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In Grassau darf ein mobilier Legehennenstall gebaut werden

Während der Bauausschuss sich vorwiegend mit Neu- und Umbauten auseinandersetzt, wurde nun in der Bauausschusssitzung über einen mobilen Legehennenstall diskutiert.

Grassau Eine Baugenehmigung ist hierfür nicht notwendig, wohl aber eine Befreiung von der örtlichen Gestaltungssatzung, die einstimmig erteilt wurde. Der mobile Legehennenstall weist eine Länge von 14,2 Metern und eine Breite von 4,2 Metern auf. 440 Legehennen haben dort Platz. Da der mobile Stall versetzt werden kann, finden die Legehennen immer frisches, grünes Gras und viel Auslauf. Laut Antragssteller soll die Legehennen-Haltung im Mobilstall der regionalen Versorgung von biologisch erzeugten Naturland-Eiern dienen und ein weiteres Standbein im landwirtschaftlichen Betrieb sein.

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Die Bio-Eier werden vorwiegend in Direktvermarktung verkauft. Wie vom Antragsteller erklärt wurde, sei der Stall grundsätzlich genehmigungsfrei. Da der Stall autark arbeitet und ohne externe Stromversorgung auskommt, benötigt dieser eine Photovoltaikanlage. Die Installation ist nur möglich, wenn der Stall ein Pultdach besitzt. In der örtlichen Gestaltungssatzung sind auf genehmigungsfreien Objekten lediglich Satteldächer erlaubt. Folglich wurde eine Befreiung von der örtlichen Gestaltungssatzung beantragt. Wie Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) ergänzte, wäre ein flachgeneigtes Satteldach von zehn Grad auch für das Anbringen einer PV Anlage geeignet. In diesem Fall müsste auch keine Befreiung erteilt werden. Laut Klaus Noichl (CSU) werden die mobilen Legehennenställe mit einem Flachdach angefertigt.

Ein Satteldach wäre eine sehr teure Sonderanfertigung. Er informierte, dass ein mobiler Legehennenstall, der unter anderem auch eine Fütterungsanlage aufweist, zwischen 50 000 und 80 000 Euro koste. Er wisse nicht, ob der Stall so einfach nachgerüstet werden könne. Franz Pletschacher (BP) begrüßte die Form der artgerechten Hühnerhaltung und plädierte für eine Ausnahmegenehmigung. Ähnlich sah es Werner Haslinger (CSU), der betonte, dass von dem mobilen Anhänger auch nicht die Wirkung wie von einem festen Gebäude ausgehe. Schließlich wurde dem Antrag auf Befreiung einhellig zugestimmt.

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