AUS DEM GEMEINDERAT

In Grabenstätt gibt es viel Ärger um in der Natur entsorgte Hundekotbeutel

Die Hinterlassenschaften der Vierbeiner stellen in Grabenstätt immer wieder ein Problem dar. Der Antrag eines Bürgers auf das Errichten mehrerer Hundetoiletten wurde abgelehnt. Bürgermeister Gerhard Wirnshofer stellt für das kommende Jahr eine Erhöhung der Hundesteuer in Aussicht.

Grabenstätt –In der jüngsten Gemeinderatssitzung sind die schriftlichen Eingaben für die im vergangenen November ausgefallenen Präsenz-Bürgerversammlungen, in Grabenstätt und Erlstätt, nachbehandelt worden. Bürger Reinhard Meisinger prangerte in seiner Eingabe die Entsorgungsmoral der Hundebesitzer an, die bezüglich der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner „sehr zu wünschen übrig lässt“.

„Vor allem im Bereich der Bushaltestelle Marwang, musste ich oft die roten vollen Hundetüten aus meinem Holz oder vom Feldweg entfernen“, schrieb Meisinger und fragte an, ob man eingangs des Weges eine Hundetoilette aufstellen könnte. Bürgermeister Gerhard Wirnshofer erwiderte, dass dies ein Problem sei, dass die gesamte Gemeinde betreffe.

Die Anzahl der Hundetoiletten wird nicht erhöht

Die meisten Hundebesitzer würden sich an die Vorgaben halten, es gebe aber „schwarze Schafe“. Hundetoiletten würden erfahrungsgemäß nur teilweise Abhilfe schaffen. Im gesamten Gemeindegebiet gebe es bisher 15 Hundetoiletten. „Das sind viel zu wenige“, warf Sepp Fleischmann (CSU) ein.

Wie Wirnshofer weiter anmerkte, seien die regelmäßige Entleerung, Entsorgung und Wiederbefüllung mit Beuteln mit einem erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Da der gemeindliche Bauhof eine Vielzahl anderer wichtiger Aufgaben zu verrichten habe, werde man „von der Aufstellung weiterer Hundetoiletten absehen und stattdessen mit den öffentlichen Aufrufen, im Gemeindeanzeiger, weiterhin an die Vernunft der Hundebesitzer appellieren“.

Eine Erhähung der Hundestuer ist angedacht

Der Rathauschef gab zudem zu bedenken, dass Tiere sehr krank werden könnten, wenn sie mit Hundekot verunreinigtes Futter aufnehmen würden.

Abschließend erklärte Wirnshofer, dass für 2022 eine Erhöhung der Hundesteuer angedacht sei. Dies sei aber keinesfalls als Bestrafung der Hundebesitzer zu sehen. Die Gemeinde hat im Vorjahr, in Kooperation mit dem Ökomodell Achental, entsprechende Schilder beschafft, mit Hinweisen zur richtigen Entsorgung von Hundekot.

Diese sind zur Anbringung an Feldern und Wegen kostenlos ausgegeben und teilweise auch schon aufgestellt worden.

Kommentare