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Immer mehr Menschen in sozialer Not

Für 30 Jahre Verbandszugehörigkeit wurden Theresia Cmiel, Waltraud Rose und Ludwig Eibl geehrt (vorne von links), der stellvertretende Kreisvorsitzende Rudi Göbel, die stellvertretende Ortsvorsitzende Rosemarie Mosler, Oberbürgermeister Manfred Kösterke und Ortsvorsitzenden Schorsch Niederbuchner (hinten von links). Foto  buthke
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Für 30 Jahre Verbandszugehörigkeit wurden Theresia Cmiel, Waltraud Rose und Ludwig Eibl geehrt (vorne von links), der stellvertretende Kreisvorsitzende Rudi Göbel, die stellvertretende Ortsvorsitzende Rosemarie Mosler, Oberbürgermeister Manfred Kösterke und Ortsvorsitzenden Schorsch Niederbuchner (hinten von links). Foto buthke

Um fast 100 Mitglieder ist der VdK-Ortsverband Traunstein im vergangenen Jahr gewachsen. Diese erfreuliche Mitteilung machte der Vorsitzende Schorsch Niederbuchner den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung im "Sailer-Keller". Der Traunsteiner VdK hat jetzt 1344 Mitglieder.

Traunstein - Zu dieser guten Bilanz hätten sie einen Großteil durch fleißiges Mitmachen und gute Mundpropaganda mit beigetragen. Ebenfalls würdigte er die Arbeit der Kreisgeschäftsstelle, die die Mitglieder bei sozialen Problemen kompetent berate und unterstütze.

Niederbuchner zeigte sich ebenso mit der Entwicklung der Altersstruktur zufrieden. Der Trend deute in Zukunft eine enorme Verjüngung an. Der Zulauf junger Mitglieder mache deutlich, dass auch viele junge Menschen von den nachteiligen Folgen der deutschen Gesetzgebung betroffen seien. "Das sensibilisiert Verbände wie uns. Darauf reagiert der Sozialverband VdK und setzt sich für diese benachteiligten Menschen ein", betonte der VdK-Ortsvorsitzende.

Die Mitgliederbetreuung ist und bleibe die wichtigste Aufgabe. "Wir vergessen unsere älteren treuen Mitglieder nicht." Etwa 350 Mitgliedern hat der Ortsverband im vergangenen Jahr zum Geburtstag gratuliert und zudem auch langjährige Mitglieder in Pflegeheimen besucht, die aus sozialen Gründen ihren Beitrag nicht mehr bezahlen können. "Diese Menschen haben den VdK Jahrzehnte lang gestärkt, deshalb werden sie weiterhin von uns betreut", versicherte Niederbuchner.

Bei der Sammlung "Helft Wunden heilen" gingen 2580 Euro an Spenden ein, von denen 50 Prozent beim Ortsverband bleiben. Diese Gelder würden ausschließlich für Fürsorgeaufgaben und in Not geratene Menschen, auch für Nichtmitglieder, verwenden, betonte Nieder-buchner. "Vor Weihnachten haben wir zum Beispiel sechs verarmten Kinder ihre Weihnachtswünsche erfüllt." Armut gebe es nicht nur in den Großstädten, sondern auch der Region. Er wies dabei auf die gute Zusammenarbeit mit der Aktion "Die im Dunkeln sieht man nicht" von Charlotte Wamsler und der Arbeiterwohlfahrt Traunstein hin. "Wir als VdK werden weiterhin die guten Kontakte zu den örtlichen Verbänden und Vereinen pflegen, denn nur die Gemeinsamkeit stärkt jeden Einzelnen", betonte er. Für 30-jährige Verbandszugehö-rigkeit überreichte Niederbuchner Treueabzeichen und Urkunden an Ludwig Eibl, Waltraud Rose und Theresia Cmiel. Geehrt wurden ferner Horst-Walter Daniel, Willi Steding und Elfriede Schwarzäugl für 25 Jahre Mitgliedschaft.

Wenn die Mitgliederzahl um fast zehn Prozent steige, sei dies eine beeindruckende Bilanz, stellte Oberbürgermeister Manfred Kösterke fest. Es zeige aber auch eine gesellschaftliche Entwicklung, die nicht als positiv zu bewerten sei: Immer mehr Menschen geraten in soziale Not. "Wir können heute nicht sagen, wie es mit unserer Gesellschaft weiter geht." Deshalb sei es erfreulich, dass ein Verband da sei, der all das erledige, was die Stadt nicht leisten könne. "Der VdK leistet einen Beitrag zum guten sozialen Klima in Traunstein", stellte Kösterke fest.

Nur ein starker Verband habe Gewicht und werde gehört, sagte der stellvertretende VdK-Kreisvorsitzende Rudi Göbel. Dies sei der Schlüssel zum Erfolg. Die Ortsverbände leisteten die Basisarbeit und hätten das Ohr beim Bürger. Die Politik sorge dafür, dass der VdK "Hochkonjunktur" habe und der größte Sozialverband in Deutschland sei.

Der stellvertretende Ortsvorsitzende Ludger Bartels informierte über geplante Neuerungen in der Gesundheitspolitik bei der Beitragsstruktur der Krankenkassen und bei der Änderung des Beitragssystems der Pflegeversicherung aufgrund der demografischen Entwicklung. Er erklärte die Begriffe Gesundheitsfond, "Kopfpauschale" und Bürgerversicherung. Außerdem machte er auf die Prävention durch Impfungen, Krebsfrüherkennungsprogramme und den Gesundheits-Check-Up durch den Hausarzt aufmerksam. bjr

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