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Literaturfest in Traunstein

In Kulturforum Klosterkirche Traunstein: Das Glück des Lesens erfahren

Traunsteins Zweite Bürgermeisterin, Burgi Mörtl-Körner bei der Eröffnung des Literaturfests Leseglück in der Städtischen Galerie in Traunstein. Daneben Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Stellvertretender Landrat Andreas Danzer.
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Traunsteins Zweite Bürgermeisterin, Burgi Mörtl-Körner bei der Eröffnung des Literaturfests Leseglück in der Städtischen Galerie in Traunstein. Daneben Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Stellvertretender Landrat Andreas Danzer.
  • VonChristiane Giesen
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Literaturfestival „Leseglück“ von Stadt, Landkreis und Bezirk offiziell eröffnet

Traunstein – „Wer nicht liest, wird mit 70 nur sein eigenes Leben gelebt haben“, zitierte Bezirkstagspräsident Josef Mederer den Autor Umberto Eco (unter anderem „Im Namen der Rose“). Wer aber lese, könne in unendlich viele andere Welten eintauchen, sich einfühlen und das Glück des Lesens erfahren.

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste, die sich trotz anhaltenden Schneefalls nach Traunstein durchgekämpft hatten, eröffnete der Bezirkstagspräsident damit offiziell das Literaturfest „Leseglück“ 2023 in der Städtischen Galerie Traunstein im Kulturforum Klosterkirche.

Er freute sich, dass trotz der schwierigen Corona-Jahre das Literaturfest zum vierten Mal nacheinander in vier Landkreisen durchgeführt werden kann und würdigte „die immense, oft auch ehrenamtliche Arbeit vieler Veranstalter und Organisatoren“.

Jedes Jahr neue Veranstaltungsorte

Die Initiative für das Literaturfest sei ursprünglich vom k1, dem Kultur- und Veranstaltungszentrum der Stadt Traunreut, und von Kloster Seeon ausgegangen. Er selbst habe dann beide zusammengeführt, sodass sich im Laufe der Zeit das umfangreiche Literaturfest in seiner jetzigen Form entwickelt habe. In jedem Jahr kamen wieder neue Veranstaltungsorte hinzu, so wie heuer das Chiemgau-Gymnasium in Traunstein, oder das Park-Kino Bad Reichenhall. Das Motto „Neues wagen und Grenzen überwinden“ sei in jeder Hinsicht ein gutes Motto, denn es diene der Annäherung der Menschen untereinander. Grenzen würden in vielen Bereichen gesprengt, so Mederer. Er versprach, auch künftig die Veranstaltungen des Literaturfests „Leseglück“ auch finanziell zu unterstützen. Der Bezirkstagspräsident schloss seine Eröffnungsrede mit einem Zitat von Heinrich Heine: „Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste“.

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Zu Beginn der Veranstaltung hatte Traunsteins Zweite Bürgermeisterin, Walburga Mörtl-Körner (Bündnis 90/Die Grünen) die Gäste im Namen der Großen Kreisstadt und Kulturstadt Traunstein und im Namen von Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) willkommen geheißen. Es freue sie sehr, diesmal das Literaturfest in Traunstein im wunderbaren Ambiente der Städtischen Galerie eröffnen zu dürfen. Traunstein sei heuer mit fünf Veranstaltungen vertreten, eine davon die gegenwärtige, bis 19. Februar dauernde Ausstellung „So Fern, So Nah“ des in Vachendorf lebenden Fotografen Alain Roux (wir berichteten). „Während des ersten Lockdowns fotografierte er Freunde, Nachbarn und Bekannte und bat sie, etwas über ihre Eindrücke von dieser seltsamen Zeit aufzuschreiben.“ Daraus entstand sein Buch „So Fern, So Nah“.

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Walburga Mörtl-Körner dankte besonders Judith Bader, der Leiterin der Städtischen Galerie, für die Realisierung der Ausstellung und hofft, mit dem Literaturfest möglichst viele Menschen für Bücher interessieren und immer wieder mal „vom Fernseher weglocken zu können“.

„Die Überwindung von Grenzen durch neue Perspektiven und neue Ideen“, dazu auch Bildung, die Literatur und Lesen ermöglicht, befand auch Stellvertretender Landrat Andreas Danzer (FW) als herausragendes Verdienst des Literaturfests „Leseglück“. Schier grenzenlos sei der Nutzen, den Literatur für uns alle hat. Deshalb investiere auch der Landkreis intensiv in diesem Bereich, denn Investitionen in Bildung seien Investition in die Zukunft.

Gästen die Ausstellung „So Fern, So Nah“ vorgestellt

Abschließend stellte Judith Bader den Gästen kurz die Ausstellung „So Fern, So Nah“ mit den Fotos und gesammelten Texten der Bewohner von Vachendorf während des Lockdown vor. Literatur bedeute immer einerseits Fakten, andererseits ihre Interpretation. Bei den Texten treffe man auf viele Arten von Literatur, angefangen von sachlichen Beschreibungen über Gedichte, Haikus und anderer Lyrik, so Bader.

Gute Gespräche über Literatur geführt

Der Einzelne erzähle aus „seinem Chaos von Gefühlen“ während der Corona-Zeit und bringe durch das Darüber-Schreiben auch wieder eine Art von lebensnotwendiger Ordnung und System in sein Leben.

Die Eröffnungsfeier mit Bewirtung endete mit guten Gesprächen über Literatur und über Eindrücke aus dieser sehr anregenden Ausstellung. Alle freuten sich bereits auf Veranstaltungen im Rahmen des Literaturfestivals, die sie besuchen wollten. Es stellte sich allerdings heraus, dass eine Reihe davon bereits jetzt ausverkauft ist, sodass sich eine rechtzeitige Reservierung von Karten offensichtlich sinnvoll ist.

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