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Sanierung im Glockenstuhl abgeschlossen

Im Zellerboden ertönt wieder das markante Geläut von St. Valentin

Über die Funktion des reduzierten Läutewinkels ließ sich Kirchenpflegerin Barbara Zeller-Fraunhofer (rechts) aus erster Hand von Kirchentechniker Walter Pirker (links) informieren. Im Hintergrund sind die neuen Schallläden zu sehen.
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Über die Funktion des reduzierten Läutewinkels ließ sich Kirchenpflegerin Barbara Zeller-Fraunhofer (rechts) aus erster Hand von Kirchentechniker Walter Pirker (links) informieren. Im Hintergrund sind die neuen Schallläden zu sehen.
  • VonLudwig Schick
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Einer umfangreichen Generalüberholung wurde die Filialkirche St. Valentin in Zell in den vergangenen Monaten unterzogen. Kirchenrestaurator Robert Birnbacher war mit seinem Team intensiv damit beschäftigt, die infolge der Sakristei-Absenkung entstandenen Schäden am Mauerwerk und den Aufputzflächen zu beseitigen.

Ruhpolding – (wir berichteten). Da nicht nur die Sakristei betroffen war, sondern auch der Innenraum des Kirchenschiffs, nahm dieser Sanierungsabschnitt noch einige Zeit in Anspruch.

So gut wie abgeschlossen ist auch die Sanierung des Glockenstuhls mit seinen drei Glocken, von denen die Älteste aus dem Jahr 1568 stammt. Sie erhielten eine komplett neue Aufhängung mit schwingenden, gekröpften Holzjochen aus Lärchenholz. Im Zuge dessen wurden auch die Metallbänder erneuert, an denen die Glocken befestigt sind. Der Zahn der Zeit hatte am Gebälk ganze Arbeit geleistet. Wie Johannes Döpper von der BG Trauntal erläuterte, wurden alle schadhaften Teile der Balkenkonstruktion ausgewechselt, damit das Tragwerk wieder auf lange Sicht gerüstet ist.

Bis die Bewohner des Zellerbodens allerdings ihr gewöhntes Glockengeläut wieder zu hören bekamen, wartete auf Kirchentechniker Walter Pirker aus Tirol eine Menge Arbeit, die sich über mehrere Wochen hinzog. Eine der Ursachen, warum es zu verstärkten Faulprozessen an den Balken kam, war nach Einschätzung Pirkers die fehlende Luftzirkulation im Glockenturm, sodass einfallender Regen und Schnee im Innern des Turms nicht abtrocknen konnte. Ein offenbar in den Sechzigern eingezogener Zwischenboden war dafür verantwortlich. Er wurde entfernt, dafür ein luftdurchlässiger Boden eingebaut, der die Balken weniger anfällig macht.

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Negative Wettereinflüsse fernhalten sollen auch die neu angebrachten Holzschallläden an den vier Seitenöffnungen, die in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde angebracht wurden. Ihre Lamellen aus Lärchenholz dienen nicht nur den Belangen des Vogelschutzes, sondern sorgen bereits im Turminneren für das optimale Vermischen des unverwechselbaren Glockenklangs, der nach außen dringt. Damit die Glocken keinen Schaden nehmen, bekamen alle drei neue Metall-Klöppel verpasst. Zugleich wurde der Läutewinkel reduziert, um die bisherige Anschlagstelle zu entlasten. „Das ist so alle fünfzig Jahre mal nötig, denn die Materialermüdung macht sich unaufhaltsam bemerkbar,“ erläutert Kirchentechniker Pirker die Maßnahme. Über die neu installierte elektronische Steuerung mit modernen Sicherheitsstandards lässt sich jetzt auch das sanfte Ausläuten programmieren.

/EW

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