Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Gemeinderat stimmt Bauantrag unter Vorbehalt zu

Im ehemaligen Grassauer Seniorenheim entstehen 17 Appartements

Nichts erinnert mehr daran, dass dies vor Kurzem noch ein Seniorenheim war. Nun sollen in dem Gebäude 17 kleine Wohnungen und ein mobiler Pflegedienst untergebracht werden.
+
Nichts erinnert mehr daran, dass dies vor Kurzem noch ein Seniorenheim war. Nun sollen in dem Gebäude 17 kleine Wohnungen und ein mobiler Pflegedienst untergebracht werden.
  • VonTamara Eder
    schließen

Das leer stehende Seniorenheimgebäude im Ortszentrum von Grassau wird in absehbarer Zeit wieder mit Leben gefüllt sein. Dort will der Besitzer die Pflegezimmer zu kleinen Wohnungen für Beschäftigte umbauen. Im Erdgeschoss sind Büroräume geplant. Ungeklärt ist momentan noch, wo die geforderten Parkplätze entstehen sollen.

Grassau – Das Grassauer Seniorenheim ist mittlerweile in die Kaiserblick Straße umgezogen und seit geraumer Zeit wird das einst genützte Gebäude im Ortszentrum von Grassau umgebaut. Nun stellten die Inhaber einen Antrag auf Nutzungsänderung des ehemaligen Heims. Hier sollen jetzt 17 Apartments entstehen. Dem Antrag stimmte der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung unter Vorbehalt einhellig zu.

Büros für ambulanten Pflegedienst

Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) erläuterte, dass anstatt der ehemaligen Pflegezimmer 17 Appartements entstehen sollen. Im Erdgeschoss hingegen seien Büroräume für einen ambulanter Pflegedienst geplant. „Was uns am meisten beschäftigt, ist die Stellplatzsituation“, betonte der Rathauschef. Nach der Stellplatzverordnung müssten bei Arbeitnehmerwohnheimen ein Stellplatz pro vier Betten nachgewiesen werden. Allerdings wisse man die Zahl der Betten nicht.

Für Büro und Verwaltung müsse zudem pro 40 Quadratmeter Fläche wiederum ein Parkplatz vorgehalten werden. Demzufolge seien allein für das Erdgeschoss fünf Stellplätze nachzuweisen. Insgesamt gebe der Bauwerber aber nur acht Stellplätze für Appartements und Bürobereich an.

Das könnte Sie auch interessieren: OVB-Themenseite Grassau

„Acht Stellplätze reichen für das Vorhaben jedoch nicht aus“, so Kattari. Die Stellplätze müssten nicht unbedingt auf dem Grundstück nachgewiesen werden. Möglich seit auch eine Herstellung der Parkflächen auf einem geeigneten Grundstück in der Nähe, oder aber der Bauherr löse Stellplätze bei der Gemeinde für jeweils 5000 Euro ab.

Im Stellplatz-Ablösevertrag werde zudem geregelt, wie die Ablösesumme zu verwenden sei. Kattari erklärte, dass das Geld für die Herstellung oder Instandhaltung von Parkflächen sowie für Elektroladestationen, den Radwegebau, Radabstellplätze oder sonstige Maßnahmen, die zur Entlastung der Straßen führen, verwendet werden könne.

Die Appartements werden an Beschäftigte vermietet

Des Weiteren erklärte der Rathauschef, dass der Eigentümer verpflichtet sei, die Appartements nur an Personen, die im Seniorenheim beschäftigt sind, zu vermieten. Ein Pflegedienst im Erdgeschoss und damit eine geschäftliche Aktivität im Ortszentrum sei gut für das Ortsbild, meinte Kattari. Jedoch müsse der Bauwerber die Stellplätze noch nachweisen. Von Verwaltungsseite wurde vorgeschlagen, dass maximal drei Stellplätze von der Gemeinde abgelöst werden können.

Mit einer Stellplatzablöse konnte sich Daniela Ludwig (CSU) nicht anfreunden. Ihrer Ansicht nach müssten insgesamt 23 Parkplätze – 17 für das Wohnheim und fünf für den Bürobereich – geschaffen werden. Der gemeindliche Hefterparkplatz in der Nähe sei bereits gut belegt und im zentralen Bereich könnten keine Stellplätze abgelöst werden.

Kritische Stimmen zu Geschäftsräumen

Ähnlich sah es Mehdi Akbari (UGL), der zudem überrascht war, dass nunmehr auch Büros geplant seien. Auch Thomas Hofmann (AE) sprach das Parkproblem an, zumal der mobile Pflegedienst dann auch Dienstfahrzeuge habe. Hofmann wusste, dass der Bauwerber in der Nähe ein weiteres Grundstück besitze, auf dem die fehlenden Parkflächen entstehen könnten. Laut Werner Haslinger sei es unerheblich, ob nun 5000 oder 10.000 Euro für die Parkplatzablöse gezahlt werde, da die Gemeinde keine Möglichkeit zur Herstellung habe.

Dem schlossen sich Tom Hagl (CSU) und Thomas Göls (CSU) an. Ein Nachweis von Parkflächen beim neuen Seniorenheim in der Kaiserblick Straße sei nicht möglich, so Kattari auf die Frage von Sepp Grießenböck (FW), da dieses nicht in der Nähe sei. Gegen die Nutzungsänderung zur Schaffung von Büroräumen sprach sich Hans Genghammer (FW) aus. Er argumentierte, dass diese Fläche im Sinne von bezahlbarem Wohnraum zur Verfügung stehen sollte.

Mehrheit stimmt am Ende auch dem ambulanten Pflegedienst zu

Franz Pletschacher (BP) ergänzte, dass beim neuen Seniorenheim der ambulante Pflegedienst installiert werden könnte. Das Erdgeschoss im Gebäude im Ortszentrum solle Wohnraum werden. Franz Heuberger (SPD) hingegen sah den ambulanten Pflegedienst zentral im Ort als positiv.

Schließlich einigte sich das Gremium einstimmig, dem Antrag auf Nutzungsänderung hinsichtlich der Appartements zu zustimmen, sofern die Parkflächen nachgewiesen werden können. Mit drei Gegenstimmen wurde auch der Einrichtung eines ambulanten Pflegedienstes zugestimmt.

Mehr zum Thema

Kommentare