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Nach Kopf-an-Kopf-Rennen

Das sagt Übersees neuer Bürgermeister Herbert Strauch (FBL) zum Wahlergebnis

Coronabedingt gab es keine Wahlparty, aber ein Foto vor dem Rathaus.
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Coronabedingt gab es keine Wahlparty, aber ein Foto vor dem Rathaus.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Mit 51,55 Prozent gewann der amtierende Dritte Bürgermeister Herbert Strauch (Freie Bürgerliste) am Sonntag die Bürgermeisterwahl in Übersee. Von einem so knappen Ergebnis war auch der 39-jährigen selbst überrascht.

Übersee – Dass das Ergebnis am Ende so knapp ausfiel, überraschte viele, auch den 39-jährigen Gewinner selbst, wie er gegenüber der Chiemgau-Zeitung sagte: „Ich bin überglücklich und froh, dass es jetzt vorbei ist, ich hätte nicht damit gerechnet, dass es so knapp wird“, ließ er seine vorherige Anspannung durchblicken.

Strauch will gleich am nächsten Tag um 8 Uhr im Rathaus stehen und tritt damit die Nachfolge von Eberhard Bauerdick (Gemeinsam für Übersee) an. Der hatte nach einem halben Jahr Amtszeit völlig überraschend zum 31. Januar sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Die Gemeinderatssitzung mit der Vereidigung des neuen Bürgermeisters ist auf Donnerstag, 22. April 2021, verschoben.

Achtungserfolg für die CSU-Kandidatin Brigitte Stahl

CSU-Kandidatin und Politikneuling Brigitte Stahl (56), die erst vor zehn Jahren nach Übersee gezogen und bisher nicht gesellschaftlich in Erscheinung getreten war, errang gestern mit ihren 48,45 Prozent einen Achtungserfolg. Altbürgermeister Marc Nitschke (CSU) kommentierte: „Ich platze vor Stolz, das ist ein super Ergebnis.“ Manch einer im Ort habe sie unterschätzt.

„Für einen Kaltstart ein gutes Ergebnis“

Stahl selbst musste sichtlich ihre Enttäuschung verdauen, sie äußerte sich gleich nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses mit gedämpften Worten: „Ich wäre gerne Bürgermeisterin geworden, aber für einen Kaltstart und einen Underdog ist es relativ gut gewesen.“ Sie wolle sich künftig in Übersee mehr einbringen.

Die Wahlbeteiligung lag bei 69,98 Prozent, coronabedingt konnten die Wähler ihre Stimmen nur per Briefwahl abgeben. Von den 4237 Wahlberechtigten machten 2965 Überseer von ihrem Wahlrecht Gebrauch, davon waren 133 Stimmen (4,49 Prozent) ungültig.

Aufregende drei Viertel Stunde mit denkbar knappen Zwischenergebnissen

Das Wahllokal im Rathaus schloss um 18 Uhr, bis dahin mussten alle Briefwahlunterlagen abgegeben sein. Beide Bürgermeisterkandidaten dürften die drei Viertel Stunde von der ersten Schnellmeldung gegen 18.30 Uhr bis zur endgültigen Auszählung wie einen Krimi erlebt haben. Von Beginn war es ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Balken im Diagramm auf der Internetseite der Gemeinde zeigte bei der ersten Schnellmeldung Strauch mit 50,96 Prozent hauchdünn vorne. Mit dem zweiten ausgezählten Bezirk baute er seinen Vorsprung auf 52,58 Prozent aus. Nach vier Bezirken hatte Stahl ein wenig Boden gut machte und lag bei 48,88 Prozent.

In einem Wahlbezirk hatte Stahl die Nase vorne

Die Auszählung des fünften und letzten Bezirks ließ am Ende auf sich warten, für die beiden Kandidaten vermutlich eine gefühlte Ewigkeit. Im Briefwahlbezirk 15 hatte Stahl sogar 54,50 Prozent der Wähler auf sich verbuchen können. Strauch holte alle anderen Bezirke und die meisten Stimmen im Briefwahlbezirk 12 mit 54,15 Prozent. Am Wahlabend konnte das Rathaus keine Auskunft über die Zusammensetzung der Wahlbezirke geben.

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