Irmengard-Fest fällt Corona zum Opfer

Die selige Irmingardwar erste Äbtissin des Klosters Frauenwörth. Thümmler

Fraueninsel – Auch das Fest der seligen Irmengard, der ersten Äbtissin des Klosters der Benediktinerinnen und Patronin des Chiemgaus, fällt dem Coronavirus zum Opfer.

Es hätte im Beisein hoher geistlicher Würdenträger aus Deutschland und Österreich am Sonntag, 12. Juli, stattfinden sollen. Aufgrund der strengen Schutzmaßnahmen, entschloss sich der Konvent des Klosters zur Absage, wie Annemarie Biechl, die Vorsitzende des Freundeskreises des Klosters, mitteilte. Unter Absprache von Vorstand und Beirat habe sich der Freundeskreis ferner entschlossen, die Mitgliederversammlung auf 2021 zu verschieben. Heuer sei sogar die Neuwahl von Vorstand und Beirat fällig gewesen, so Biechl. Ebenfalls musste die im Oktober geplante Kulturfahrt nach Kremsmünster abgesagt werden. „Gott sei Dank ist der Konvent gesund“, zitierte Biechl aus einem Gespräch mit Äbtissin Johanna Mayer. Allerdings lebe er zurzeit in einer sozusagen „Edelquarantäne“ auf der Fraueninsel. Dort auf der leeren Insel zu leben sei für viele angenehm, so die Äbtissin. Allerdings bedeute das auch die Schließung aller wirtschaftlichen Betriebe des Klosters auf unbestimmte Zeit. „Klosterladen, Klosterwirt und Seminarbereiche – alles zu“, erklärte die Äbtissin. Der Freundeskreis will aber auch in der schwierigen Corona-Zeit helfen, erklärte Biechl. So habe Schatzmeister Martin Weichselgartner aus dem Konto des Freundeskreises, das am 31. Dezember vergangenen Jahres 49 697 Euro betragen habe, aufgrund des wirtschaftlichen Engpasses für dieses Jahr 45 000 Euro bereits an das Kloster überwiesen. Der Verein, „Der Freunde der Benediktinerinnen – Abtei Frauenwörth“ mit 900 Mitgliedern unterstützt seit 1994 das Kloster auf seinem Weg in die Zukunft. th

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