DIENST AM NÄCHSTEN

Indische Schwestern in Prien erneuerten ihr Gelübde

Die Missionsfranziskanerinnen vom Heiligen Aloysius Gonzaga aus Indien sind seit 250 Jahren nach dem Vorbild des heiligen Franz von Assisi bei den Armen und Kranken tätig. In Prien sind elf Schwestern des Ordens, davon sechs im Caritas-Altenheim St. Josef und fünf in der Romed-Klinik am See.

Prien Zum dritten Mal erneuerten sie an Mariä Lichtmess ihr Gelübde an ihrem jetzigen Wirkungsort. Beim Gottesdienst in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ dankte Pfarrer Klaus Hofstetter den Schwestern für ihren Dienst am Menschen und für ihr Zeugnis zu Gott.

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„Möget Ihr spüren, dass Jesus immer ganz nah ist, denn Jesus ist uns aller Bruder, er ist lichtvoll, auch wenn es manchmal scheint, dass er weit weg ist“, so der Geistliche. Gemeinschaftlich sprachen die Schwestern die Gelübde-Erneuerung.

Sie erinnerten daran, dass sie in ihrer indischen Heimat das Versprechen gaben, ihr Leben Gott zu weihen sowie Armut, Keuschheit und Gehorsam weiterhin gelten zu lassen. Nur Schwester Anna, die einen Dienst zu verrichten hatte, war bei der Messe nicht zugegen. „Im Vorjahr trafen wir uns nach der Gelübde-Erneuerung zu einem indischen Essen im Altenheim. Das war ein schönes Erlebnis, das es heuer leider nicht gibt“, sagte Pfarrer Hofstetter.

Rund 1000 Ordensschwestern aus Indien in Bayern

Die indischen Schwestern haben vor gut 35 Jahren in Prien ihre zweite Heimat gefunden; 2016 feierten sie ihre damals 30-jährige Tätigkeit am Chiemsee. Von Anfang an verrichteten sie ihren stillen Dienst im Caritas Altenheim St. Josef in Prien-Trautersdorf, seit rund 17 Jahren auch in der RoMed Klinik in Prien.

Fritz Seipel sorgte ursprünglich für erste Kontakte zu den Indischen Schwestern. Der Caritasverband in Bayern hatte diese seinerzeit an den Chiemsee holen können.

Als langjähriger Wegbegleiter und Mentor der Missionsschwestern gilt der verstorbene Priener Altbürgermeister und ehemaliger stellvertretender Landrat Lorenz Kollmannsberger. Er stand den Schwestern immer zur Seite.

Es gibt rund 1000 Missionsfranziskanerinnen vom heiligen Aloysius von Gonzaga. Im Freistaat haben sie ihren Hauptkonvent in München, dort ist noch etwa ein Dutzend von ihnen, häufig ausgebildete Krankenschwestern, tätig. Ihr Mutterhaus befindet sich im indischen Pondy Cherry

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