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Während Almbegehung bei Unterwössen

Symbolische Impf-Spritze für Aiwanger: CSU-Abgeordneter Steiner knöpft sich den Minister vor

Impf-Gespräch auf der Agersgschwendtalm bei der Hauptalmbegehung am 4. August: MdL Klaus Steiner (CSU) ermahnt Minister Aiwanger.
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Impf-Gespräch auf der Agersgschwendtalm bei der Hauptalmbegehung am 4. August: MdL Klaus Steiner (CSU) ermahnt Minister Aiwanger.
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  • Moritz Kircher
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  • Tanja Weichold
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  • Anton Hötzelsperger
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Nicht einmal eine symbolische Impfspritze will Hubert Aiwanger (Freie Wähler) von der CSU annehmen. Der Abgeordnete Klaus Steiner wollte sie an Bayerns Vize-Ministerpräsident überreichen. Die lustig anmutende Aktion bei der Hauptalmbegehung bei Unterwössen hatte für Steiner einen ernsten Hintergrund.

Unterwössen / Agersgschwendtalm – Die Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins am 4. August nutzte der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Steiner aus Übersee, um mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ein ernstes Wörtchen über die Corona-Impfung zu sprechen. Als er dabei eine leere Spritze zückte, machte das nur den Eindruck einer heiteren Begegnung.

Mir war nicht zum Spaß, ich hatte Corona und habe noch unter den Spätfolgen zu leiden.

Klaus Steiner über seine Aktion mit der symbolischen Impf-Spritze

Klaus Steiner stellte nach dem kurzen Zusammentreffen mit Aiwanger klar: „Mir war nicht zum Spaß, ich hatte Corona und habe noch unter den Spätfolgen zu leiden.“ Steiner hatte sich Anfang des Jahres mit dem Coronavirus infiziert. Wie er damals im Telefongespräch mit dem OVB-Heimatzeitungen berichtete, habe er sogar einige Zeit im Krankenhaus gelegen. Die Erkrankung sei in den ersten drei Tagen „heftig gewesen“, berichtete er. „Besonders in der Nacht hatte ich starke Atmungsprobleme. Da kriegt man es schon mit der Angst zu tun, ob man es heil übersteht“, so Steiner damals.

Lesen Sie auch: „Nicht mehr tragbar“: Ärzte aus der Region kritisieren Aiwanger für Haltung zur Corona-Impfung

Der CSU-Landtagsabgeordnete ist ein ausgesprochener Verfechter der Impfkampagne. Und das nicht nur im eigenen Land. Was die Impfung betrifft, sagt er: „Wenn es uns nicht gelingt, in Afrika oder Lateinamerika flächendeckend zu impfen, werden wir das Virus nicht in den Griff bekommen angesichts der Globalisierung.“

Aiwanger erläutert seine ablehnende Haltung zur Corona-Impfung

Hubert Aiwanger erwischte Steiner mit seiner Aktion bei der Almbegehung offensichtlich kalt. Bayerns Wirtschaftsminister, ein offener Impfskeptiker und Verweigerer der Corona-Impfung, war sichtlich überrascht. Aiwanger hatte zuletzt in Interviews immer wieder zum Ausdruck gebracht, dass er eine Corona-Impfung zum jetzigen Zeitpunkt für sich persönlich ablehne.

Aiwanger erneuert im Gespräch mit chiemgau24.de seine Kernbotschaft zur Corona-Impfung: „Impfen ist ein wichtiges Werkzeug und ich bin froh, dass es diese Möglichkeit jetzt gibt, jeder kann sich impfen lassen. Aber jeder muss die Freiheit haben, für sich selbst und Eltern für ihre Kinder die Entscheidung zu treffen.“ Für seine persönliche ablehnende Haltung musste er sich viel Kritik gefallen lassen, besonders scharf aus den Reihen seines Koalitionspartners CSU.

Steiner fordert von Aiwanger eine Vorbildfunktion in Sachen Impfung

Klaus Steiner legt an die Adresse Aiwangers noch einmal deutlich nach: „Aus meiner Sicht ist es für einen politisch so hoch positionierten Mann, aber auch für jedermann nicht verantwortbar, das Impfen zu verweigern.“ Der CSU-Abgeordnete sieht in der Impfung nicht nur eine persönliche Entscheidung zum eigenen Schutz. Jeder nicht Geimpfte sei „ein gesundheitliches Risiko für die gesamte Gesellschaft“.

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