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Nie wieder Enterokokken im Brunnen

In Bergen, Chieming und Grabenstätt steigen die Wassergebühren an

Auf dem Betriebsgelände der Wasserversorger-Gruppe in Mühlen, Gemeinde Vachendorf, steht bereits der Rohbau für das Gebäude, in dem die Ultrafiltrationsanlage mit nachgeschalteter UV-Desinfektion unterkommen soll. Spätestens Mitte des Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen und die Anlage betriebsbereit sein.
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Auf dem Betriebsgelände der Wasserversorger-Gruppe in Mühlen, Gemeinde Vachendorf, steht bereits der Rohbau für das Gebäude, in dem die Ultrafiltrationsanlage mit nachgeschalteter UV-Desinfektion unterkommen soll. Spätestens Mitte des Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen und die Anlage betriebsbereit sein.
  • VonMarkus Müller
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Der Zweckverband Mühlener Gruppe hat eine Preiserhöhung beschlossen. Die gute Nachricht: Das neue Betriebsgebäude in der Gemeinde Vachendorf ist bald fertig und damit auch die hochmoderne Filteranlage für das Trinkwasser.

Grabenstätt/Bergen/Chieming – Die Wassergebühren in den Gemeinden steigen, und zwar schon ab diesem Sommer. Einstimmig hat der Zweckverband zur Wasserversorgung der Mühlener Gruppe zuletzt beschossen, die Verbrauchsgebühr zum 1. Juli von 1,19 Euro auf 1,33 Euro (netto) pro Kubikmeter Wasser zu erhöhen. Wie Vorsitzender Bernhard Hennes erläuterte, habe sich die Gebührenanpassung aus der Nachkalkulation 2018 bis 2021 und der Vorauskalkulation 2022 bis 2025 ergeben.

Ausgleichszahlungen werden aufgestockt

Festgestellt wurde zudem die Jahresrechnung 2020. Der Chieminger Bürgermeister Stefan Reichelt, dessen Vachendorfer Amtskollege Rainer Schroll und deren Verbandsratskollege Johann Pertl hatten diese überprüft und bescheinigten dem Verband „eine einwandfreie Führung der Geschäfte“. Genehmigt wurden von der jüngst abgehaltenen Versammlung auch die über- und außerplanmäßigen Ausgaben, da diese durch Mehreinnahmen gedeckt sind.

Darüber hinaus wurden der Haushaltsplan und die -satzung für 2022 abgesegnet. Ebenfalls beschloss man einstimmig, die Ausgleichszahlung für Nichtausbringung von Wirtschaftsdünger und Grünlandnutzung wie folgt zu erhöhen: Von 153 auf 200 Euro pro Hektar für einzelne Verträge und für beide Verträge zusammen von 306 auf 400 Euro pro Hektar. Vorsitzender Bernhard Hennes erinnerte daran, dass die Ausgleichszahlungen seit 1996 nicht mehr erhöht worden seien und sprach von „entstehenden Mehrkosten für den Zweckverband von jährlich 2221 Euro“.

1,6 Prozent Wasserverlust

Da der Landkreis Traunstein im Frühjahr den Ausbau der Kreisstraße TS54 im Bereich Erlstätter Straße plant, sprachen sich die Verbandsräte dafür aus, die Wasserleitungen in diesem Bereich gleich mit zu erneuern. Zu bauen sind laut Hennes zirka 300 Meter Hauptleitungen und 17 Hausanschlüsse. Die geschätzten Baukosten belaufen sich hierfür auf rund 95 000 Euro. „2020 sind 278.000 Kubikmeter Wasser gefördert worden und der Verlust betrug 1,16 Prozent“, bilanzierte der Verbandschef.

Nachdem im Juni 2017 im Brunnen Mühlen eine Verunreinigung des Trinkwassers mit Enterokokken festgestellt worden war (wir berichteten), hatte man diesen umgehend vom Netz genommen und für die Quelle im Hauptpumpwerk in Mühlen eine 30.000 Euro teure UV-Anlage angeschafft. „Sie ist seitdem in Betrieb und funktioniert einwandfrei“, resümierte Hennes.

Um bei der Wasserversorgung in Zukunft wieder breiter aufgestellt zu sein – seit den Vorkommnissen bezieht man das Trinkwasser nur noch von der Quelle in Mühlen und dem Brunnen Tüttensee – , hat man Ende 2019 entschieden, auf dem Betriebsgelände in Mühlen, Gemeinde Vachendorf, ein weiteres Gebäude für eine noch zu beschaffende Ultrafiltrationsanlage zu bauen.

UV-Desinfektion für das Trinkwasser

Im August vergangenen Jahres erfolgte der Spatenstich und nun steht bereits der wind- und wetterfeste Rohbau des elf mal acht Meter großen Gebäudes, von dem 32 Quadratmeter unterkellert sind.

„Derzeit läuft die Ausschreibung der Maschinentechnik“, berichtete Hennes. Mit der Elektrotechnik soll die Firma Zach in Emertsham beauftragt werden. Für das neue Gebäude und die dort zu installierende Ultrafiltrationsanlage mit nachgeschalteter UV-Desinfektion für das Trinkwasser sei ein Kredit in Höhe von rund 600.000 Euro für eine Laufzeit von 20 Jahren aufgenommen worden. Die Kosten für das Gebäude und die Filterstraße belaufen sich laut dem Verbandschef auf rund 616.000 Euro.

Spätestens Mitte des Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen und die Anlage betriebsbereit sein.

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