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AUS DEM GEMEINDERAT

Inzell: Wanderparkplätze in Adlgaß und in der Schmelz kosten künftig Gebühren

Die Parkplätze in Adlgaß wurden aufgekiest und neu hergerichtet. Nun steht einer Gebührenerhebung nichts mehr entgegen, das legte der Gemeinderat fest.
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Die Parkplätze in Adlgaß wurden aufgekiest und neu hergerichtet. Nun steht einer Gebührenerhebung nichts mehr entgegen, das legte der Gemeinderat fest.

Der Andrang am Muttertag gab vielerorts einen Vorgeschmack auf den Sommer. Um der schwierigen Lage an den Wanderparkplätzen Herr zu werden, hat der Gemeinderat Inzell nun Gebühren beschlossen.

Inzell – Die Parkplätze in Adlgaß und in der Schmelz sollen künftig nicht mehr kostenlos bereitgestellt werden. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung mit 11:6 Stimmen die von der Verwaltung vorgeschlagenen Parkgebühren.

Mit 11:6 Stimmen lehnte das Gremium zwei Kennzeichen pro Nutzer ab und befürwortete mit 10:7 den Betrag von 20 Euro für die Jahreskarte. Mit 14:3 Stimmen sprachen sich die Gemeinderäte gegen eine Befreiung der Gebühren von 18 bis 6 Uhr aus.

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Der Gemeinderat hatte Anfang März festgelegt, dass ein Parkplatzbewirtschaftungskonzept erstellt werden soll. Hauptgrund für die Einführung der Gebührenpflicht sind die hohen Kosten für die Bereitstellung und Pflege der Parkplätze.

Nach längerer Diskussion legt Gemeinderat Gebührenhöhe fest

Diese müssen aufgekiest und unterhalten werden. Dazu muss anfallender Müll beseitigt und der Winterdienst durchgeführt werden. Der Aufwand wird durch den zunehmenden Wanderboom immer mehr. Mit Vertretern verschiedener Firmen wurden die Parkplätze besichtigt und Gebührenvorschläge aufgrund deren Erfahrungen erarbeitet. Nun entschied sich der Gemeinderat nach längerer Diskussion über die Höhe der Gebühren und erließ anschließend die Verordnung.

Die Verwaltung schlug eine Gebühr von drei Euro bis drei Stunden Parkdauer vor, ab sechs Stunden sechs Euro und eine Mehrtageskarte für sechs Euro je Tag. Angeboten werden auch Parkscheine pro Kalenderjahr zu einer Gebühr von 20 Euro. Das Kfz-Zeichen wird hierbei auf der Jahreskarte vermerkt.

Kostenloser Ortsverkehr soll attraktiv bleiben

Die Inhaber von Kurkarten beziehungsweise Chiemgau Karte sollen keine Ermäßigung erhalten. Gerade dieser Zielgruppe wird vorgeschlagen, mit dem kostenlosen Ortsverkehr die Ausgangspunkte besuchen.

Bevor es zu einem Beschluss kam, wurden mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen. Annette Schneider (CSU) schlug als Alternative vier, sieben und 15 Euro Parkgebühr vor. Auch in Bezug auf den Winter, wenn zum Beispiel Parkmöglichkeiten für die Loipennutzung erhoben werden sollen. Einheimische sollten nach ihrer Meinung nicht zu sehr zur Kasse gebeten werden.

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Michael Kötzinger (SPD) und der Dritte Bürgermeister Richard Hütter sahen den Vorschlag der Verwaltung als ausgewogene Gebührenstruktur. Hütter wies zudem vehement darauf hin, den kostenlosen Ortsverkehr zu nutzen.

Gebühren in den Randzeiten

Christoph Treiner (Junge Liste Inzell) fragte, ob in der Nacht nichts bezahlt werden müsse. Bürgermeister Hans Egger (Bürger für Inzell) war der Ansicht, dass auch jedes Auto, das am Abend abgestellt wird, eine bestimmte Summe zahlen solle.

Hütter sah ebenfalls keinen Grund für eine solche Befreiung: „Gerade aus Umweltschutzgründen und aus Sicht des Tierschutzes soll es keine Lockerungen geben. Auch die Abendparker nehmen die Parkplätze in Anspruch und nutzen alles, was angeboten wird.“

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Treiner wies noch darauf hin, den Gastronomiebetrieb in der Schmelz und Adlgaß nicht einzuschränken.

Die unterschiedlichen Meinungen spiegelten sich in den Abstimmungen wider.

Kontrolliert werden die Parkplätze durch den Gästekontrolleur der Gemeinde Inzell. Bürgermeister Egger wird nun zeitnah eine Nutzungsvereinbarung mit dem Eigentümer der Flächen, die Bayerischen Staatsforsten, schließen.

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