Auf dem Irmengard-Hof in Gstadt gibt es viel zu tun, aber die Tiere vermissen die Kinder

Aus einem Baumstammhat Irmengard-Hof-Hausmeister Klaus Pis eine Bank angefertigt und sie vor dem Tiergehege aufgestellt. re

Die Tiere im Streichelgehege des Irmengard-Hofs der Björn-Schulz-Stiftung vermissen die kleinen und großen Gäste. Denn auch das Nachsorge- und Erholungshaus in Gstadt musste wegen der Corona-Krise seine Pforten schließen.

Gstadt – Während sonst Eltern und Geschwisterkinder Spaziergänge mit den Eseln und Ponys am Chiemseeufer genießen, bewegen jetzt die Mitarbeiter die Tiere.

Das Irmengard-Hof-Team nutzt die Schließungszeit, um Gebäude und Außenanlagen auf Vordermann zu bringen. So wurden sämtliche Zimmer gründlichst gesäubert, die Böden frisch geölt, Blumen rund ums Haus gepflanzt und alle Wiesen gemäht. Hausmeister Klaus Pis hat aus einem Baumstamm eine schöne Bank angefertigt und sie vor dem Tiergehege aufgestellt. Künftig können sich hier Eltern im Schatten niederlassen, um ihre Kinder bei der Stallarbeit oder beim Füttern der Tiere zu beobachten.

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„Die Corona-Krise stellt auch für die Björn Schulz Stiftung eine große Herausforderung dar“, betont Irmengard-Hof-Leiterin Marjon Bos. So wurden alle Benefiz-Veranstaltungen zugunsten des Nachsorge- und Erholungshauses für Familien mit schwerst kranken und behinderten Kindern sowie jungen Erwachsenen bis zum Sommerende abgesagt. Schutzmaßnahmen für die begleiteten Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern im Kinderhospiz der Björn-Schulz-Stiftung in Berlin verursachen hohe Kosten. „Neben finanziellen Einbußen werden wir mit zusätzlichen Ausgaben konfrontiert. Allein für Schutzkleidung und Desinfektionsmittel haben wir Mehrkosten von rund 15 000 Euro im Monat“, erklärt Stiftungsvorsitzende Bärbel Mangels-Keil. Sie hofft, den Irmengard-Hof bald wieder öffnen zu können und betont, dass die Stiftung und damit der Irmengard-Hof mehr denn je auf Spenden angewiesen sei. Weitere Infos dazu online unter www.bjoern-schulz-stiftung.de.

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