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Nach Aus für beliebten Spielplatz

In Nullkommanix zur neuen Spielwiese in Rimsting

Auf einem Teil dieses freien Grundstücks am Dahlienweg in Rimsting soll bald der neue Spielplatz entstehen, der denjenigen am Gartenweg ersetzt. Dessen Verlust treffe viele Kinder und Familien hart, so die Grünen-Gemeinderäte, die den Antrag für die Spielfläche am Dahlienweg einreichten.
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Auf einem Teil dieses freien Grundstücks am Dahlienweg in Rimsting soll bald der neue Spielplatz entstehen, der denjenigen am Gartenweg ersetzt. Dessen Verlust treffe viele Kinder und Familien hart, so die Grünen-Gemeinderäte, die den Antrag für die Spielfläche am Dahlienweg einreichten.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
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Die Rimstinger Grünen haben im Gemeinderat für eine kleine Überraschung gesorgt: Innerhalb kurzer Zeit gelang es ihnen, einen Grundstückseigentümer davon zu überzeugen, dass seine Wiese zum neuen Spielplatz wird.

Rimsting – „Wie habt Ihr denn das geschafft?“ war die verblüffte Frage an die beiden Grünen-Gemeinderätinnen Nina Weinland und Monika Walter aus den Reihen des Rimstinger Gremiums. Die beiden haben in kurzer Zeit eine Alternative zum Spielplatz am Gartenweg gefunden, der wegen anstehender Bebauung weichen muss: Gar nicht weit weg davon, auf einer freien Fläche am Dahlienweg, könnten schon im späteren Frühjahr wieder Kinder an den Spielgeräten herumturnen.

Keine zehn Jahre, aber „längere Zeit“

Wie sie es hinbekommen haben, dass der Grundstückseigentümer rasch einverstanden war und auch sonst keine Einwände seitens der Anwohner gegen das Spielplatz-Projekt sprechen, darauf antworten Weinland und Walter nur mit einem Lächeln. Jedenfalls habe Weinland alle Nachbarn persönlich angesprochen und Zustimmung geerntet.

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Die Grünen hatten in der jüngsten Gemeinderatssitzung nun einen Antrag auf Errichtung des Spielplatzes am Dahlienweg beantragt, zugleich eine Machbarkeitsstudie für einen „Ort der Begegnung“ in der Gemeinde. Im Antrag war es den Grünen wichtig, dass die Gemeinde für den neuen Spielplatz auch die Geräte vom Gartenweg weiter nutzt und diese entsprechend prüfen lässt.

Verlust für viele Kinder

Für neue Geräte soll sie die Förderung durch das europäische LEADER-Programm in Anspruch nehmen, so die Grünen. Auf dem neuen Spielplatzareal soll die Gemeinde nach Vorstellung der Grünen auch unter Beteiligung der Fachgremien – wie Senioren- und Behindertenbeauftragte – die Machbarkeit eines „Orts der Begegnung“ für Jung und Alt prüfen.

Als Begründung schrieben sie in ihrem Antrag, der Wegfall des Gartenweg-Spielplatzes sei für viele Kinder und deren Eltern „ein großer Verlust“. Viele Familien hätten den Platz genutzt, weil sie selbst keine Spielflächen zu Hause hätten. Laut den Grünen stünde das Grundstück auf längere Sicht und außerdem kostenfrei zur Verfügung. Der Eigentümer wolle nicht genannt werden und wünsche keinerlei Aufmerksamkeit.

Gemeinde stellt Mittel bereit

Bürgermeister Andreas Fenzl (CSU) sprach von einer „idealen Lage“ ohne Verkehr. Es sei ein „Glücksfall“, innerhalb eines Monats einen Spielplatz zu verlieren und ganz in der Nähe einen neuen zu bekommen.

Raimund Feichtner (UWG) wollte wissen, wie lange tatsächlich die Fläche genutzt werden könne.

Andreas Fenzl hatte im Vorfeld schon in Erfahrung gebracht, dass „es wohl keine zehn Jahre“ werden würden. Aber jeder wisse, was so ein Grundstück wert sei, da sei eine fixe Zusage für lange Zeit nicht erwartbar, „aber ein paar Jahre wird es schon gehen.“ Fenzl sagte, die Gemeinde sei bereit, Mittel zur Verfügung zu stellen. Bald könne man zumindest schon einen Zaun und erste Spielgeräte auf die Fläche schaffen.

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Stephan Walter (Grüne), der von sich sagte, bei den Verhandlungen seinen Fraktionskolleginnen den Vortritt gelassen zu haben, erinnerte daran, dass es noch Stiftungsgelder gebe die nicht verbraucht worden seien.

Das nächste Mal nicht-öffentlich

So positiv die Verwaltung auf den Spielplatz reagierte, den „Ort der Begegnung“ wird es wohl so schnell nicht geben. „LEADER braucht einen Mindestpachtvertrag für zwölf Jahre, das wird wahrscheinlich nicht möglich“, so Fenzl. Die Grünen stimmten zu, den Antrag so zu modifizieren, dass er sich nur um die Entstehung des Spielplatzes dreht.

Stefan Julinek (CSU) schlug außerdem vor, die weiteren Details nichtöffentlich zu behandeln.

Brigitte Feichtner (UWG) wünschte sich ebenso das nächste Mal zuerst nichtöffentlich Informationen, „bevor öffentlich über einen Antrag entschieden wird“.

Für die zeitnahe Errichtung eines Spielplatzes am Dahlienweg entschloss sich der Gemeinderat einstimmig.

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