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FRÜHLING IM CHIEMGAU

Im wilden Wimmelwald in Rottau können Kinder im Lockdown Spaß haben

Der Weg durch den Wald ist auch für Kinderwagen geeignet.
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Der Weg durch den Wald ist auch für Kinderwagen geeignet.
  • VonCorinna Steffl
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Für viele Kinder ist der Lockdown öde. Abhilfe kann ein Besuch am Rottauer Waldtierweg schaffen. Was es dort zu entdecken gibt:

Rottau – In unserer Serie „Frühling im Chiemgau erleben“ stellen wir kleine Überraschungen an öffentlich zugänglichen, grünen Orten ganz in unserer Nähe vor. Dieses Mal geht es nach Rottau auf den Waldtierweg.

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Der Waldtierweg in Rottau befindet sich nicht in einem angelegten Park, sondern am Rande der Rottauer Filzen. Am besten kommt man mit dem Fahrrad oder man parkt sein Auto bei den Tennisplätzen oder am Rottauer Friedhof, um den kurzen, aber eindrucksvollen Weg zu erkunden: Auf nur einem Kilometer Weg gibt es 16 versteckte Tiere zu entdecken.

Kunstwerk im Kleinen: ein Teppich aus Moos.

Nigelnagelneue Attraktion

Ähnlich wie in einem Wimmelbuch, muss man manchmal allerdings schon genauer hinschauen, um alle zu finden. Christiane Lindlacher, Leiterin der Tourist-Information in Grassau, erklärt dazu: „Der Weg ist noch ganz neu, er wurde erst im vergangenen Herbst vom Tourismus- und Heimatverein Rottau mit viel Engagement angelegt und ist total schön geworden. Durch die Umstände konnte er leider noch gar nicht so richtig bekannt gemacht werden.“

Spielerei für Kinder am Wegrand

Für Kinder gibt es vor Ort eine Box mit bunten Karten zum Mitnehmen, auf der sie die Tiere eintragen können. Deshalb sollte man auf alle Fälle einen Stift mitnehmen. Wer alle Waldbewohner gefunden und richtig zugeordnet hat, darf sich in den Tourist-Informationen in Grassau oder Rottau ein kleines Geschenk abholen. Da diese aufgrund der Corona-Bestimmungen derzeit für den Besucherverkehr nicht geöffnet haben, sollte man sich dort allerdings vorher telefonisch anmelden, sagt Christiane Lindlacher, „dann findet sich schon eine Lösung und das Kind bekommt natürlich seine Belohnung fürs Suchen“.

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Abgesehen von den versteckten Tiertafeln gibt es entlang des Wegs noch viel mehr zu sehen. Die dort wachsenden Pflanzen zeigen an, dass es sich beim Waldboden um eine besondere Bodenart handelt: feuchter, saurer Boden, ein Überbleibsel des ehemaligen Moores. Nicht alle Pflanzen kommen mit diesen Bedingungen zurecht, doch die darauf spezialisierten Arten brauchen diese Voraussetzungen umso mehr und sind auf anderen Böden nicht zu finden.

Der Sauerklee (Oxalis acetosella) etwa bereitet sich dort gerade auf die Blüte vor. Seine weißen Blütchen werden den Boden schon bald teppichartig überziehen. Oder die heimische Blaubeere (Vaccinium myrtillus), deren niedrig bleibende, grasgrüne kantige Stängel bald neue Blätter bilden. Im Sommer trägt sie dann die blauen Beeren, die auch die Waldtiere gerne fressen.

Leuchtendes Moos bei Schwerstarbeit

Solange die Laubbäume noch keine Blätter tragen, spielt sich das grüne Leben vor allem auf dem Boden ab. Das Moos leuchtet wie ein grüner Teppich auf Baumstümpfen und der Erde, denn jetzt bekommt es so viel Sonnenlicht, wie sonst das ganze Jahr nicht, deshalb betreibt es Fotosynthese, als gäbe es kein Morgen. Die Walderdbeeren schieben erste hellgrüne Blättchen hervor, Haselnuss und Weide haben am Rand des Wäldchens schon ihre Blütenkätzchen entwickelt.

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