Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


35 JAHRE GEMEINDEBÜCHEREI GRASSAU

„Ich gratuliere uns zu dieser Bücherei“

Das goldene Ehrenzeichen des Sankt Michaelsbundes überreichte Sabine Adolph (links) zu Beginn der Ehrung an Gründungsmitglied Anneliese Strehhuber. Insgesamt wurden 19 Mitarbeiterinnen ausgezeichnet, die seit vielen Jahren ehrenamtlich die Bücherei Grassau betreuen.  Eder
+
Das goldene Ehrenzeichen des Sankt Michaelsbundes überreichte Sabine Adolph (links) zu Beginn der Ehrung an Gründungsmitglied Anneliese Strehhuber. Insgesamt wurden 19 Mitarbeiterinnen ausgezeichnet, die seit vielen Jahren ehrenamtlich die Bücherei Grassau betreuen. Eder

Mit einem Gottesdienst und anschließend bei Bier, Brotzeiten und musikalisch begleitet von den „Bernauer Lausbuben“ wurde am Wochenende in Grassau Jubiläum gefeiert: Seit 35 Jahren besteht die Einrichtung, und im Vordergrund der Feierlichkeiten standen die 23 ehrenamtlich tätigen Damen, die den Erfolg der Bücherei ausmachen, wie Bürgermeister Rudi Jantke in der Feierstunde im kleinen Heftersaal deutlich machte.

Grassau – Eröffnet wurde das Fest mit dem neuen Imagefilm der Bücherei. In wenigen Minuten werden die Vorzüge der Grassauer Bücherei vorgestellt, ihre einzelnen Abteilungen und ihr besonderes Ambiente. „Der Film ist sehr gelungen und wir sind sehr stolz auf unsere Bücherei“, betonte Leiterin Caroline Zeisberger.

„Ich gratuliere uns zu dieser Bücherei“, erklärte Bürgermeister Jantke. Er erinnerte an die Anfänge der Bücherei vor 35 Jahren, als der damalige Bürgermeister Konrad Strehhuber die Bücherei ins Leben rief. Auch sein Vorgänger Raimund Schupfner stand während seiner Amtszeit immer hinter der Bücherei, sagte Jantke. Er lobte die Pfarrherren, die der Bücherei viele Jahre einen Platz im Pfarrheim bereitstellten. Erst vor sieben Jahren zog die Bücherei dann in den ersten Stock des neu restaurierten Gasthofs „Zur Post“.

Der Bürgermeister verwies auf den großen Bestand von 11 000 Medien mit hoher Qualität. Wie beliebt die Bücherei sei, zeige der Zuspruch von 40 000 Besuchern jährlich. „23 Damen arbeiten absolut ehrenamtlich und absolut professionell“, lobte der Rathauschef.

Er informierte über die guten Ideen, wie die Einführung einer Asylothek und die vielen Veranstaltungen, wie „Länder und Literatur“. Zum Dank überreichte er „den fleißigen Damen“ Gutscheine für den „6 am Chiemsee“-Cocktail.

Zur „immer jungen, modernen, frischen Bücherei“ gratulierte Diözesanbibliothekarin Sabine Adolph vom Sankt Michaelsbund. Lesen sei die älteste kulturelle Schlüsselfunktion für den selbstbewussten Medienumgang, erklärte sie. Bücherei sei heute kein Ort mehr, an dem Stille herrsche. Es sei ein Ort, an dem sich Menschen unterschiedlichen Alters, Status, Bildungsstand auf Augenhöhe begegnen. Unter den jährlich rund 100 000 neuen Medien die, für die Bücherei in Raum, Zeit, Etat und für die Zielgruppen passenden zu finden, sei nicht leicht. Da helfe der Michaelsbund.

Der Erfolg der Grassauer Bücherei liege aber, so Adolph, am Team und der vertrauensvollen Zusammenarbeit. Viele arbeiten bereits sehr lange und mit immer neuen Ideen zusammen. Diese Beständigkeit, die Offenheit für Veranstaltungen, angefangen beim „Krimifrühstück“ hin zum literarischen Herbst“, sei das Erfolgsgeheimnis. Bundesweite Anerkennung habe auch die Asylothek als Modell für gelebte Integration erreicht. Ebenfalls typisch für die Grassauer Bücherei sei das Miteinander und nicht Nebeneinander.

Das goldene Ehrenzeichen des Sankt Michaelsbundes überreichte sie an Gründungsmitglied Anneliese Strehhuber. Als deren Ehemann als Bürgermeister damals die Bücherei gründete und er Sorge hatte, dass zu wenige Ehrenamtliche gefunden werden, verpflichtete er seine Frau zum Mitmachen. Sie hätte damals Angst gehabt, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein, bekannte Anneliese Strehhuber. Ihren Zweifel hätte ihr Gatte damals mit dem Satz weggewischt: „Wenn du es nicht kannst, dann lernst es eben.“

17 Mitarbeiterinnen erhielten das silberne Ehrenzeichen für mindestens zehn Jahre (bis 25 Jahre) Mitgliedschaft (etliche darunter sind bedeutend länger dabei) und Anke Schinkel erhielt das Bronze-Abzeichen für fünf Jahre Mitarbeit.

Die restlichen vier Mitarbeiterinnen sind weniger als fünf Jahre im Kreis der Ehrenamtlichen.

Bei Bier und Leberkäs sowie einem Kinderprogramm und natürlich einem Besuch der Bücherei am Kirchplatz wurde weitergefeiert. tb

Kommentare