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Sicherheitstipps von der Feuerwehr

Unterschätzte Gefahr zu Weihnachten: In 112 Sekunden brennt der ganze Baum

An Weihnachten brennt es überdurchschnittlich oft. Offenes Feuer, Kerzen und trockene Tannenzweige sind die häufigsten Brandursachen.
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An Weihnachten brennt es überdurchschnittlich oft. Offenes Feuer, Kerzen und trockene Tannenzweige sind die häufigsten Brandursachen.

Ein umsichtiger und bewusster Umgang mit Feuer verhindert Brände, Rauchmelder retten Leben. Der Kreisfeuerwehrverband Traunstein gibt rechtzeitig vor den Feiertagen Sicherheitstipps, damit es keine unliebsamen und gefährlichen Überraschungen gibt.

Traunstein – Wenn es draußen kalt und dunkel ist, dann kommt die Zeit, in der man es sich zu Hause gemütlich macht. Kerzenlicht, Adventskränze und Christbäume gehören hier einfach dazu. Allerdings bergen diese auch Gefahren und die Zahlen der Deutschen Versicherungswirtschaft belegen, dass es hierzulande in der Weihnachtszeit bis zu 40 Prozent häufiger zu Zimmer- und Wohnungsbränden kommt. Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein geben deshalb Tipps an die Hand, damit es bei nicht zu einer „bösen Überraschung“ kommt.

Einsatzkräfte in Minutenschnelle da

So wie über das gesamte Jahr sind die Einsatzkräfte auch in den kommenden Tagen rund um die Uhr über die Notrufnummer 112 erreichbar und im Falle eines Falles binnen Minuten vor Ort. Die Mitglieder im Fachbereich „Vorbeugender Brandschutz“ im Kreisfeuerwehrverband Traunstein sowie des Landesfeuerwehrverbandes beschäftigen sich das ganze Jahr über damit, wie man Brände verhindert und haben für Weihnachten und Silvester Empfehlungen ausgearbeitet.

Offenes Feuer und Kerzenschein bilden demnach zu Weihnachten die häufigsten Ursachen für den Ausbruch eines Brandes. Deshalb gilt die „Goldene Regel“: „Lassen Sie offenes Feuer niemals unbeaufsichtigt“, so der Kreisfeuerwehrverband Traunstein gegenüber den OVB-Heimatzeitungen.

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Gerade mit Kindern oder Tieren sei besondere Vorsicht im Umgang mit Feuer geboten: „Achten Sie deshalb auch darauf, dass Zündhölzer und Feuerzeuge für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.“ Dies seien interessante „Spielsachen“ und immer wieder Ursache für Brände. Durchschnittlich verletzten sich im Dezember deutschlandweit 60 Kinder „beim Spielen“ mit Feuer. „Tannenzweige an Adventskränzen trocknen in beheizten Wohnräumen sehr schnell aus und bilden einen hervorragenden Nährboden für eine schnelle Brandausbreitung“, so der Kreisfeuerwehrverband weiter. Ein Experiment in der Atemschutzübungsanlage des Kreisfeuerwehrverbandes habe gezeigt, dass ein frischer Christbaum innerhalb von 112 Sekunden vollständig in Flammen stehe. Ein ausgetrockneter Baum steht bereits in rund 20 Sekunden im Vollbrand.

Feuer breitet sich minutenschnell aus

Innerhalb weniger Minuten breite sich Feuer aus und sorge für eine beträchtliche Rauchentwicklung. Deshalb die Empfehlung: „Sorgen Sie bitte dafür, dass ihre Fluchtwege ins Freie nicht eingeschränkt sind.“

Ein Christbaumständer mit Wasservorrat sowie ein regelmäßiges Benetzen des Adventskranzes helfe, dass diese nicht so schnell austrocknen. Kerzen sollten festen Halt haben und rechtzeitig vor dem vollständigen Herunterbrennen ausgetauscht werden. Den Aufstellort solle man mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Möbeln oder Gardinen wählen.

Der Adventskranz solle auf einer nichtbrennbaren Unterlage stehen. Am besten eigne sich dafür eine Glas- oder Porzellanplatte. Der Christbaum solle zudem einen sicheren und festen Stand haben und gegen Umfallen gesichert sein.

Essen am Herd und im Ofen beaufsichtigen

„Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine Feuerwehr in der Region zu einem Brandeinsatz ausrücken muss, der als Ursache angebranntes Essen hat“, schlägt die Feuerwehr einen Bogen zu den Geschehnissen das ganze Jahr über und verbindet damit die Bitte: „Achten Sie bitte gerade an den Weihnachtstagen darauf, dass Essen auf dem Herd oder im Ofen nicht unbeaufsichtigt ist. Bitte denken Sie daran, diese Geräte bei Verlassen der Wohnung auszuschalten. Damit stellen Sie sicher, dass Ihr Festtagsmenü ein freudiges Ereignis wird und es nicht zu einer bösen Überraschung kommt.“

LED, Steckdosen nicht überlasten und intakte Rauchmelder mindern Risiken:

Der Kreisfeuerwehrverband Traunstein empfiehlt LED-Lichter. Diese erhitzten sich weit nicht so stark wie Glühbirnen. Daher bergen sie ein deutlich geringeres Risiko für das Entzünden eines Feuers. Beim Kauf sei dabei auf die Prüfzeichen „VDE“, „CE“ oder „GS“ zu achten. Diese stünden für europäische beziehungsweise deutsche Qualitätsnormen und minimierten das Risiko von Kurzschlüssen. „Achten Sie auch darauf, nicht zu viele Verbraucher an eine Steckdose anzuschließen. Hohe Lasten führen zu einer Erwärmung der Leitungen und führen immer wieder zu Kabelbränden“, informiert die Feuerwehr weiter. Sie empfiehlt, beim Verlassen der Wohnung die Netzstecker zu ziehen.

Wohnungen sollten unbedingt mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein, sie meldeten frühzeitig Brände im Entstehen und seien mit ihrem durchdringenden Alarm-Ton insbesondere in den Nachtstunden eine regelrechte „Lebensversicherung Nummer 1“. Die gesetzliche Rauchmelderpflicht gelte sowohl für Mieträume als auch Wohnräume, die als Eigentum genutzt werden.

„Halten Sie einen Eimer gefüllt mit Wasser oder einen Feuerlöscher griffbereit. Ein Löschdecke ist in vielen Fällen ebenfalls eine nützliche Hilfe.“ Bei Bränden im Entstehen bleibe nur wenige Sekunden Zeit, um diesen zu löschen. Trotzdem der Apell: „Gehen sie aber keinesfalls ein unnötiges Risiko ein. Sollte die Brandausbreitung schon zu weit fortgeschritten sein, so verlassen Sie umgehend und auf dem schnellsten Wege das Zimmer und schließen die Türe hinter sich. Bitte informieren Sie auch Ihre Mitbewohner und verlassen das Gebäude ins Freie und wählen sie die Notrufnummer 112 .“ Selbst wenn der Brand selbst gelöscht werden konnte, empfiehlt die Feuerwehr, die Einsatzkräfte zu holen. Sie halten mit Wärmebildkameras Nachschau nach versteckten Glutnestern.

hob

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