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Hund reißt Rehe in Prien – Jäger sagt, die Tiere seien "qualvoll verendet"

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Rechts: Jäger Peter Fischer mit dem gerissenen Reh. Die Hunde-Bissspuren sind deutlich zu erkennen.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
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Ein Priener Jäger sagt: Immer wieder greifen rund um die Marktgemeinde frei laufende Hunde Wild an. Ein Grund dafür ist, dass die Halter der Tiere den Jagdtrieb ihrer Lieblinge unterschätzen.

Update 15.11.: 

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen ist in Prien ein Reh offensichtlich von einem Hund gerissen und getötet worden. Gegen 5 Uhr morgens seien am 6. November die Anwohner am Hohertinger Weg, westlich des gemeindlichen Wertstoffhofs, durch das „herzzerreißende Schreien“ eines verletzten Rehs geweckt worden. Dies teilte der Jäger Peter Fischer der Chiemgau-Zeitung mit. 

Mit Gnadenschuss erlöst

Die Anwohner, hätten die Polizei alarmiert, in deren Auftrag schließlich ein Jäger das verletzte Tier mit einem Gnadenschuss erlöste. Offensichtlich, so Fischer, sei das Reh von einem Hund gerissen worden; es habe eindeutige Bissspuren an der Kehle gehabt. 

Lesen Sie hier: Was Hundehalter im Wald und auf Wiesen beachten müssen

Bereits Ende Oktober hatte sich Fischer an die Chiemgau-Zeitung gewandt, weil ein Reh am Herrnberg auf dieselbe grausame Art zu Tode gekommen war. 

Hunde müssen an die Leine 

Nun richten die Priener Jäger einen eindringlichen Appell an die Hundebesitzer, ihre Vierbeiner an der Leine zu führen. Viele Hundehalter, so Fischer, unterschätzten den Jagdtrieb ihrer Vierbeiner. Wenn dieser einsetze, nutze auch die beste Erziehung nichts mehr. Die Jäger weisen auch darauf hin, dass es ihnen erlaubt ist, einen Hund, der beim Wildern erwischt wird, zu erschießen.

Freilaufender Hund reißt Reh: Jäger filmt grausame Szenen

Erstmeldung 28.10.: 

Prien – Es ist kein schöner Anblick: Ein einjähriges Reh ist gestern am Herrnberg von einem Hund gerissen worden, wie Jäger Peter Fischer überzeugt ist: „Man sieht deutlich die Bissspuren am Körper.“ 

Er vermutet, dass das Tier im Gras gelegen habe und von einem nicht angeleinten Vierbeiner aufgeschreckt wurde. Der Hund habe das Schmalreh mit Sicherheit eine gewisse Strecke gehetzt, bevor er ihm die tödlichen Verletzungen zugefügt habe: „Es ist qualvoll verendet. Das muss doch nicht sein!“

"Da nützt die beste Erziehung nichts" 

Jäger Fischer zeigt sich gegenüber der Chiemgau-Zeitung entsetzt darüber, dass in der Gegend immer wieder Rehe von Hunden gerissen werden, Hundehalter sich im Gespräch aber oft uneinsichtig zeigten: „Jeder meint, sein eigenes Tier wäre zu so etwas nicht fähig und würde schon hören, wenn der Pfiff ertönt. Setzt aber erst einmal der Jagdtrieb ein, nützt die beste Erziehung meist nichts.“ 

Sein eindringlicher Appell an alle Hundehalter: „Bitte unbedingt an die Leine nehmen!“ Am Herrnberg steht sogar ein entsprechendes Hinweisschild. 

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