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EIGENTÜMER SUCHT PÄCHTER

Hotel „Seehof“ geschlossen

Der „Seehof“ in Schafwaschen ist ein Gasthaus und eine Pension. Der Betrieb ist seit Kurzem eingestellt, der Eigentümer sucht einen Pächter. Thümmler

Eine Traditionsgaststätte in Rimsting ist geschlossen: Der „Seehof“ hat zugemacht. Wie lange der Betrieb eingestellt bleibt, ist derzeit offen. Im Streit ums Geld hat der Eigentümer den alten Pächter vor die Tür gesetzt und sucht jetzt einen neuen. Die Geschichte des Wirtshauses in Schafwaschen geht bis 1873 zurück.

Rimsting – „Wir haben geschlossen“: Seit Kurzem hängt ein Schild an der Eingangstür, das die Besucher informiert. Die Einstellung des Betriebes kam für manch einen überraschend und sorgte auch für Wirbel. So hatte zum Beispiel ein Urlauber aus Köln, wie die Redaktion erfuhr, Übernachtungen via Internet gebucht. Und als er dann vor Ort war, musste er feststellen, dass das Hotel geschlossen war. Ein Bekannter half ihm – und so musste der Urlauber aus Köln nicht gleich wieder abreisen.

2016 hatte Rudi Schuster das Hotel gekauft. Schuster ist Geschäftsführer der Firma Schuster Hoteleinrichtungen in Grabenstätt. Als Privatmann habe er damals die Gaststätte erworben, erzählt er im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Den früheren Eigentümer habe er als Pächter ins Haus geholt. Im Verlaufe der Zeit ergaben sich dann laut Schuster Zahlungsrückstände, schließlich habe er eine Räumungsklage erhoben – mit der er Erfolg hatte.

Eigentümer setzt sich Wiedereröffnung im Frühjahr zum Ziel

Der Eigentümer will den Betrieb im „Seehof“ fortsetzen. So sucht er nun nach einem neuen Pächter. Interessenten haben sich laut Schuster schon gemeldet, eine Entscheidung hat er jedoch noch nicht getroffen. Er will sich Zeit lassen, die Saison ist jetzt, Ende September, schon gelaufen. Wenn‘s im nächsten Jahr mit den Urlaubern so richtig losgeht, dann möchte er den „Seehof“ wieder aufmachen. Sein Ziel: eine Wiedereröffnung, wie er sagt, im Frühjahr.

Im „Seehof“ kann man nicht nur essen und trinken, sondern auch übernachten. Als „Gasthaus“ und „Pension“, so die Aufschrift an der Fassade, präsentiert sich der Betrieb den Gästen, als „Hotel“ auf der Homepage im Internet.

Schuster will Hotel langfristig abreißen und neu bauen

Die Gaststätte ist gerade auch unter Fahrradfahrern beliebt, liegt sie doch unmittelbar am Chiemseerundweg. Und zuletzt drehte dort auch ein bekannter Filmemacher: Der „Seehof“ in Schafwaschen bildete die Kulisse zu Sepp Bierbichlers Romanverfilmung „Mittelreich“.

Schuster will die Gaststätte, ehe sie wieder aufmacht, – zumindest ein Stück weit – herrichten. Denn so manches liege, wie er sagt, im Argen. Nicht mehr tragbar sei etwa, wie er ein Beispiel nennt, das Geländer. Er müsse sich jetzt jedoch erst einmal einen genauen Überblick verschaffen, was alles gemacht werden muss.

Nachdem Schuster den „Seehof“ da und dort auf Vordermann gebracht hat, möchte er den Betrieb für die nächsten Jahre neu verpachten. Über alle Maßen viel Geld reinstecken möchte er jedoch nicht, denn eine Sanierung des Hauses, wie sie ihm vorschwebt, drohe ein „Fass ohne Boden“ zu werden. Langfristig hegt Schuster andere Pläne: Er möchte das Gebäude abreißen und durch einen Neubau ersetzen.

Die Baumaßnahme ist zwar noch Zukunftsmusik, doch Überlegungen, die in diese Richtung gehen, stellt er jetzt schon an. Zu gering ist ihm auch und gerade das Bettenangebot: Nur über zehn Doppel- und zwei Einzelzimmer verfügt das Haus. „Da bringt man höchstens einen halben Bus unter“, sagt Schuster, der ein größeres Angebot für unerlässlich hält, um den Hotelbetrieb wirtschaftlich führen zu können. Und außerdem will Schuster ein Hotel anbieten, das qualitativ seinen Vorstellungen entspricht – und als Geschäftsführer einer Firma für Hotelausstattungen hat er hohe Ansprüche, was die Einrichtung betrifft.

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