein Wechselbad der Gefühle für alle“

„Da es meine letzte Abiturfeier als Schulleiter des Chiemgau-Gymnasiums ist, hätte ich gerne eine Rückblick auf die knapp 20 Jahre gegeben, in denen ich die Verantwortung für diese Schule getragen habe, bedauerte Schulleiter Klaus Kiesl. Eines war ihm wichtig: Die guten Ergebnisse habe man keinem wegen der Corona-Situation geschenkt.

Der Elternbeiratsvorsitzende Sebastian Ring dankte der Schulleitung und den Lehrkräften für ihre Arbeit. „Sowas hat es noch nie gegeben. Vom Lock-down am 13. März bis zur heutigen würdigen Zeugnisübergabe war es ein Wechselbad der Gefühle für alle.“, so Ring. Wenn man diese Situation, die Solidarität und Gemeinschaft erlebt habe, sei man für das Leben gut gerüstet. Auch Oberstufenkoordinator Stefan Ruß sprach von einer „ganz besonderen Abiturprüfung“.

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Eine besondere Note bekamen die sechs Feiern durch die berührenden Worte der Jahrgangstufensprecher sowie der Lehrkräfte, die kurze Einblicke in das lebendige Klassenleben gaben.

Das Thema Corona blieb, wenn auch oft nur unterschwellig, immer präsent. So meinte zum Beispiel eine Sprecherin der Abschlussschüler: „Wir haben gelernt, selbstständiger zu werden, unsere Stimme zu erheben und daran zu wachsen.“

Neben den Einser-Abiturienten wurden weitere Schüler für herausragende Leistungen in bestimmten Bereichen geehrt. Clara Buggisch erhielt den Abiturpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, Adrian Weber den der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Mit dem Bio-Zukunftspreis 2020 wurde Sophia Häuslschmid ausgezeichnet. Der Abiturpreis des Spektrum-Verlages ging an Adrian Weber. Als bester Lateinabiturient erhielt Niklas Herrmanns eine vergoldete Anstecknadel des Deutschen Altphilologenverbandes. Der Abiturpreis in katholischer Religionslehre der Erzdiözese München und Freising ging an Annalena Rengis, mit dem Preis des Vereins für Sozialpolitik wurde Simon Krutzenbichler ausgezeichnet.

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14 Abiturienten ehrten die Schulleitung und der Verein der Freude des Chiemgau-Gymnasiums für ihr besonderes Engagement im Schulleben. Sie waren Schüler- oder Jahrgangstufensprecher, haben im Schulsanitätsdienst mitgemacht oder Absentenhefte geführt. Von ihrer Kreativität, ihrem Engagement und ihrem Durchhaltevermögen habe die ganze Schule profitiert.

Trotz aller Widrigkeiten und Auflagen waren die Abiturienten froh und dankbar für einen würdigen Abschluss. Zusammengefasst hat es eine Jahrgangsprecherin auf den Punkt gebracht „Wir hatten eine verdammt schöne Schulzeit“.

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