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„Es war einfach gewaltig“

5000 Kilometer mit „BabyBenz“ und verrückten Aufgaben: Inzeller gewinnen European 5000 Rallye

Die Freude bei Philip Rieder, Christian Benischke und Josua Hütter (von links) war groß, als sie das Ziel in Brüssel erreichten. Sozusagen der i-Punkt auf die Reise war für sie der Sieg in der Endabrechnung bei der European 5000 Rallye, wodurch sie im nächsten Jahr wieder als Gaststarter bei einer Rallye teilnehmen dürfen. privat
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Die Freude bei Philip Rieder, Christian Benischke und Josua Hütter (von links) war groß, als sie das Ziel in Brüssel erreichten. Sozusagen der i-Punkt auf die Reise war für sie der Sieg in der Endabrechnung bei der European 5000 Rallye, wodurch sie im nächsten Jahr wieder als Gaststarter bei einer Rallye teilnehmen dürfen.
  • VonHelmut Wegscheider
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Am 2. September sind sie in ihr bisher größtes Abenteuer gestartet: Philip Rieder, Josua Hütter und Christian Benischke aus Inzell und Hammer wagen sich auf eine 14-tägige und 5000 Kilometer lange Reise im betagten „BabyBenz“. Sie nehmen mit 200 weiteren Fahrern an der „European 5000 Rallye“ teil und lassen am Ende ihre Konkurrenz hinter sich. Was sie auf ihrem Abenteuer erlebt haben und warum sie unterwegs ein Huhn fangen mussten.

Inzell – „Verdammt stolz und glücklich, aber auch ein wenig erschöpft“ waren die drei jungen Männer aus Inzell und Hammer, Philip Rieder, Josua Hütter und Christian Benischke bei ihrer Rückkehr: Als Teilnehmer der „European 5000 Rallye“ hatten sie in ihrem 30 Jahre alten „BabyBenz“ in 14 Tagen über 5000 Kilometer absolviert. Am 2. September waren sie im Schlossgarten des Salzburger Casinos in ihr bisher größtes Abenteuer gestartet, zusammen mit knapp 200 weiteren Fahrern.

„Es war ein Erlebnisurlaub, im wahrsten Sinne des Wortes. Einfach was Besonderes und ein echtes Abenteuer“, fasst Josua Hütter im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen zusammen. Nur mit analogen Karten bewaffnet und einem fahrbaren Untersatz, der alles andere als einen zuverlässigen Eindruck machte, seien sie auf Tour gegangen. Ein Navi durfte nicht benutzt werden und auch Autobahnen waren bei dieser Reiseroute tabu. „Mit diesen Regeln und einem dicken Roadbook voll mit Aufgaben und Herausforderungen machten wir uns also auf den Weg“, erzählt Hütter.

Motor zickte schon am ersten Pass

Der erste Tag brachte die drei über den Großglockner und Plöckenpass nach Italien. Doch schon am Großglockner fing der Baby-Benz an zu „zicken“. In Kurve zwei von 36 überhitzte der Mercedesmotor das erste Mal und verlangte nach einer langen Abkühlung. Somit gab es schon die erste ungewollte Pause.

Dies wiederholte sich noch zwei weitere Male, sodass sie für diesen Pass schon geschlagene drei Stunden benötigten. Doch genau solche Erlebnisse gehören zu so einer Rallye und machen das ganze erst richtig spannend. „Schrauber“ Christian Benischke wusste sich zu helfen und „mit unorthodoxen Lösungen findet sich immer eine Möglichkeit, das Problem zu beheben“.

Solch „kleine ‚Problemchen“ begleiteten die Abenteuerer noch die folgenden vier Tage, doch umso mehr freuten sie sich über jeden geschafften Pass und die grandiose Aussicht am Ende einer jeden Bergstraße. „Es war einfach gewaltig“, zeigte sich Philip Rieder immer noch begeistert. „Wir haben es so richtig genossen“.

Auch das erreichte Mittelmeer. Entlang der südfranzösischen Küste ging’s dann weiter in Richtung Süden, über die Pyrenäen und Andorra gelangten sie nach Spanien und dort an der Küste entlang dann nach Tarragona. Hütter: „Dort konnten wir dank der sehr netten Feuerwehrmänner die Aufgabe mit dem Hubschrauberfoto abhaken und gleich neue Kontakte zu den Einheimischen knüpfen.“

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Landeinwärts durchquerte das Trio dann die Bardenas Reales, die kleine Wüste Spaniens. Sie erkundeten beeindruckende Tafelberge und staubige Schotterpisten – trotz der 40 Grad im Schatten. Abends erreichten sie den Atlantik.

Eine der vielen Aufgaben bei der European 5000 Rallye war, die Reifen abzumontieren und das Auto auf Betonklötze zu stellen.

Während der 5000 Kilometer hatte jedes Team vorgegebene Aufgaben zu absolvieren. Als besonders zeitaufwendig stellte sich das Fangen eines Huhnes heraus, das anschließend auf dem Fahrersitz fotografiert werden musste. „Die Henne war echt schnell und es dauerte schon eine Zeitlang, bis wir sie erwischt haben“, erinnert sich Christian Benischke. Eine der weiteren Aufgaben war zum Beispiel, die Autoreifen zu demontieren und das Fahrzeug auf Betonklötze zu stellen. Doch all dies meisterten die „Drei Musketiere“ mit Bravour. Um die Stimmung unter den Teams zu verbessern, gab es am 3., 5., 11. und 14. Tag jeweils eine vom Veranstalter organisierte Party.

Durch die Bretagne und die Normandie

Durch die Bretagne und die Normandie ging es dann zügig Richtung Ziel im Süden Belgiens. Auch die kulinarischen Besonderheiten wurden natürlich sehr gründlich getestet und jeden Tag mindestens einmal in einem französischen Restaurant Halt gemacht.

Sie wussten immer, was die Uhr geschlagen hat, so wie hier in Andorra (von links): Philip Rieder, Josua Hütter und Christian Benischke.

Der letzte Tag führte dann über die Grenze Frankreichs nach Belgien und direkt ins Ziel, aber nicht ohne zuvor echte belgische Pommes zu genießen.

Am Ende der Reise fand in Brüssel die Siegerehrung statt – mit den drei Chiemgauer Buam als Gewinner. Sie hatten mit Abstand die meisten Punkte gesammelt und sich am besten an die Regeln gehalten. Der Lohn dafür war die Einladung zu einer neuen Abenteuerfahrt im nächsten Jahr.

Die Freude darüber war natürlich groß und so plant das Trio eine Rundreise durch England, Schottland und Wales.

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