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„Wir dürfen so nicht weitermachen“

Im Einsatz für den Traunsteiner Wald: Neues Aktionsbündnis nimmt Arbeit auf

Sie leiten das neue Aktionsbündnis: (von links) Kassier Peter Müller, Beisitzer Hans Becher, stellvertretende Sprecherin Claudia Lahr, Beisitzerin Antje Wendt, Sprecherin Rosi Berger, Beisitzerin Gerlinde Peuser, Beisitzer Mario Peuser und Beisitzer Luca Barakat.
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Sie leiten das neue Aktionsbündnis: (von links) Kassier Peter Müller, Beisitzer Hans Becher, stellvertretende Sprecherin Claudia Lahr, Beisitzerin Antje Wendt, Sprecherin Rosi Berger, Beisitzerin Gerlinde Peuser, Beisitzer Mario Peuser und Beisitzer Luca Barakat.

Die Kreisstadt Traunstein ist in fußläufiger Entfernung mit einem schönen Waldgebiet gesegnet. Stehen Rodungen an, reagieren Bürger darauf erfahrungsgemäß besonders sensibel. Nun gibt es offiziell eine Institution, die den Wald schützen möchte: das Aktionsbündnis „Rettet den Wald“.

Traunstein – Mehr als 80 Bürger kamen in den Traunsteiner Sailer Keller zur Gründung des Aktionsbündnisses „Wir für den Wald“ und wählten einstimmig Rosi Berger zur Sprecherin. In der von Helga Mandl geleiteten Wahl wurde weiterhin Claudia Lahr zu ihrer Stellvertreterin gewählt sowie Peter Müller zum Kassier.

Rodung am Schnepfenluck auf Eis

„Egal, wo man in Traunstein wohnt, innerhalb von maximal zehn Minuten ist man zu Fuß in einem Wald“, sagte Berger in ihrer Bewerbungsrede. Als Mitglied der Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ setzt sie sich schon seit vielen Jahren für den Walderhalt ein.

Zur aktuell geplanten Rodung einer Fläche am Schnepfenluck habe sie mit mehreren Ämtern, Behörden und Politikern Kontakt aufgenommen, ebenso wie andere Unterstützer des Aktionsbündnisses. Diese Rodung sei aktuell „auf Eis gelegt“ aber noch nicht vom Tisch. Claudia Lahr, Mutter von vier Kindern freute sich über den großen Zuspruch der Veranstaltung: „Schön, dass so viele Jugendliche da sind, denn für Eure Zukunft machen wir das hier“. Als Beisitzer wurden gewählt Gerlinde Peuser, Mario Peuser und Hans Becher.

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Nach der Wahl dieser drei Beisitzer fragte Wahlleiterin Helga Mandl, ob sich denn weitere Personen spontan als Beisitzer bewerben möchten. Nach ganz kurzer Überlegung meldeten sich Antje Wendt, die seit ihrer Kindheit im Haidforst reitet und wandert und Luca Barakat, der auch bei „Fridays for Future“ aktiv ist und nun der jüngste Beisitzer des Aktionsbündnisses ist. Alle wurden entweder einstimmig oder mit einer Enthaltung gewählt.

Vor der Wahl sprach Diplom-Forstwirt Paul Höglmüller, darüber, warum der Erhalt des Stadtwalds in Zeiten des Klimawandels so wichtig ist.

Beispiel für naturnahe Waldbewirtschaftung

Er sagte, dass man stolz sein könne auf den Traunsteiner Stadtwald, der ein Beispiel für naturnahe Waldbewirtschaftung darstelle. Er mahnte am Ende seiner Ausführungen: „Alle Entscheider müssen begreifen, dass wir so nicht weitermachen dürfen“.

Beate Rutkowski, Vorsitzende der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Traunstein und stellvertretene Vorsitzende des Landesverbandes sprach unter anderem davon, wie stadtnaher Wald im Sommer kühle, was gerade für ältere Menschen wichtig sei, die stärker unter der Hitze leiden als junge.

Klimaschutzkonzept der Stadt nachbessern

Die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl (Grüne) bemängelte, dass Wald nicht in das Klimaschutzkonzept der Stadt Traunstein aufgenommen worden sei und Rainer Schenk forderte, dass dieses Klimaschutzkonzept nachgebessert werden müsse.

Wolfgang Dinglreiter vom Studienseminar St. Michael führte durch den Abend. Er erinnerte an einen Beschluss des Stadtrates, dass alle neuen Beschlüsse auf ihre Auswirkungen auf das Klima betrachtet werden müssen. (re)

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