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Radfahrer schützen

Im Dezember rollt der Verkehr wieder über die sanierte Alzbrücke

Teilsanierung der Alzbrücke in Seebruck
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Sie wächst stetig in die Höhe: Die Sanierung der Alzbrücke in Seebruck ist in vollem Gange.
  • VonGabi Rasch
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40-Tonner wieder durch den Ort: Mit der Wiederfreigabe der Brücke wird auch die Tonnage-Beschränkung aufgehoben

Seeon-Seebruck – Zum aktuellen Stand der laufenden Sanierung der Alzbrücke in Seebruck teilte Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt Traunstein in der Gemeinderatssitzung am Montag mit, dass die Baumaßnahme im Zeitrahmen liege: „Wir sind gut in der Zeit unterwegs.“ Im Laufe dieser Woche werde mit dem Betonieren begonnen, bevor dann mit dem Überbau los gelegt werden könne, so Maltan. Mit dem Abschluss der Hauptarbeiten, inklusive der Freigabe für den Verkehr, ist in diesem Dezember zu rechnen. Mit der Wiederfreigabe der Brücke wird auch die Tonnage-Beschränkung aufgehoben, sodass dann künftig wieder – sehr zum Bedauern der Seebrucker - 40-Tonner durch Chiemsee-Ort rollen werden.

Ortsumfahrung noch nicht vom Tisch

Unterdessen sollen die laufenden Planungen für eine Umfahrung des Ortes aber nicht in der Schublade verschwinden. Die sogenannte Entlastungsspange sei nicht vom Tisch, räumte Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) ein. Mit der laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung sei die Gemeinde Seeon-Seebruck hier schon ein Schritt weiter, wie vergleichbare Gemeinden. „Wir werden alles daran setzen und die Planung für eine große Umfahrung vorantreiben. Ob sie kommt? Ich weiß es nicht“, sagte Bartlweber.

Bis dahin müssten aber die Radfahrer und Fußgänger geschützt werden. Dies soll durch eine Ampel auf der Ludwig-Thoma-Straße zwischen dem Hotel Wassermann und dem früheren Heistracher-Anwesen ermöglicht werden. Die Ampel, die ständig in Betrieb sein wird, soll aber auch außerhalb der Schaltzeiten von den Fußgängern und Radfahrern angefordert werden können.

Wie das in der Praxis ausschaut, wurde per Video simuliert. Nach Angaben von Josef Kaiser vom Staatlichen Straßenbauamt sei aufgrund der Sondersituation durch den Ausflugs- und Urlauberverkehr „ein größerer Schritt für mehr Sicherheit untersucht worden. Wir haben noch ein Scheit drauf gelegt wegen der Sondersituation“, sagte Kaiser. So werde unter anderem ein Vorsignal installiert und die Furt (Aufstellungsfläche) sei auf zehn Meter vergrößert worden.

Die jetzige Zufahrt von der Ludwig-Thoma-Straße auf den Parkplatz des Hotels Wassermanns wird es künftig nicht mehr geben. Dafür werde das Hotel durch eine neue, großzügige Zufahrt über den Jakob-Weyerer-Platz erschlossen. Als Abgrenzung zur Hauptstraße ist auf der Seite des Hotels Wassermann eine Mauer geplant – in welcher Ausführung steht noch nicht fest.

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Peter Stocker vom Hotel Wassermann, dem das Wort erteilt wurde, hat Bedenken, dass durch die neue Zufahrt der Brandschutz für sein Haus auch sichergestellt ist: „Der Brandschutz muss gewährleistet sein“, forderte Stocker. Der Bürgermeister sicherte zu, dass die Vorschriften für Einsatzfahrzeuge eingehalten werden.

Ortsheimatpfleger Hans Fenzl, dem ebenfalls das Wort erteilt wurde, führte mehrere Kritikpunkte an: Aus optischen Gründen sei eine Ampelanlage an dieser Stelle für das Ortsbild verheerend: „Eine Ampelanlage tut hier weh“, erklärte Fenzl. Desweiteren lehnte er sich seinen Vorrednern aus dem Gemeinderat an, dass der auf der Nordseite der Brücke geplante kombinierte Rad- und Fußweg ohne Abgrenzung eine große Gefährdung darstelle. Laut Planung soll künftig der offizielle Radverkehr auf der Nordseite der Brücke auf einem abgesetzten Rad- und Fußweg geführt werden.

Auf der Südseite nur Platz für Fußgänger

Auf der Südseite entsteht ein etwas schmalerer und ebenfalls abgesetzter Fußgängerweg. In der Praxis bedeutet dies, dass sich auf der Nordseite sowohl Radfahrer als auch Fußgänger begegnen können, während auf der Südseite nur Platz für Fußgänger ist. Fenzl forderte auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Traunsteiner Straße, deren Fahrbahn sich im sehr schlechten Zustand befände. Wichtig sei auch eine ordentliche Abgrenzung zur Uferpromenade.

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