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AUS DEM GEMEINDERAT INZELL

Inzell: Werbebanner soll Kunstwerk von Ernst Rappel überdecken

Das Kunstwerk von Inzells Maler und Bildhauer Ernst Rappl soll durch ein beleuchtetes vier mal vier Meter großes Werbebanner abgedeckt werden.
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Das Kunstwerk von Inzells Maler und Bildhauer Ernst Rappl soll durch ein beleuchtetes vier mal vier Meter großes Werbebanner abgedeckt werden.
  • vonHelmut Wegscheider
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Der Gemeinderat Inzell diskutierte in seiner jüngsten Sitzung über ein kontroverses Werbebanner, das über einem Kunstwerk von Ernst Rappel aufgespannt werden soll. Das Gremium war geteilter Meinung, genehmigte jedoch das Vorhaben schließlich mit 13:4 Stimmen.

Inzell – Nach kontroverser Diskussion stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit 13:4 für ein Werbebanner in der Adlgaßer Straße 14, das ein Kunstwerk von Bildhauer Ernst Rappel überdecken wird.

Das Banner besteht aus einem Aluminiumrahmen, in den eine reißfeste Kunststofffolie eingespannt wird. Der Antragsteller plant die Errichtung des beleuchteten Werbebanners unter dem Vordach der Westfassade mit einer Größe von vier mal vier Metern. Die Beleuchtung soll oben indirekt erfolgen, um eine Blendwirkung der Nachbarschaft und des Straßenverkehrs auszuschließen. Durch die Spannwirkung im Rahmen seien Geräusche auch bei Starkwind ausgeschlossen.

Das Werbebanner ist im Mischgebiet zulässig

Aus planungsrechtlicher Sicht stellt sich die Situation so dar, dass gemäß Flächennutzungsplan das Gebiet als Mischgebiet ausgewiesen ist. Der bestehende Gewerbebetrieb ist zulässig, und somit auch das entsprechende Werbebanner, das auf den Betrieb hinweist. Als Auflage der Gemeinde ist zu beachten, dass die Beleuchtung des Fassadenbanners zwischen 22 Uhr und 6 Uhr ausgeschaltet werden muss.

Der Antrag wurde bereits in der April-Sitzung behandelt, dann aber zurückgestellt, da Bürgermeister Hans Egger (Bürger für Inzell) erneut mit dem Antragsteller und der Eigentümerin sprechen wollte. Der Antragsteller habe allerdings mitgeteilt, an dem Vorhaben festzuhalten und das Werbebanner aufzuspannen.

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Hans Pauli (Bürger für Inzell) berichtete von einem Gespräch mit seiner Ehefrau, die es befürwortet, dass sich der Gemeinderat so einsetze. Im nächsten Jahr jähre sich schließlich der 100. Geburtstag Rappels. Annette Schneider (CSU) vertrat die Meinung, dass es wichtig sei, dass das Kunstwerk nicht zerstört werde. „Es ist in gewisser Hinsicht auch ein Schutz, wenn das Werbebanner darüber gespannt wird.“

Inzells Heimatpfleger Willi Preinfalk sah die Abdeckung des Kunstwerks keineswegs als glückliche Lösung. Er plädierte für eine andere Möglichkeit: „Wenn schon so ein bekannter Maler und Bildhauer lange Jahre in Inzell lebte, sollte man sein Vermächtnis auch pflegen“. (re)

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