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Von Spinnern, Spannern und Schwärmern

In Grassau den Nachtschwärmern auf der Spur - Museum „Salz und Moor“ erhält Auszeichnung

Stolz auf die Auszeichnung (von rechts): Stefan Kattari senior, Museumsleiterin Anette Grimm und Bürgermeister Stefan Kattari mit der Urkunde.
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Stolz auf die Auszeichnung (von rechts): Stefan Kattari senior, Museumsleiterin Anette Grimm und Bürgermeister Stefan Kattari mit der Urkunde.
  • VonTamara Eder
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Dritter Platz des Bayerischen Biodiversitätspreises: Grassauer Museum „Salz und Moor“ und Stefan Kattari senior erhalten Auszeichnung für Sonderausstellung und Nachtfalterforschung.

Grassau – Nachdem der Markt Grassau im vergangenen Jahr bereits zur bienenfreundlichsten Gemeinde in Oberbayern gekürt wurde, gab’s jetzt eine weitere Auszeichnung für die Kommune. Denn der dritte Platz des Bayerischen Biodiversitätspreises, der mit 1000 Euro dotiert ist, ging an das Museum „Salz und Moor“ für die Sonderausstellung „Nachtleben in Grassau“.

Im Mittelpunkt der Auszeichnung stand vor allem Stefan Kattari senior, Nachtfalterexperte, Sammler, Ausstellungsinitiator und Naturschützer.

Erhalt der Artenvielfalt stärken

Unter dem Motto „Tiere der Nacht – Nachtleben in der Natur“ hatte der Bayerische Naturschutzfonds diesen Preis ausgelobt. Damit soll das Bewusstsein für den Erhalt der Artenvielfalt und der Lebensräume gestärkt und das Engagement für dieses Anliegen anerkannt werden.

Bürgermeister Stefan Kattari und Museumsleiterin Anette Grimm nahmen den Preis im Schloss Thurn in Heroldsbach aus den Händen des Umweltministers Thorsten Glauber in Empfang. Kattari senior konnte krankheitsbedingt nicht dabei sein. Tage später informierten dann beide im Beisein des Genesenen im Grassauer Rathaus über die Auszeichnung.

Als Schützer der Nachfalter geehrt

Im Südostbayerischen Raum wurde der Preis laut Grimm nur an Grassau und hier speziell an Stefan Kattari senior in Anerkennung seiner Lebensleistung als Schützer der Nachtfalter verliehen. Seit den 1960er Jahren beschäftigt sich der 73-Jährige, vor der Pensionierung Lehrer, mit Schmetterlingen aller Art. Seine Leidenschaft seien jedoch die nachtaktiven Vertreter, die meist unbemerkt bleiben, wie er im Rathaus sagte. Sein Wissen gab Kattari in der Sonderausstellung „Nachtleben im Chiemgau – Spinner, Spanner, Schwärmer und Eulen“ preis.

Akribisch dokumentiert er seit vielen Jahren diese Insekten und konnte bereits über 400 Nachtfalterarten nachweisen. Seine ermittelten Daten stellt er der Naturschutzverwaltung zu Verfügung. Gewürdigt wurde diese Arbeit, aber auch das Begleitbuch sowie der wichtige Bildungsauftrag, der mit der Sonderausstellung nachgekommen wird.

Ausgezeichnet wurde zudem die Leistung der Marktgemeinde, die sich mit der Anlage von Blumenwiesen für Insekten einsetzt und zudem die komplette Straßenbeleuchtung bereits auf LED umgestellt hat.

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„Der Rahmen für die Preisverleihung war passend, und viele Ehrenamtliche waren beim Festakt dabei“, schwärmte Anette Grimm und freute sich über den Austausch mit den Preisträgern. Auch Bürgermeister Kattari hatte den ungezwungenen Rahmen genutzt, um mit Umweltminister Glauber ins Gespräch zu kommen und auf einen Missstand hinzuweisen. So sei nicht gestattet, Lebewesen aus der Natur ins Klassenzimmer zu bringen.

Entwickeln ohne Fressfeinde

Kattari senior kann sich noch gut erinnern, als dies noch möglich war. So konnten sich Raupen – geschützt, behütet, ohne Fressfeinde, unter den interessierten Augen der Schüler tierschutzkonform bis zum Schmetterling entwickeln, wie er erklärte. Die Begeisterung der Kinder vom Vorschulalter bis zur fünften Klasse beim Besuch der Sonderausstellung sei sehr groß. Kattari senior versicherte, dass er weiterhin Daten sammeln und erforschen werde, was nachts so herumfliegt.

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