Inzell senkt Schulden um 600000 Euro

Die Gemeinde Inzell konnte die Pro-Kopf-Verschuldung im vergangenen Jahr erheblich senken auf rund 750 Euro pro Einwohner.
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Die Gemeinde Inzell konnte die Pro-Kopf-Verschuldung im vergangenen Jahr erheblich senken auf rund 750 Euro pro Einwohner.

Der Gemeinderat Inzell billigte jüngst einstimmig das Ergebnis der Jahresrechnung 2019. Die Verschuldung pro Kopf liegt immer noch bei 750 Euro. Warum Bürgermeister Egger dennoch davon spricht, dass die Gemeinde gut gewirtschaftet habe.

Von Helmuth Wegscheider

Inzell – Zwar hat Inzell immer noch 3 634 036 Euro Schulden. Dennoch blickte der Gemeinderat durchaus positiv auf die Jahresrechnung 2019 und billigte das Ergebnis. Denn der Schuldenstand konnte im letzten Jahr um fast 600 000 Euro gesenkt werden.

Der Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) mit seinem neuen Vorsitzendem Sepp Rieder (SPD) und den Mitgliedern Petra Maier, Robert Hochreiter (beide CSU), Michael Kötzinger (SPD), Rainer Tobsch (Bürger für Inzell) und Maximilian Bacher (Junge Liste) hat dem Gemeinderat empfohlen, die Jahresrechnung 2019 festzustellen und zu billigen.

Neuer Vorsitzender Sepp Rieder im Prüfungsausschuss

Nach der Gemeindeordnung hat der Gemeinderat bei Vorliegen des Ergebnisses nicht nur die Jahresrechnung festzustellen und eine Niederschrift zu erstellen, sondern gleichzeitig auch die Entlastung vorzunehmen. Für Fragen standen dem RPA Kämmerin Maria Hardt und Bauamtsleiter Sepp Eder zur Verfügung, die online zugeschaltet waren.

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Sepp Rieder berichtete über die Ergebnisse. Die Feststellung der Jahresrechnung ergab im Verwaltungshaushalt Einnahmen in Höhe von 16 481 272 Euro. Beim Vermögenshaushalt belaufen sich diese auf 4 174 462 Euro.

Verwaltungshaushalt über Plan

Für den Verwaltungshaushalt waren Mehreinnahmen bei den Steuern, den Beiträgen und den Benutzungsgebühren zu verzeichnen, sowie Minderausgaben beim sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand, bei den Personalausgaben und bei der Umsatzsteuer. Das Ergebnis lag um 2,4 Prozent (398 740 Euro) über dem Haushaltsplan.

Beim Vermögenshaushalt, der um 10,86 Prozent unter dem Haushaltsplan lag (minus 508 232 Euro), stammen die Mindereinnahmen aus den Erschließungsbeiträgen und den Fördermitteln (Schulsanierung, Breitband und Spielplatz Schmelz) sowie den Minderausgaben beim Hoch- und Tiefbau.

Schulsanierung und Max Aicher Arena

Die Ausgaben lagen im Wesentlichen bei der Sanierung der Schule, der Neugründung einer Krippe, der Max Aicher Arena und der Gaststätte an der Max Aicher Arena wegen des Betreiberwechsels.

Hinzu kamen noch die Planung für den Badepark (Generalsanierung), die Gemeindestraßen, Grundvermögen, die Kosten für die Wasserversorgung und der Breitbandausbau.

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Sepp Rieder zollte Kämmerin Maria Hardt ein großes Lob: „Gerade heuer war es wegen Corona schwierig, online alles zu behandeln. Zudem sind viele Gemeinderäte neu in diesem Gremium und mussten erst eingearbeitet werden“.

Hans Egger zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Grundsätzlich haben wir wieder gut gewirtschaftet und konnten die Schulden der Gemeinde wieder verringern.“

Egger: „Wir haben wieder gut gewirtschaftet“

Durch die Entlastung wurde zum Ausdruck gebracht, dass der Gemeinderat mit der Abwicklung der Finanzwirtschaft für 2019 einverstanden ist, dass er die Ergebnisse billigt und auf haushaltsrechtliche Einwendungen verzichtet. Für die Jahresrechnung des Jahres 2018 erteilten die Mitglieder des Gemeinderats nach den Bestimmungen einstimmig die Entlastung.

Robert Hochreiter (CSU) zollte Kämmerin Maria Hardt und Sepp Rieder als neuen Prüfungsausschussvorsitzenden großes Lob. „Du hast ein schweres Erbe von Rudi Heitauer übernommen, aber sehr gute Arbeit geleistet. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde war ausgezeichnet“.

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