Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


LANGWIERIGES BAUPROJEKT

Hotelpersonal aus Reit im Winkl bekommt endlich eine eigene Unterkunft

Auf dieser Fläche am Steinbachweg ist das Personalhaus des Gut Steinbach geplant.
+
Auf dieser Fläche am Steinbachweg ist das Personalhaus des Gut Steinbach geplant.
  • VonJosef Hauser
    schließen

Der Gemeinderat Reit im Winkl befasste sich mit einer Änderung des Bebauungsplans „Am Steinbachweg“. Geplant ist die Errichtung eines Personalhauses für das Hotel Gut Steinbach.

Reit im Winkl – Klaus Graf von Moltke, Eigentümer, benötige diesen Wohnraum für sein Personal, stellte Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) dar. Der Bebauungsplan sei bereits im Jahr 2013 aufgestellt worden. Damals sollten zwei Personalhäuser mit 18 Appartements entstehen.

Großsteinbach, eine Gefahr?

Im Rahmen einer Behördenbeteiligung beim Aufstellungsverfahren hatte das Wasserwirtschaftsamt Traunstein auf eine Überschwemmungsgefährdung durch den Großsteinbach hingewiesen.

Daher wurden nach Gesprächen mit den betroffenen Behörden die Planungen angepasst. So wurde das Baufenster aus dem Überschwemmungsgebiet herausgerückt und nur ein Personalhaus mit zwölf Wohneinheiten geplant.

Erneute Änderung

2019 wurde der Bebauungsplan entsprechend geändert und eine Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchgeführt. Allerdings folgte durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ eine Rechtsänderung. Dies erforderte eine erneute Kartierung der Eingriffsfläche, die 2020 durchgeführt wurde.

Weitere Artikel und Nachrichten aus dem Chiemgau finden Sie hier.

Gerhard Grünbacher, Georg Speicher (beide Freie Wähler) und Fredi Hanrieder (CSU) sprachen sich gegen das Projekt aus, weil es zu groß und auf der geplanten Fläche unpassend sei.

Naturschutzbehörde weist auf Gesetzeslage hin

Die Untere Bauaufsichtsbehörde beanstandete das Maß der baulichen Nutzung in Form der Grundfläche. Aus ortsplanerischer Sicht sei dies negativ zu bewerten. Hierzu äußerte sich das Planungsbüro, dass die Kubatur von Weitem kaum einsichtig sei. Der Rat sah keinen Grund zur Planänderung.

So auch die Beurteilung der Unteren Naturschutzbehörde. Diese hatte darauf hingewiesen, dass arten- und strukturreiches Dauergrünland zu den gesetzlich geschützten Biotopen zähle. Das Planungsbüro hatte dargelegt, dass mit einer gesicherten Ausgleichsfläche der Eingriff erfolgen könne.

Rat billigt Änderung des Plans

Dem Hinweis, dass die im Entwurf des Bebauungsplans dargestellte Grenze des Überschwemmungsgebiets nicht den aktuellen Berechnungsergebnissen entspreche, begegnete der Gemeinderat mit eine Überarbeitung und Ergänzung.

Der Rat erachtete ein Personalhaus im Nahbereich des Hotels, zur Wahrung der Privatsphäre, als ungünstig und legte fest, keine Planänderung vorzunehmen.

Abschließend beschloss das Gremium mit acht zu sechs Stimmen, den überarbeiteten Entwurf zur Änderung des Bebauungsplans zu billigen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, die Beteiligung gemäß den Bestimmungen des Baugesetzbuches nochmals durchzuführen.

Mehr zum Thema

Kommentare